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Frieder Demmer
22-sep-05
Da der Gehaltsthread gerade in diesen Bereich abdriftet, machen wir besser einfach einen neuen auf:

Muss man zur Arbeit in China Chinesisch koennen?

Faktisch nein - es gibt zahlreiche Beispiele dafuer, dass es moeglich ist, mit Englisch durchzukommen.

Vernuenftig betrachtet:
JAAAAAAA

Erstens ist es ebenso fahrlaessigg wie zudem unhoeflich auf Spracherwerb zu verzichten. Wer einen gewissen, alltagsbezogenen Level mal erreicht, wird sich bewusst, was er/sie zuvor alles nicht mitgekriegt hat, erlebt, wieviel netter Gespraeche ablaufen (koennen), wieviel mehr man taeglich mitgkriegt, lernt.

Zweitens: Was wir vom Gastarbeiter in Deutschland selbstverstaendlich erwarten. sollten wir als Entsandte vorleben!

Drittens (SEHR wichtig): Warum soll ein chinesischer Mitarbeiter auf unsere Ansprueche in der Unternehmenskommunikation Ruecksicht nehmen, wenn wir als erstes deutlichst kommunizieren, dass wir an Kommunikation eigentlich ueberhaupt nicht interessiert sind?

Das Thema ist uebrigens unabhaengig von dem Punkt, dass ich geschäftlich Vertragsverhandlungen als Westler wann immer durchsetzbar (meistens) auf Englisch und mit (eigenem!) Dolmetscher fuehren wuerde, einfach im Sinne der Balance - auch wenn man eigentlich verhandlungssicher ist.
 
 
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Arbeitgeber
22-sep-05
Ein Manager mus managen koennen. Sprache ist dabei oft nicht relevant. Viele Topmanager die in DE arbeiten sprechen kein deutsch, und haben auch kein Interesse es zu lernen. Haben sie einen Nachteil? Nein.

Ist das leben mit der Landessprache besser? Ja.

Kann man die Landessprache lernen wenn man fuer 1-2 gepostet wird? Ja, aber nur rudimentaer. Fuer's Arbeitsleben wird's kaum reichen.


Ich wuerde ein wenig lernen, schon aus Interesse. Aber wer weis wo man in 2 jahren ist? Die Topleute reisen nunmal viel.
 
 
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Kerstin Kaehler
22-sep-05
Frieder,

wie Du weisst, stimme ich Dir zu - nicht immer, aber immer oefter. :) Und besonders bei diesem Thema.

Gut, Chinesisch ist anders als europaeische Sprachen, aber nicht unerlernbar. Und selbst, wenn chinesische Geschaeftspartner hervorragend Englisch, Deutsch oder welche Fremdsprache auch immer sprechen: wenn sonst niemand dabei ist, auf den man sprachliche Ruecksicht nehmen muesste - Kollege aus D auf Geschaeftsreise o.ae. - dann sprechen sie ganz selbstverstaendlich Chinesisch mit mir. Und sind ungemein freundlich, was meine Fehler angeht - es gibt also keinen Grund zur Sorge, man wuerde durch nicht 'perfektes' Chinesisch Unmut hervorrufen.

Das Hauptargument, Chinesisch zu lernen, ist fuer mich auch das 'Gastarbeiterargument', weil ich einfach ohne die Landessprache immer nur bis zu einem gewissen Punkt wirklich am Leben hier teilnehmen kann. Und auch chinesische Freunde bleiben auf einen sehr geringen Kreis von englisch/auslaendischsprachigen Leuten beschraenkt.

Kerstin
 
 
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Philipp
22-sep-05
Ich stimme Kerstin und Frieder zu,

trotzdem kann man von einem Expat nicht von vorn herein erwarten, dass er die Sprache kennt. Wer weiss schon, dass er in 2 Jahren nach Land XX (hier China) geschickt wird?

Wenn man jedoch schon da ist, rennt man selbst mit rudimentaeren Kenntnissen offene Tueren ein. Ich finde Chinesisch gar nicht soo schwierig. Die Grammatik ist einfach. Und es wird einem fast alles verziehen. Wie wird in Deutschland ueber Tuerken deutsch hergezogen? Da hat man es als Auslaender hier richtig einfach.

LG
 
 
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Frieder Demmer
22-sep-05
@Arbeitgeber:

:-)

Der naechste MUSS sein, wenn auch zugegeben provokativ:

Topleute reisen WENIG, Topleute werden sorgfaeltig gepflegt und an ihren Positionen gehalten!

AUA!! - fuehrt zur moderierenden Aufloesung:

Es gibt schlicht Top-Reisende, Top-Starter - die werden dementsprechend auch in diesem Status gehalten.

Und um diesebzueglich noch meinem eigenen "Theoretiker-Status" die Ehre zu geben:

Diese Leute zeichenen sich in der Regel dadurch aus, dass sie faehig sind, selbst bei relativ geringen Vorkenntnissen in einem neuen Umfeld zu operieren Ich pflege sie im Modell als "Pioniere" zu bezeichnen.Typisch fuer Pioniere ist uebrigens, dass sie wenig von "Consultants" halten :-D, ihre Staerke liegt in den Arbeitsfeldern, zu denen es wenig verwertbare Vorerfahrung gibt, Trial and Error. Sie stecken weit mehr "Error" weg als andere, lassen sich nicht schnell verunsichern. In einem hochkonsolidierten Umfeld fuehlen sie sich in der Regel eingeengt und werden ineffektiv, da sie es hassen sich in die zahlreichen bürokratischen Regeln solcher Umfelder einzuarbeiten.

Leider sind nicht alle Expats mit geringen Vorkenntnissen per se Pioniere, tatsaechlich sind echte Pioniere eher selten.

Deshalb bleibt der Spracherwerb fuer die meisten von uns sehr, sehr, sehr wichtig.
 
 
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Arbeitgeber
22-sep-05
In meinem Bekanntenkreis (Corporate Banking, Corporate Lawyer) sind die Leute meisst 1-2 Jahre vor Ort. Von denen die ich kennen spricht keiner (ausser Nihau) brauchbares Mandarin. Alle verdienen mindestens 2mio im Jahr, ohne Bonus.

In dem Top Feld spielen SPrachkenntnisse einfahc keine Rolle, schon aus dem einfachen Grund das die Top 100 Firmen in China kaum Auslaender einstellen.

Ein "Ghosn" kann bestimmt kein japanisch und braucht es im Job auch nicht. Vermutlich wurde er auch nich gefragt ob er es kann, oder je lernen will.

Nun aber mal andersrum, die Auslaender die ich kennengelernt hab die sehr gut Mandarin sprechen sind of ungeeignet im Business.

Businessfaehigkeiten und Sprache kommen eben nicht oft zusammen.
 
 
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yanzhongde
22-sep-05
Wie so oft ist die Wirklichkeit vielfältig. Natürlich gibt es Nischen, in denen man ohne Kenntnis der Landessprache ein hohes Einkommen erzielen kann. Diesen Leuten ist dann ein Merkmal (z.B. Corporate Lawyer) gemeinsam und es ist zu befürchtet, daß dieser Personenkreis nicht über den eigenen Tellerrand zu schauen vermag. Bei einem derartigen Personenkreis ist dann auch egal, wo er sich befindet. Dies ist jedoch die Ausnahme.
Die meisten Ausländer in China bewegen sich in Märkten, wo kundenseits nur chinesisch kommuniziert wird. Und gerade gute Manager betrachten ihre Sprache als ihr Werkzeug, mit dem sie Einfluß nehmen. Mit Kunden argumentieren, Mitarbeiter führen und kontrollieren, Verträge aushandeln oder neu verhandeln. Wer seinen Markt in China sieht, der wird auf das Werkzeug Sprache nicht verzichten wollen.
Ohne Sprache lassen sich keine langfristigen Kundenbeziehungen aufbauen und wenn eine Firma schon nach 1-3 Jahren seine Leute rotieren läßt, dann werden sie niemals die Möglichkeiten ausschöpfen, die bei einem langfristigen Engagement möglich wären. Dann scheitert eine Firma und bei der Fehlersuche zeigen dann alle auf die weltweite Konjunktur. Gerade große Projekte brauchen zuweilen Jahre der Vorbereitung und alle Projektbeteiligten sollten sich gut kennen, um den immer wieder auftretenden Sand aus dem Getriebe zu nehmen.
Es ist erschreckend wie wenig Deutsche gut Chinesisch sprechen, denn was wäre für deutsche Unternehmen alles möglich, wenn man für China qualifizierte Leute hätte, die wissen, wie man Geschäfte macht und die wissen, wie man in China Geschäfte macht. Was verlieren wir nicht alles durch diese Nachlässigkeit an die Japaner.
Chinesen behandeln Ausländer häufig sehr viel höflicher als ihre eigenen Landsleute. Deutsche haben in China eine gute Reputation. Wenn dieser Ausländer dann auch noch ein paar Worte zu sagen vermag, dann gewinnt er umso schneller die Herzen.
YZD
 
 
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Arbeitgeber
22-sep-05
>Was verlieren wir nicht alles durch diese Nachlässigkeit an die Japaner.

Ich durchschnittliche Deutsche wird in Sachen Fremdsprachen wohl immer noch viel besser dastehen als der durchschnittliche Japaner. Franzose oder Ami.
 
 
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Godfather
22-sep-05
Nun ja,

es stellt sich die Frage ob hier die durchschnittlichen Schichten miteinander konkurrieren, oder nicht doch die Eliten:-P

Zaijian
Godfather
 
 
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Arbeitgeber
22-sep-05
Godfather
Die normalen Menschen, KFZ Mechaniker, Friseusen, Kassiererinnen, Tankwarte haben wohl wenig Chancen in China einen Job zu finden.

Der Vergleich zu Gastarbeiter in Deutschland ist etwas unpassend. Der Gastarbeiter kam als solcher und blieb dann. Ich frage mich wieviele Expats langfristig in China bleiben, auch nachdem sie im Ruhestand sind.
 
 
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Saiber
22-sep-05
"Ich frage mich wieviele Expats langfristig in China bleiben, auch nachdem sie im Ruhestand sind"

Was fuer Vorteile bringen Expats businessmaessig (fuer sich und der Firma) noch wenn sie im Ruhestand sind? Vielleicht privatmaessig oder der Pensionaer will sich selbstaendig machen mit Ziel China.

Hier gehts mal darum, dass die erlernte Sprache nutzvoll im Beruf eingesetzt werden kann und da sind die Japaner (Topmanager) den Deutschen weit ueberlegen und voraus. Auch durch den Vorteil, dass sie schon fast die Haelfte der Chinesischen Schrift von sich aus bereits kennen.
 
 
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Frieder Demmer
22-sep-05
@Arbeitgeber:

Was Du da jetzt aufmachst, hat mit Management weniger zu tun, sondern ist das Spezialisten-Fass.

Weder der Lawyer, noch der Corporate-Banker sind in diesem Sinne Manager, sondern hochspezialisierte Dienstleister: Anderes Spiel! Die werden fuer ihre herausragenden Spezialkenntnisse bezahlt, die in der Regel andere anschliessend lokal umsetzen.

Fuer eine Firma ist dieser Prozess als generelle Managementlinie auf Dauer zu traege.

Manager mit Sprachkenntnissen sind bei der Entfaltung ihrer Fähigkeiten daher vor Ort einfach wesentlich effizienter. Die ploetzliche "Sprachlosigkeit" gehoert umgekehrt zu den am tiefsten treffenden Erfahrungen talentierter Führungskraefte, die nach China kommen.

Voellig richtig ist jedoch: NUR Sprachkenntnisse reichen NICHT - man wuerde ja auch in Deutschland bei der Ausschreibung einer Geschaeftsfuehrung nicht als erstes an Germanisten denken ;-).
 
 
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duxx
22-sep-05
Sprachkenntnisse sind sehr wichtig, da:

1. das Alltagsleben dadurch viel einfacher wird und man dadurch
weniger gestresst und weniger verärgert ist

2. Es einen guten Eindruck bei den Chinesen hinterlässt und dadurch positives Licht auf die Expats zurückfällt.

3. Man bei geschäftlichen Sachen den Mitarbeitern bzw. Partnern zeigen kann, dass nicht nur das Geld eine Rolle spielt sondern auch die Kultur (auch wenn manchmal nur das Geld eine Rolle spielt;-))

4. Man bei Geschäftsgesprächen einiges versteht und die Partner sich hüten werden miteinander direkt über jemanden oder den Deal zu sprechen (es sei denn sie wissen nicht dass man chinesisch kann ;-))

5. Es der Anpassung an die fremde Kultur dient (auch wenn die hier in Shanghai nicht ganz so viele Anpassungen an die chinesische Kultur gemacht werden müssen, da westliche Subkultur besteht)

6. Es abgesehen von Shanghai, ziemlich viele andere Stellen in China gibt, an denen man Chinesisch sprechen muss um einigermaßen überleben zu können.

7. Weil das nicht sprechen der Sprache (oder nicht einmal versuchen zu sprechen) sehr arrogant aufgefasst werden kann (ist bei Amis oder Engländern weiter ausgebreitet als bei den Deutschen, da diese denken die ganze Welt muss englisch reden)

PS
@Arbeitgeber: zwei meiner besten Freunde in Shanghai sind Friseurinnen aus Deutschland ;-)
 
 
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geld
22-sep-05
@arbeitsgeber

ich kenne einige deutsche,die sich als facharbeiter in china selbst-
staendig gemacht haben .

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sprachkenntnisse hin oder her.....

jeder muss es fuer sich selber halten wie ein dachdecker.

man kann ganz gut mit englisch auskommen,denn sehr viele chinesen
sprechen englisch.

nur wenn man wirklich abtauchen will ins private oder geschaeftliche
oder chinesische freundschaften schliessen moechte , dann ist es sehr
von vorteil wenn die chinesen erkennen er/sie moechte chinesisch lernen.

ich habe begonnen aus den gruenden um hier fuss zu fassen geschaefte
zu machen und um mich mit mit meinen zukuenftigen schwiegereltern
und freunden unterhalten zu koennen.

staendig nur die gleichen saetze in chinesisch zu stammeln die man
in allen buechern lesen kann,also nee .
 
 
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Arbeitsgeber
22-sep-05
>ich kenne einige deutsche,die sich als facharbeiter in china selbst-
staendig gemacht haben .

Da waeren Spachkenntnisse bestimmt hilfreich. Ich kenne aber auch Deutsche die seit 25 Jahren hier sind, selbststaendig sind, und knapp 10 Worte sprechen koennen. Man muss dann halt gute Leute haben.
 
 
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Frieder Demmer
22-sep-05
"Ich kenne aber auch Deutsche die seit 25 Jahren hier sind, selbststaendig sind, und knapp 10 Worte sprechen koennen."

Wie erwaehnt - es ist moeglich, aber nicht die Regel.

Wer vor 25 Jahren den Drive und den Mut hatte nach China zu gehen und sich dann auch noch gehalten hat, waere vermutlich auch als Taubstummer weit gekommen ;-).
 
 
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maidlord
22-sep-05
Man(n) kann nicht jede Sprache auf dieser Welt lernen. Ich habe in 5 Lanedern gelebt mit 4 verschiedenen Sparachen. Wenn man sich dabei auf dem oberen Gesellschaftslevel der jeweiligen Laender bewegt kommt man ueberall mit Englisch bestens zurecht. Fuer mich ist es eine grosse Zeitverschwendung eine Sprache nur rudimentaer zu lernen; wenn, dann muss man sie auch beherrschen, sonst macht es keinen Spass zu sprechen. Ich habe mir das so organisiert, dass maid und Fahrer etwas Englisch gelernt haben und ansonsten habe ich eine sehr gute Sekretaerin und ein paar chinesische Uni Absolventen die fuer mich arbeiten und haeufig auch uebersetzen. Das geht doch wunderbar und ist immer noch besser als 3-5 Jahre lang jedes Wochenende zu verplempern und gebrochen reden.

Auf der anderen Seite, wenn ich hier in China haengen geblieben waere, ohne Aussicht auf einen vernuenftigen Job anderswo und wenn es mir finanziell schwerfallen wuerde regelmaessig im 5*Hotel zu essen, wo jede Bedienung Englisch spricht, dann wuerde ich auch Chinesich lernen, um wenigstens auf irgendwas stolz sein zu koennen.

Zaijian
 
 
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Frieder Demmer
22-sep-05
"Auf der anderen Seite, wenn ich hier in China haengen geblieben waere, ohne Aussicht auf einen vernuenftigen Job anderswo und wenn es mir finanziell schwerfallen wuerde regelmaessig im 5*Hotel zu essen, wo jede Bedienung Englisch spricht, dann wuerde ich auch Chinesich lernen, um wenigstens auf irgendwas stolz sein zu koennen."

Nach 5 Laendern mit 4 Sprachen in denen Du Dir Ruecklagen aufgebaut hast goenne ich Dir diesen kleinen Ausflug in die koloniale Aristokratieattituede natuerlich von Herzen, was aber sollen wir armen Anfaenger nun daraus lernen:

1.) Im Durchschnitt sprechen letztlich doch 4/5 aller hochrangigen Expats die Landessprache?

2.) Wer wenn er klein ist fleissig Sprachen lernt, darf später im Hilton essen?

oder doch eher

3.) Uebermaessiger Sprachkonsum foerdert die Altersträgheit?

In gespannter Erwartung :-)
 
 
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maidlord
23-sep-05
Frieder,

"Nach 5 Laendern mit 4 Sprachen in denen Du Dir Ruecklagen aufgebaut hast goenne ich Dir diesen kleinen Ausflug in die koloniale Aristokratieattituede natuerlich von Herzen, was aber sollen wir armen Anfaenger nun daraus lernen:

1.) Im Durchschnitt sprechen letztlich doch 4/5 aller hochrangigen Expats die Landessprache?

2.) Wer wenn er klein ist fleissig Sprachen lernt, darf später im Hilton essen?

oder doch eher

3.) Uebermaessiger Sprachkonsum foerdert die Altersträgheit?

In gespannter Erwartung :-)"

Erst mal solltest Du lernen, das Qualitaet von Postings vor Quantitaet gehen sollte, auch wenn Du momentan offenbar nicht ausgelastet bist und Dich mal wieder ins Gespraech bringen moechtest :)

Dann solltest Du lernen, dass man nicht von seinen Ruecklagen den lunch im Hilton bezahlt, sondern Konsum besser aus laufenden Einnahmen bestreitet, sonst kommst Du nie auf einen gruenen Zweig. Aber troeste Dich, Hans Eichel kann sogar im Hilton essen ohne Ruecklagen und ohne laufende Einnahmen. Der laesst einfach meine Enkel spaeter blechen.

Und wenn Du noch lernen wuerdest richtig zu lesen, dann muesstest Du jetzt nicht total verspannt warten sondern haettest Du aus meinem Post lernen koennen, dass ich nicht dazu rate jede Sprache zu lernen sondern seine Zeit besser darauf zu verwenden sich andere Faehigkeiten anzueignen. Sprache ist nur eine Kommunikationstechnik, die man relativ billig einkaufen kann. Einen vernuenftigen Uebersetzer kann ich in China fuer EUR60-200 pro Kalendertag bekommen, fuer einen guten Management Berater in Shanghai hingegen zahle ich EUR300-EUR800 pro Stunde.
 
 
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maidlord
23-sep-05
@yzd

"Die meisten Ausländer in China bewegen sich in Märkten, wo kundenseits nur chinesisch kommuniziert wird. Und gerade gute Manager betrachten ihre Sprache als ihr Werkzeug, mit dem sie Einfluß nehmen. Mit Kunden argumentieren,"

Da muss ich nach der Demmer Schelte ihm auch mal zustimmen. Nur weil sich der anglophile Handelsvertreter (fuer das Jungvolk, das diesen Begriff nicht mehr kennt, man sagte frueher auch Klinkenputzer oder Drueckerkolonne) heute "key account manager" nennt hat auch das leider nichts mit management im klassischen BWL sinne gemein. Natuerlich sollten Vertriebsleute hier besser Chinesisch sprechen. Heisst aber nicht das (echte) Manager die Landessprache sprechen muessen.
 
 
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(thread closed)

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