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aw: Sprachkenntnis   guter beitrag schlechter beitrag
Hihihi
23-sep-05
Ich kann bei den Betraegen nur schmunzeln. Die These das man unbedingt Sprachkenntnis haben muss kommt meisst von frustrierten Auslaendern die chinesisch sprechen und trotzdem keinen lukrativen Job landen koennen und sich dann mit lauwarm bezahlten Chinesenjobs zufrieden geben oder sich zur Verbesserung der Sprachkenntnis billig ausnutzen lassen.

Wen wuerdet ihr denn einstellen:

A. Jemand der Mandarin kann, sonst aber 2 linke Haende hat und den Job nicht machen kann.
B. Jemand mit dem man nur via Uebersetzer reden kann, der aber den Job macht.

Tja Leute, 3 Jahre Mandarin gepaukt und nun als Tageloehner arbeiten ist schon hart und frustrierend wenn man dann alle die hochbezahlten Expats sieht die kein Wort koennen.
 
 
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Hanghzou
23-sep-05
@hihi: Das hier ist eine ernsthafte Diskussion und mit deinen unqualifizierten Beitraegen kannst du dich gerne zurueckhalten.

Ich verstehe im Gegenzug nicht die Logik, dass wenn man Mandarin kann, man nur Scheiss-jobs bekommt. Sowas ist lediglich eine Zusatzqualifikation, wie sich das Negativ auf dein Gehalt auswirken kann ist mir nicht klar. Mir ist es wurscht ob jemand weiss oder denkt ich koenne Chinesisch, aber wenn man so mitkriegt was manche Geschaeftskollegen so ueber einen erzaehlen in einem Meeting, dann vermute ich mal, dass sich die ganzen so tollen Expats ohne Mandarin mal so richtig ueber den Tisch haben ziehen lassen.

Ausserdem bedeutet es in Grosskonzernen nicht immer, dass die Besten am meisten verdienen, sondern das viele Befoerdungen politsch motiviert sind (oder weil man den oder den kennt). Abgesehen davon, wenn ich mir die Leistungen einiger Dax Firmen angucke und die Gehaelter ihrer Manager, frage ich mich echt wofuer die das Geld kriegen.

Und, nein ich bin nicht einer der uebergangenen, demotiverten Manager, die fuer ein paar tausend Euro arbeiten, nur um in China sein zu koennen.
 
 
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Kerstin Kaehler
23-sep-05
Die Annahme, dass wer Chinesisch kann, sonst nix drauf hat, finde ich wirklich erstaunlich. Wieso sollte das eine logisch aus dem anderen folgen?
Ist die Vorstellung eines kompetenten Managers, unter dessen Zusatzqualifikationen sich auch die Beherrschung der chinesischen Sprache befindet, denn wirklich fuer manche Leute so abwegig?

Kerstin
 
 
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kleiner Prinz
23-sep-05
...jo. Moechte Kerstins und Hangzhous Zielrichtung auch gerne (meinem kolportiertem Klischee entsprechend) sogar noch ?ne Tick pointierter formulieren:

Wer die Sprache nicht drauf hat, kann sicher (vielleicht im ersten Hieb sogar besser) nicht nur durchkommen, sondern sogar seine Geschaefte schneller und effizienter abschliessen. Dann laeuft man bis zum ersten claim recht effizient (in jeder Hinsicht). Und das allen Konditionen ("mei wenti") unter dem selbstbewussten und bestimmenden Ton der Manager erstmal zugestimmt wird, sollte bekannt sein.

Spaetestens wenn's zu Komplikationen im Ablauf kommt, reicht's eben oft nicht weiter Druck zu machen. Da haben sich halt vorab ignorierte und ueberspielte Differenzen kumuliert. Dann hat man den Salat. Lieber viele kleine Probleme vorab bemerken (!) und angehen, als ein dickes Ding zum Schluss. Und immer wieder neu zu sourcen und neu aufzubauen kann der Weisheit letzter Schluss onnich sein. Dann hakt auch die Effizenz...

Ich behaupte, das bei langfristig belastbaren Geschaeftsbeziehungen die Beherrschung von Chinesisch als auserordentlich fruchtbar und hilfreich entpuppt. Die Sprache ist der Schluessel zu Kultur und Psyche des Geschaeftspartners. Wer's nicht glaubt, prueft sich mal selbst (selbst wenn man nur ein paar Brocken Chinesisch beherrscht?) wie der erste Eindruck eines Chinesen gegenueber ausfaellt, der einen mit "hei xitela" begruesst im Glauben so eine vertraute (sprich: "er weiss um D. und hat internationale Erfahrung?") Atmosphaere herzustellen.
 
 
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Hihihi
23-sep-05
>Die Annahme, dass wer Chinesisch kann, sonst nix drauf hat, finde ich wirklich erstaunlich. Wieso sollte das eine logisch aus dem anderen folgen?

Die Annahme ist, dass die die Wenigen die was in der Birne haben zusaetzlich noch Chinesisch koennen eher klein ist. Das ist doch logisch, oder?

Wenn ich nun einen Spezialisten Suche, sagen wir mal einen ISO9000 Implementierer, dann ist mein Pool von Kandidaten schon sehr klein. Wenn ich dann noch Chinesisch dazulege geht es gegen Zero.

kleiner Prinz
Nach deiner Auslegung gibt es dann ja mit Chinesisch gar keine Probleme und Chinesen untereinander haben dann also nie Probleme.

Lernt es, glaubt aber nicht dass es euch im Bizz viel weiterbringt. Und fuer's gemeine "Fussvolk" ist es netuerlich gut wenn man mal alleine in China reisen kann ohne das jemand einen an die Hand nehmen muss. Je niedriger die Position desto wichtiger wird die Sprache.
 
 
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kleiner Prinz
23-sep-05
@Hihi

...ich staune:
WAS ist daran logisch ? Die 3 Jahre intensiv in ein ?key skill? investiert schliesst hoehere Intelligenz aus ? Die Holzschnitzer wieder mal am Werk? :--(
Schonmal von Wirtschaftssinologie als interdiziplinaere und doch spezialisierte Form der Ausbildung gehoert ? Gibt?s schon ?nen paar Jahre, kenne Deinen Jahrgang ja nicht? ;--)

?Wenn ich nun einen Spezialisten Suche, sagen wir mal einen ISO9000 Implementierer, dann ist mein Pool von Kandidaten schon sehr klein. Wenn ich dann noch Chinesisch dazulege geht es gegen Zero.?

Stimmt sicher. Daher muessen wir hier auch immer schoen differenzieren. Ein Spezialist ist in dem Sinne dann ja auch ein Uebersetzer. Aber so ist?s ja mit dem outsourcing (auch eigener Faehigkeiten): Oft sind letzte Entscheidungen Bauchsache und dann verlasse ich mich eher auf den eigenen?

Und ob es Probleme gibt ! Jede Menge sogar. Kann auch von Verfuehrung zu geteilten Loyalitaeten berichten (beideseitige Einnahmeversuche). Auch Chinesen haben untereinander Probleme, aber typ. kulturspezifische Dinge eben nicht in dem Ausmass. Himmel, wie oft habe ich hier in chin. Firma claims auffen Tisch, die weniger in der Sache, als auf ganz typ. kulturellem Unverstaendniss/Missverstaendnissen beruhen ! Koennten mehr Auslaender hier Chinesisch (und noch mehr Chinesen gutes Englisch mit kult. Hintergrund) waere ich glatt ueberfluessig?

?Je niedriger die Position desto wichtiger wird die Sprache.?
...nanana ! Moechte vor einfachen Formeln warnen. Jeder Chinese ist ein ?kleiner Kaiser?. Ohne Sprache kann ich garnicht in die Produktion runtergehen und ein anreizbasiertes neues Lohnsystem verkaufen, ohne das die Alteingesessenen 5 Minuten nach meinem Weggang kopfschuettelnd weitermachen wie bisher. Gut, die hartnaeckigsten Kopfschuettler kicke ich, aber (huch !) das waren gerade dann diejenigen, die noch am meisten Erfahrung mitbrachten. Die habe ich wohl leider nicht da beruehrt wo?s wirkt: Im Portemonaire UND im Herz.
 
 
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Saiber
23-sep-05
@hihihi

Ich glaube kaum dass irgendjemand in der Personalabteilung einen Metzger oder eine Krankenschwester fuer Sales einstellt nur weil er/sie wunderbar chinesisch kann. Auch ich bekomme Anfragen aus Deutschland die sich um einen Job bewerben wollen und dabei fliessend Chinesisch und Deutsch koennen (die meisten sind Overseas-Chinese). Leider sortiere ich ueber 90% von denen aus da sie fachspezifisch nicht qualifiziert sind.

"wir mal einen ISO9000 Implementierer, dann ist mein Pool von Kandidaten schon sehr klein. Wenn ich dann noch Chinesisch dazulege geht es gegen Zero."

Grund genug diesen Pool doch etwas zu vergroessern oder nicht?
Oder mal ne andere Frage. Du hast zwei ISO9000 Implementierer zur Auswahl. Einer kann dabei noch Chinesisch der andere aber nicht. Wen stellst du ein?

Wie Hangzhou schon sagte, es waere eine Zusatzqualifikation die jeweilige Landesprache auch noch zu beherschen in dem man Arbeitet und geschaeftlich allemal ein Vorteil. Jeder der einen Uebersetzer einstellt weiss um die Schwierigkeiten und die Nachteile solcher Einsaetze. Habt ihr schon mal ueber einen vom Dolmetscher uebersetzten Witz gelacht?

Ein weitere schon angesprochener Punkt waere da noch die Konkurrenz. Der z.B. japanische Manager spielt mit dem Chinesischen Kunden Golf und unterhaelt sich fliessend in seiner Sprache. Ihr muesst immer einen Dolmetscher im Schlepptau haben.

"Lernt es, glaubt aber nicht dass es euch im Bizz viel weiterbringt. Und fuer's gemeine "Fussvolk" ist es netuerlich gut wenn man mal alleine in China reisen kann ohne das jemand einen an die Hand nehmen muss."

Und ich dachte Sprachen sind sehr wichtig im "Bizz". Mal eine Frage. Kannst du Englisch? Wenn ja, wieso hast du Englisch gelernt oder warum benutzt du die Sprache Englisch in Verhandlungen? Du kannst ja auch auf Deutsch deine Geschaefte machen (nicht nur auf China beschraenkt).
 
 
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Frieder Demmer
23-sep-05
@maidlord
wau, ich hab ja erstmalig den Eindruck, dass wir uns verstehen :-)

Ansonsten:

Wenn ich irgendetwas liebe, dass ist das, wenn ein Laowai-Manager der KEIN Chinesisch spricht mit einem Laowai-Managementberater, der ebenfalls KEIN Chinesisch spricht, fuer 800Eur/h darueber diskutieren, was man im Management wohl besser machen koennte, und die Ergebnisse dann von Dolmetschern fuer 8 Eur/h implementieren lassen... .

Ich haette da ne Ahnung bezueglich eines Prioritaetenproblem - und die waere gratis (Kenner des Forums ahnen an dieser Stelle, dass ich die Leitung eines DAX-Unternehmens fuer weniger als 10 Mio Euro akzeptieren wuerde, faktisch aber doch nicht).
 
 
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Hangzhou
23-sep-05
@Frieder Demmer

Genau das ist der Punkt, letztendlich verhandelt der Dolmetscher naemlich und nicht die Manager. Die Manager sagen nur grob die Richtung vor. Wie es aber ihr Dolmetscher rueber bringt, wissen sie nicht. Wuerden sie mal ein bisschen Chinesisch lernen (was bei dem hohen Intelliqenzquotienten ja nicht so schwierig sein koennte), haetten sie schon eine Menge verbessert, z.B. angefangen ihr eigens Potenzial zu nutzen.
 
 
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Hihihi
23-sep-05
>Oder mal ne andere Frage. Du hast zwei ISO9000 Implementierer zur Auswahl. Einer kann dabei noch Chinesisch der andere aber nicht. Wen stellst du ein?

Bei absolute gleichen Kentnissen natuerlich den der chinesisch kann.

Diesen Konstellation wird es aber im richtigen Leben kaum geben.
 
 
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Kerstin Kaehler
23-sep-05
Lernt es, glaubt aber nicht dass es euch im Bizz viel weiterbringt.

@Hihihi: das brauche ich gar nicht zu glauben - das hat sich bei mir inzwischen empirisch bestaetigt, dass mich Chinesisch definitiv sehr viel weitergebracht hat, als meine wirtschaftlichen und managementtechnischen Faehigkeiten alleine. Die Mischung macht's halt. :)

Kerstin
 
 
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Hihihi
23-sep-05
>Die Mischung macht's halt. :)

DAS ist genau DER Punkt! Kein Mandarin und Kentnisse ist immer besser als Mandarin und sonst nichts drauf.
 
 
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kleiner Prinz
23-sep-05
...lach !

was zusammengehoert... waechst auch irgendwann zusammen, sogar hier !

Mandarin on top, aber nich' solange machen, da sonst die Managementkenntnisse leiden. Oder idealerweise schon in der Praxis kombiniert, damit's schoen verschmilzt.

Mandarin in der Schule soll's ja auch schon geben (lt. chat) und die echten Kulturmischlinge hauen uns allesamt noch inne Pfanne...
 
 
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Kerstin Kaehler
23-sep-05
@Hihihi:

"...ist immer besser als Mandarin und sonst nichts drauf."

Selbstredend. Frieder und auch sonst keiner von uns 'Chinesisch-Befuerwortern' hat aber auch nirgendwo in seinem Eingangsposting oder sonst, behauptet, dass es ALLEINE die Chinesischkenntnisse waeren, auf die es ankommt. Um diese Frage ging es nie...

Kerstin
 
 
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