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Kind geboren in China   guter beitrag schlechter beitrag
Stephan1234
03-mai-12
Hallo,

meine Tochter wurde in China geboren und hat eine Chinesische Mutter.
Meine Frau hat dem Kind einen Chinesischen Pass machen lassen.

Jetzt wollte ich für das Kind ein Schengen Visum beantragen.
Das Kind bekommt aber kein Visum, weil es ja schon mit Geburt Deutsche ist aber Visa nur für Nicht-Staatsbürger ist.

Also als Chinesin kann sie nicht nach Deutschland.

Als Deutsche aber auch nicht, denn mit dem Deutschen Pass kommt sie nicht aus China raus, weil da kein Chinesisches Visum drinnen ist, was ein Problem gibt, wenn man den Pass bei der Ausreise zeigen würde.

Das Konsulat schlägt daher einen anderen Weg vor, der aber sehr kompliziert ist und die Reise in den Ort nötig machen würde wo meine Frau herkommt, vor jeder Deutschlandreise!


Gibt es keine andere Lösung. Andere haben doch auch nicht diese Probleme was ich immer so höre...
 
 
aw: Kind geboren in China   guter beitrag schlechter beitrag
zomosa
03-mai-12
Zitat Meine Frau hat dem Kind einen Chinesischen Pass machen lassen.
warum haste denn keinen deutschen Pass machen lassen???? oder hat dich deine Frau nicht gefragt? ;-)))

"hat DEM Kind" klingt als ob es nicht deines waere....
 
 
aw: Kind geboren in China   guter beitrag schlechter beitrag
Stephan1234
03-mai-12
Ist schon mein Kind, das habe ich doch geschrieben.
Wir leben in China und es spricht nichts gegen einen Chinesischen Pass.
Wenn ich einen Deutschen Pass machen lasse muss ich den Chinesischen laut Chinesischem Recht abgeben. Ausserdem braucht dann das Kind um in China zu leben stets eine Aufenthaltsgenehmigung.
Wahrscheinlich ist das aber der einzige weg.
Wundert mich nur weil ich andere Leute kenne die zwei Pässe haben und damit super zurechtkommen. Sind aber keine Deutschen die ich da meine sondern zum Beispiel Japaner.
 
 
aw: Kind geboren in China   guter beitrag schlechter beitrag
petermedia
03-mai-12
@zomosa
Wieder mal nur gesitloses Gesülze.
@Stephan
Ich kann dich hier nur auf die Suchfunktion in diesem Forum verweisen.
Dort haben andere und ich dieses Thema sehr ausführlich diskutiert.
Von mir gibt es dazu seit 2005 bis 2011 sehr ausführliche Statements
Doppelstatsangehöhrigkeit ist in China leider nicht legal.
Der offizielle Weg ist das sogenannte Exit Permit, das in der Tat am Heimaltort deiner Frau, also dort wo ihr Hukou registriert ist, beantragt werden muss.
Nach der erstmaligen Ausreise des Kindes aus China verkiert es automatisch die chinesische Staatsbürgerschaft.
Ob es wirklich Sinnmacht die illegale Doppelte Staatsbürgerschaft durch Tricks aufrecht zu erhalten, muss jeder für sich selbst entscheiden.
Es macht das Reisen kompliziert, da dann nur eine Einreise nach D über einen Drittstaat möglich ist.
Manwohl die unkooperative Haltung der deutschen Botschaft, als auch über die Knallköpfe in der chinesischen Regierung kann amn trefflich streiten.
Das ist auch in diesem Forum schon geschehen.
Ich verweise deshalbs nochmal, die Suchfunktion zu bemühen.
 
 
aw: Kind geboren in China   guter beitrag schlechter beitrag
Stephan1234
03-mai-12
Hi, da der hierzu interessante Thread in 2010 endet könnte man denken das Problem wäre gelöst. Oder gibt es einfach keine Lösung und alle haben aufgegeben?
Das hieße ja dann eigentlich, die Chinesische Staatsbürgerschaft ist für Kinder mit Deutschem Elternteil die nach Deutschland reisen wollen keine Option.
 
 
aw: Kind geboren in China   guter beitrag schlechter beitrag
Stephan1234
04-mai-12
Also so wie ich es sehe geht es doch wirklich nur um die erste Ausreise.
Wäre das Kind auf welchem Weg auch immer einfach in Deutschland könnte man dort ein Chinesisches Visum bekommen mit einem Deutschen Pass in China einreisen und man könnte dann jeder Zeit mit Deutschem Pass ausreisen, da man ja einen Einreisestempel im Pass hat und ein chin. Visum.
 
 
aw: Kind geboren in China   guter beitrag schlechter beitrag
zomosa
04-mai-12
ach Peter dein "gesitloses" Gesuelze ueber die Suchfunktion die auf Postings hinweisen die Jahre alt sind ist wohl auch nicht besser....

Meine Meinung zu einem Deutschen der mit einer Chinesin verheiratet ist und ein gemeinsames Kind haben ist, einen deutschen Pass machen zu lassen.

Stephan du schreibst das du in China lebst, also bekommt dein Kind mit einem deutschen Pass automatisch das gleiche Visum (Aufenthaltsrecht) wie du, und wenn du wieder in Deutschland leben solltest wird es wohl auch einfacher mit dem Kind, welches einen deutschen Pass hat, fuer deine Frau die Aufenthaltsgenehmigung in D zu erhalten?

wie gesagt, meine Meinung, jeder muss wissen welche Probleme einfacher zu handhaben sind
 
 
aw: Kind geboren in China   guter beitrag schlechter beitrag
petermedia
04-mai-12
@ zomosa
Dein Eingangsposting hatte einzig den Sinn, den OP niederzumachen.
Im ersten Satz steht "meine Tochter"
Du selbst reißt dann den 2. Satz aus dem Sinn und schiesst aus dem
" dem Kind", das es nicht seins ist.
Und meine beiträge sind sehr wohl sinnvoll, da sich seit 2010 an der Rechtslage leider nichts geändert hat.
Welche Motivation soll man deinem Posting nun entnehmen.

Es gibt hier viele Eltern binationaler Ehen die beide Pässe wünschen.

Leider stellt die Botschaft eben keine " goodwill Visen" in chinesischen Reisepässe, von potentiel deutschen Kindern aus.

Das gilt auch für die meisten anderen Länder.
Hintergrund ist, das die chinesische Seite bei den Botschaften interveniert hat, da sie die Doppelstaalichkeit für illegal hält.
Letztendlichlkäuft es wohl darauf hinaus, das man den Weg über das
" Exit Permit" geht, und so die chinesische Staatsbürgerschaft aufgibt.

Ein Kind aus einer binationalen Ehe erhält übrigens ein bis zu 2 Jahres Visa das sich über die chin Mutter ableitet. Der Visastatus des vaters ist da erst mal unabhängig.
Natürlich kann man versuchen einmalig über einen Drittstaat asuzureisen, und dann ein Visa für das Kind beantragen.
Es kommt tatsächlich auf die vernetzung der Heimatbehörde der Frau an, ob die chin Botschaft davon Wind bekommt, das das Kind ja einen chinesischen Pass hat.
Ich kann die aus eigener Erfahahrung sagen, dass es weit mehr vernezung gibt als mancher glaubt.
Das Kind hat ja wohl eine chin Geburturkunde etc.

Letztendlich bewgt man sich da natürlich aus sehr dünnem Eis.
Manche tun das, trotz der potentiellen rechtlichen, als auch der akut praktischen Schwierigkeiten, in der Hoffnung, dass China in den nächsten jahren Doppelstaatlichkeit zulässt. Es gibt da sehr vage Anzeichen für, aber momentan haben die in Beijing sowieso ganz andere Probleme.

Die Weigerung der Doppelstaatlichkeit hat natürlich mit den System zu tun.
Doppelstaatlichkeit verträgt sich ja nur mit halbwegs kompatiblen Rechtsystemen, und da ist China ja auch noch wiet entfernt.
Ein muss klar sein.
Ist das kind auch chinesisch, unterleigt es zumindest solange es in China ist
dem chinesischen Staatsbürger Recht
 
 
aw: Kind geboren in China positive bewertungen:  1 (100%) 
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morten-olsen
09-mai-12
Die Kinder sind per Geburt Deutsche und Chinesen, da muss man nix beantragen. Zwei Paesse bekommt man normalerweise auch.

Das Ausreise-Problem ist allerdings seit 2009 ungeloest.
"Exit Permit" heisst zwar de-facto nicht die chin. Staatsbuergerschaft aufgeben, dafuer aber den Hukou loeschen, was im Endeffekt das gleiche bedeutet.

Es geht hier von Pontius zu Pilatus, Konsulat schiebts auf die Botschaft, die aufs Auswaertige Amt, die wiederum ihre Infos von der Botschaft beziehen, die sich durch das chin. Ministerium fuer Staatssicherheit (hiess das nicht so?) unterrichten hat lassen, dass ein Hukou eh egal ist und man das Ding auch einfach loeschen kann. Das glaubt man dann, stellt keine Visa mehr aus und schon sitzt Klein Zweistaater in der Buerokraten-Patsche.

Zu dem Thema laufen einige Petitionen an den Dt. Bundestag, die man als Betroffene(r) noch unterstuetzen kann. Bei Interesse PM an mich.

Ansonsten mal nach EU Freizuegigkeit googlen. Nationales Recht hat allerdings Vorrang.

PS: Anscheinend wurde beim kuerzlichen Nationalen Volkskongress fuer eine Anerkennung mehrerer Staatsangehoerigkeiten geworben. Schliesslich ist das in China ja eher ein Eliten-Ding, wir sind hier eine verschwindende Minderheit.
 
 
aw: Kind geboren in China   guter beitrag schlechter beitrag
Stephan1234
11-mai-12
Wie ist es wenn unsere Kinder in Deutschland geboren worden wären?
Könnten die Kinder dann auch nie nach China gehen ohne den Deutschen Pass abzugeben, oder stellen sich in diesem Fall die Chinesen nicht so blöde an mit der Visavergabe in einen Deutschen Pass wie die Deutschen bei der Visavergabe in einen Chinesischen?
 
 
aw: Kind geboren in China   guter beitrag schlechter beitrag
anne
11-mai-12
die stellen sich nichtso bloed an
 
 
aw: Kind geboren in China   guter beitrag schlechter beitrag
eyezee (Gast)
05-jun-12
Dazu muss man sich mal vor augen halten, dass die Schweizer nach der Reisepassausstellung an ein Mischkind gleich noch ein 5-Jahresvisum fuer dessen chin. Pass ausstellten. Hier scheint eine Intervention der chin. Seite bei der sch. Botschaft keine Fruechte getragen zu haben, wenn es diese Intervention gab.

Hat jemand Erfahrung mit der Visumsbeantragung bei anderen Schengen-Mitgliedslaendern? Was waere, wenn Stephan1234 in Frankreich Urlaub machen wollte? Wuerde das franz. Konsulat den Visumsantrag ablehnen?
 
 
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morten-olsen
07-jun-12
@eyezee: Urlaub ist doch immer was schönes. Und es gibt so viele spannende Länder in der EU. Einfach mal anfragen, manche können sehr nett sein.
 
 
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Reisen bildet (Gast)
26-jun-12
welche Urlaubsziele koennt Ihr denn empfehlen?
 
 
aw: Kind geboren in China   guter beitrag schlechter beitrag
petermedia
26-jun-12
@morten olsen

Zitat
Exit Permit" heisst zwar de-facto nicht die chin. Staatsbuergerschaft aufgeben, dafuer aber den Hukou loeschen, was im Endeffekt das gleiche bedeutet.

Das würd mich mal interssieren.
Meines Wissens gilt die chin Staatsbürgerschaft als aufgegeben, sobald das Kind mit dem "Exit Permit" ausreist, und dann icht mehr mit dem EXIT Permit einreist, was theoretisch wohl geht.
Spätesten dann wenn das Kind aber dann in D ein chiesisches Visa beantragt, ist die chin. Staatsbürgerschaft erloschen.

Ja die Schweizer machen das besser.
Nur ganz nebenbei. Für in Deutschland gebohrene binationale Kinder, stellt die chin Botschaft nicht einmal einen Pass aus.
 
 
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Daqian (Gast)
15-jul-12
Weiss jemand wie das mit der Geburtsurkunde und Namensgebung funktioniert? Ich gehe davon aus, dass bei binationaler Ehe das Kind den Nachnamen des Vaters annimmt, da mein Name nicht typisch chin. ist muesste er trotzdem fuer den chin. Pass auf chin. uebersetzt werden. Muss man dem Spital einfach die Anweisung geben sowohl den Namen auf chin. wie auch in deutsch (lat. schriftzeichen) anzugeben?

Ich danke im Vorraus.
 
 
aw: Kind geboren in China   guter beitrag schlechter beitrag
Angus
16-jul-12
ich kann dir nur etwas darueber sagen, wie es bei mir gelaufen ist, davon ausgehend, dass deine Frau Chinesin ist:

Eintragung eines chin. Vornamens (Zweitname moeglich z. B. europaeischer (dringend angeraten, verhindert spaeter zusaetzlichen Papierkram im folgenden Prozedere)) sowie des chin. Nachnamens der Frau. An der chin. Geburtsurkunde ist dann ein Abriss fuer den Hukou und somit dem chin. Pass.

Spaeter irgendwann einmal zur dt. Botschaft und dt. Geburtsurkunde beantragen (dauert ein wenig, bei uns 3 Jahre) mit den zwei Vornamen und deinem Nachnamen, das war es faktisch...falls ein Hukou beantragt wurde, wird sich der/die Beamte/in sehr darueber beklagen, dass der Hukou-Abriss fehlt, ignorieren, da die dt. Geburtsurkunde aus verwaltungstechn. Gruenden nur mit dem dt. Pass erstellt wird, habt ihr dann beide Paesse de facto.
 
 
aw: Kind geboren in China   guter beitrag schlechter beitrag
daqian
16-jul-12
Vielen Dank fuer die Auskunft Angus. Ich bin selber aus der Schweiz und meine Frau Chinesin, aber ich denke der Ablauf ist ziemlich Aehnlich. Interessant ist, dass das Kind den Nachnahmen der Frau annimmt, da im generellen nicht nur in Europa aber auch in China das Kind den Nachnahmen des Vaters annimmt.

Ich gehe davon aus, dass dein Kind nun 2 verschiedene Nachnamen hat? Im chin. Pass der deiner Frau und im deutschen Pass dein Nachname?
 
 
aw: Kind geboren in China   guter beitrag schlechter beitrag
Angus
17-jul-12
Ja, so ist es...der Hintergrund mit dem chin. Namen ist wie folgt. Wenn ein chin. Vater da ist, dann bekommt das Kind den Namen des Vaters, wenn nicht, dann den der Mutter. Ich stehe zwar als Vater in der Geburtsurkunde drin, jedoch nicht als Namensgeber.
 
 
aw: Kind geboren in China   guter beitrag schlechter beitrag
blubblub (Gast)
17-jul-12
Zitat daqianAehnlich. Interessant ist, dass das Kind den Nachnahmen der Frau annimmt, da im generellen nicht nur in Europa aber auch in China das Kind den Nachnahmen des Vaters annimmt.
Wieso "im generellen"?
Gott sei Dank ist der Familienname heutzutage (zumindest in Deutschland) nicht mehr automatisch der des Vaters, sondern der, den beide Ehepartner GEMEINSAM festlegen ....
 
 
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(thread closed)

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