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Deutscher Ehepart. Arbeisterlaubnis in CN   guter beitrag schlechter beitrag
frank5
10-jun-13
hallo allerseits,

meine Frau ist Chinesin und ich bin Deutscher.
In Deutschland hat meine Ehefrau direkt mit dem Visum eine Arbeitserlaubnis erhalten weil Sie mit einem Deutschen verheiratet ist.

Gilt das gleiche umgekehrt?
Wir wollen wieder nach China und ich suche mir dort einen Job (habe was in Aussicht)
Bekomme ich in China auch direkt die Arbeitserlaubnis weil ich mit einer Chinesin verheiratet bin, genauso wie halt umgedreht in Deutschland?

Da ich von von besagter Firma nur entsendet werde, ich bin in Deutschland angestellt weil die Firma kein Büro in China hat, brauche ich dann überhaupt eine Arebitserlaubnis?

Ich weis das ich beim letzten mal völlig problemlos innerhalb von 2Stunden ein Visum für ein Jahr erhalten hatte aber das stand nichts von Arbeitserlaubnis, ich hatte auch nicht danach gefragt.

Wenn einer was weis wäre das schön.

besten Dank für Infos
 
 
aw: Deutscher Ehepart. Arbeisterlaubnis in CN   guter beitrag schlechter beitrag
Nadine (Gast)
10-jun-13
Das wird so leider nicht funktionieren. Theoretisch steht dir frei, jede Arbeit anzunehmen. Ab Einstellung brauchst du dann jedoch ein Arbeitsvisum, das deine neue Firma für dich beantragen muss. Dafür muss die Firma eine Niederlassung in China haben.
 
 
aw: Deutscher Ehepart. Arbeisterlaubnis in CN   guter beitrag schlechter beitrag
Laoban
10-jun-13
Zitat frank5Da ich von von besagter Firma nur entsendet werde, ich bin in Deutschland angestellt weil die Firma kein Büro in China hat, brauche ich dann überhaupt eine Arebitserlaubnis?
Kann es sein, dass Du gar keine "Living permission" und "Working permit" (kleines Rotes Buch) für China hast ? Die Aufenthaltserlaubnis wird in den Reisepass eingeklebt. Genau wie ein Visa. Allerdings ist der Aufkleber Blau statt Rot und es steht Residence Permit drauf.

Um die zu bekommen braucht es eine längere Prozedur und das geht auch nur mit einer lokalen Firma.

Falls Du das nicht hast und hier mit einem normalen Visa arbeitest, ist das illegal.

Im Gegensatz zu DE bekommst Du aufgrund dass Du eine Chinesin geheiratet hast keinerlei Vergünstigungen, sprich Aufenthalts und Arbeitserlaubnis.
 
 
aw: Deutscher Ehepart. Arbeisterlaubnis in CN   guter beitrag schlechter beitrag
Nadine (Gast)
10-jun-13
Naja ich glaube man bekommt insofern Vergünstigungen, als das man längere Zeiträume auf Touristenvisum hierbleiben darf, wenn man das als "visiting relatives" Visum beantragt.

Laoban, Frank scheint aktuell gar nicht in China zu sein, und das letzte Mal als Tourist hier gewesen zu sein.
 
 
aw: Deutscher Ehepart. Arbeisterlaubnis in CN   guter beitrag schlechter beitrag
Laoban
10-jun-13
Zitat NadineNaja ich glaube man bekommt insofern Vergünstigungen, als das man längere Zeiträume auf Touristenvisum hierbleiben darf, wenn man das als "visiting relatives" Visum beantragt.
Das stimmt wohl. Ist aber nicht der Rede Wert.
 
 
aw: Deutscher Ehepart. Arbeisterlaubnis in CN   guter beitrag schlechter beitrag
frank5
10-jun-13
also erstmal danke für so schnelle Antworten.

zur Klarstellung,
ich war schon x-mal in China, auch für längere Zeiträume wie mal 1Jahr usw.
Da ich mit einer Chinesin verheiratet bin war das Langzeitvisum (1Jahr mit multy entry) innerhalb von einer halben Stunde auf dem Örtlichen Meldeamt ausgestellt. Mich würde nur interessieren ob ich mit solch einem Visum auch arbeiten darf. Mein Visa war Blau mit category (L) was immer das heist.

Den Job könnte ich natürlich machen, bekommt ja eh keiner mit aber mich würde interessieren ist es legal, wie kann man es legalisieren oder benötigt man dafür absolut und definitiv ein anderes Visum. Will ja nicht unbedingt was machen was man auch mit einem Amtsgang mehr Richtig macht oder ist es bereits Richtig weil ich ja in Deutschland bezahlt würde?

Danke und Gruss
frank
 
 
aw: Deutscher Ehepart. Arbeisterlaubnis in CN   guter beitrag schlechter beitrag
Laoban
10-jun-13
Zitat Mich würde nur interessieren ob ich mit solch einem Visum auch arbeiten darf.
Antwort = NEIN

Du brauchst als erstes eine Residence Permit in Deinem Reisepass und als nächstes eine Arbeitserlaubnis. Das ist ein kleines Rotes Buch. Darin steht unter anderem auch Dein Arbeitgeber.

Um das zu bekommen, muss Dein Arbeitgeber es erst mal beantragen. Dafür gibt es eine große fette Urkunde. Dann muss noch ein Gesundheitstest gemacht werden. Denn kann man in DE machen, muss ihn allerdings in China wiederholen. Order man macht in in China und nimmt das Teil mit nach DE. In DE muss erst ein Z Visum beantragt werden. Es sei denn DU bist GM oder Vice GM, dann kann das alles in China erledigt werden. Falls nicht, erst ein Z Visum in DE, das dann in eine Residence PErmit in China umgewandelt wird.

Darum sollte sich aber Dein Chinesischer Arbeitgeber kümmern. Um die Arbeitserlaubnis zu erlangen, mussst Du unter anderem einen Lebenslauf erstellen, bzw. Deine Qualifikationen nachweisen. Soweit mir bekannt, mindestens 2 Jahre Berufserfahrung. Deine Firma muss glaubhaft machen, warum sie für diesen Job einen Ausländer brauchen und keinen Chinesen nehmen können.

PS: Falls Deine Firma Beziehungen hat, oder min 3MIO USD Einlagen in China hat, kannst Du bis 3 Jahre Residence Permit bekommen. Ansonsten immer nur ein Jahr.

Was ich noch nicht ganz verstehe ist Dein Entsendungsvertrag. Wohin, bzw. zu Wem wirst Du denn entsendet, wenn das DE Unternehmen keinerlei Betriebsstätte in China hat?

Überdies bist Du, ganz egal in Welchem Land Dein Geld aufs Konto kommt, nach 183 Tagen Aufenthalt in China auch in China EKSteuerpflichtig. Das nur so am Rande. Aber Da Du ja offiziell eh nicht in China arbeitest, kommt das wohl nur zum tragen, wenn die Sache auffliegt.
 
 
aw: Deutscher Ehepart. Arbeisterlaubnis in CN   guter beitrag schlechter beitrag
Nadine (Gast)
10-jun-13
Dein Vertrauen in Ehren, aber dein AG stellt sich das vielleicht auch leichter vor, als es ist. Wie oben beschrieben bist du ab 183 Tagen Aufenthalt hier einkommenssteuerpflichtig. Das kann dein AG gar nicht für dich abführen ohne Betriebsstätte. In China ist das dann ganz klar Steuerbetrug (auch wenn du weiterhin in Deutschland zahlst!). Außerdem wird die Firma unter Umständen im Rahmen deiner Tätigkeit noch andere Ausgaben hier haben als dein Gehalt. Geschäftsreisen, Anschaffungen, evtl Büromiete. Das musst du dann alles in bar bezahlen und ständig von Deutschland nach China transferieren. Was hier steuerabzugsfähig wäre, deine private Miete, Heimflüge etc., kannst du alles nicht einreichen. Zudem ist es auch immer mal wieder erstaunlich, wieviel dein Nachbarschaftskomittee so mitbekommt, was du auf deinem vermeintlichen Tourivisum hier machst.

Also, nochmal, mit deinem blauen L (Touristen-)Visum darfst und solltest du definitiv nicht arbeiten. Dazu brauchst du einen Residence Permit, der auf einem Employment Permit basiert.
 
 
aw: Deutscher Ehepart. Arbeisterlaubnis in CN   guter beitrag schlechter beitrag
frank5
10-jun-13
again, Danke

fasse mal zusammen, entweder im dunkeln arbeiten da ich mich ja problemlos in China aufhalten kann (meiner Frau wurde gesagt das ich aufgrund der Familienbande ein Recht hätte dauerhaft in China zu leben msse dies aber jedes Jahr neu beantragen um zu sehen ob man nicht inzwischen geschieden ist.
Oder Behördengänge machen fr die Arbeitserlaubnis.

Mein Arbeitgeber imprortiert Waren fr sehr viele Mill. jedes Jahr ber Agenten und hat sich gedacht es wäre an der Zeit jemanden vor Ort zu haben nach dem Motto Vertrauen ist gut-Kontrolle ist besser.

Er hat also einen Agenten vor Ort aber kein Ofiice und null Erfahrung mit China Regularien des Arbeitsmarktes.

Werde wohl jetzt erstmal meine Frau auf Amt senden die schon vor Ort ist um den genauen Weg zu erfahren.
Wir waren eigentlich davon ausgegangen/gehofft das es sich in etwa gleich mit Deutschland verhält.

Ich werde mal darber informieren ob es besondere Regeln fr meinen Fall gibt oder eventuell doch etwas ähnliches wie in Deutschland
"verheiratet? dann bekommen Sie direkt die Arbeitserlaubniss" die Hoffnung stirbt zuletzt ;-)

danke bis hierhin, den Rest wird meine Frau machen mssen.
 
 
aw: Deutscher Ehepart. Arbeisterlaubnis in CN   guter beitrag schlechter beitrag
petermedia
10-jun-13
Um es ganz klar zu sagen.
Deine Ehe bringt dir in China kaum Vorteile bezügüglich Arbeitserlaubnis.
Ist einfach so.
Einziger Vorteil zumindest hier in SH ist, dass bezüglich der normalerweise für eine Arbeitserlaubnis erforderlichen Qualifikationnachweise das procedere einfacher ist.
Als Ehepartener bekommst du sowohl falls du willst ein Multientry Touristenvisa oder
nach Gesundheitscheck ein Resident permit als Ehepartner.
Letzteres ist auf die Dauer billiger, und du musst dich nicht nach jedem Verlassen von China hier wieder neu polizeilich registrieren.
Beides berechtigt NICHT zur Arbeitsaufnahme.
Bist du erst mal auf RP legal hier wird einiges einfacher.

ABER deine Firma sollte erst mal ne Strategie haben.

Sollte es hier wirklich um Mio wie du sagst gehen, gibt es eine Menge Optionen, die im einzelnen her zu erörtern zu weit führen würden.
Stichworte wären. Repoffice. Anstellung bein Agenten. HK Company. Eigene firma mit Frau und vieles mehr.
Keine dauerhafte option ist es sicherlich hier illegal als Ehepartner zu arbeiten, gerade wenn es hier um ein höherwertiges Business geht
 
 
aw: Deutscher Ehepart. Arbeisterlaubnis in CN   guter beitrag schlechter beitrag
endsandter (Gast)
13-jul-13
Hallo Frank,

ich bin mit dem folgenden Konstrukt ganz offiziell in China:

- ich bin bei einem deuteschen Arbeitgeber beschäftigt
- dieser AG hat mich nach China zu unserem Partner zur "Unterstützung" endsandt
- mein deutscher AG bezahlt weiterhin mein kompl. Gehalt
- der Chinesiche Partner hat mich in China registriert. D. h. ich habe eine Arbeitserlaubnis und die zugehörige Aufenthaltsgenehmigung für jeweils ein Jahr die auch seit Jahren immer verlängert wurde.
- Ich bezahle auf der Basis meines deutschen Einkommens in China meine Steuern. Dazu habe ich mir eine Finanzbuchhalterfirma gesucht die das monatlich für mich durchführt.
- Sozialabgaben weiter in DE.
 
 
aw: Deutscher Ehepart. Arbeisterlaubnis in CN   guter beitrag schlechter beitrag
mitttbewohner
14-jul-13
Nur so als Randbemerkung:
China geht energischer gegen illegal arbeitende Auslaender vor. Falls Du erwischt wirst, kann es durchaus passieren, dass Du ein 10 jaehriges Einreiseverbot bekommst. Weiss nicht, wie toll das Deine Frau findet....

Es noch ein paar andere Konstukte als eine Firma zu gruenden: Man kann sich von Personaldienstleistern (sogenannten Payroll-Agencies) anstellen lassen. FESCO oder aber auch diverse (dt.) Consultingfirmen machen das voellig legal.

In der Tat sollte man sich vor der Neugier der Nachbarschaftskomitees in Acht nehmen. Die sind schlimmer als Prism ;-)
 
 
(thread closed)

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