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Auslaendische Firmen sollen sich Anpassen?   guter beitrag schlechter beitrag
Saiber
02-sep-04
Vor einiger Zeit Woche traf ich meine ehemalige japanische Studienkollegin wieder, die mittlereweile in Shenzhen in einer japanischen Firma arbeitet.
Sie erzaehlte mir, das dort auch viele Chinesen angestellt sind und auch viele Chinesen sich bei der Firma um eine Arbeitsstelle bemuehen. Nun der Personalleiter, der die Bewerber aussucht, ist auch Chinese und nimmt von den Bewerber Geldgeschenke (rote Geldtuetchen) an.
Das verstehe ich nun voellig nicht und dass das vom Vorstand auch noch geduldet wird ist mir ein Raetsel. Dass es in chinesischen Firmen so zugeht und gang und gaebe ist, ist bekannt. Aber das ist eine japanische Firma.
Meine Studienkollegin erklaerte es so. Die Firma ist in China, und Korruption gehoert zur chinesischen Tradition und man sollte sich da nicht einmischen. Sprich eine reine chinesische Angelegenheit und deshalb anpassen.
Also ich wuerde so ein Vorgehen in meiner Firma nicht dulden, schon erst gar nicht, wenn es eine auslaendische ist. Denn ich wuerde Angestellte nach ihren Faehigkeiten aussuchen und nicht nach dem wie dick die "Roten Tueten" sind oder wie eng die Beziehung ist, die der zukuenftige Angestellte hat.
Ich stimme zu, dass man auf die chinesische Mentalitaet und Tradition Ruecksicht nehmen muss und der Gegebenheiten anpassen sollte aber Korruption foerdern sollte nicht dazu gehoeren. Wenn eine Tradition in China abgeschafft werden soll oder nicht geduldet werden darf, dann sicherlich die Bestechung. Auch ich finde es nicht besonders nett, wenn sich einer in Namen meiner Firma sich selbst bereichert.
Wie siehts bei euch aus? Wuerdet ihr sowas in euerer Firma dulden zwecks Anpassung oder hegt ihr auch einen Greuel und geht dagegen vor?

Gruss
 
 
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Manager
02-sep-04
Bestechlichkeit wird nicht geduldet. Das Einschleusen der gesamten Sippe auch nicht.

Ich weis aber nicht ob dein 'Fall' tatsaechlich wahr ist. Ich hab auch viele, wirklich viele, Chinesen interviewed und hab nie zweifelhafte Angebote bekommen. Kein Geld, kein Sex.

Einziges Problem ist, dass in den Unterlagen gelogen wird bis der Bleistift kotzt. Da waren leute Englischlehrer und konnten knapp 'Hello' sagen (hat ihn ja keiner gesagt das dass Interwiew auf Englisch ist). Ein VB Programmierer hatte nicht die geringste Ahnung von VB.

Nein, man muss sich nicht anpassen, ganz im Gegenteil, man muss das Gute aus dem Westen mit dem Guten in China kombinieren und alles schlechte ueber Bord schmeissen.
 
 
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Saiber
02-sep-04
Hallo Manager,

Mein geschilderter Fall ist wahr. So wurde es mir jedenfalls erzaehlt und ganz unglaubwuerdig finde ich das nicht, da bekannt ist wie es auf dem chinesischen Arbeitsmarkt so zugeht.
Dass du nie zweifelhafte Angebote bekommen hast wird wohl daran gelegen haben, dass du, mal vermutet, nicht chinesisch oder asiatisch aussiehst. Geschenke (Geld, Packung teuere Zigaretten, teuere Medizin) bei Vorstellungsgespraeche, sind in China eine Normalitaet, da kommen auch oft die Eltern aus der Heimat zugeflogen und wollen am Vorstellungsgespraech teilnehmen. Sie sehen das als ihre Pflicht an ihren Kindern bei der Jobsuche zu helfen, egal wie die Hilfe aussieht.
Als meine Verlobte sich um einen Job bei einem Sender bewerben wollte, wollten ihre Eltern auch sofort herfliegen und mit dem Senderleiter reden. Haben wir aber abgelehnt und war auch nicht noetig. Hat die Stelle auch so bekommen.
In China ist das in der Form weitverbreitet. Eine Stelle als Lehrer bei einer Schule, was in China als einen attraktiven Job auf Leben angesehen wird, bekommst du auch nur, wenn du vorher den Abteilungsleiter besucht hast und am besten auch gute Geschenke mitgebracht hast.
In chinesischen Firmen mag man das ja akzeptieren, weil sie es nicht anders kennen oder kennen wollen, aber in auslaendischen Firmen, sollte man schon dagegen vorgehen. Hoffe natuerlich auch, dass irgendwann man auch in chinesischen Institutionen dagegen konsequent vorgeht.

Gruss
 
 
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Manager
02-sep-04
Ich hab nie die eltern von Bewerbern gesehen. Ich erinner mich aber drann das wir teilweise 100te von Applications hatten.

Vielleicht haben ja meine Leute vorher alle Geschenke abgefangen?

Aber egal. Vielleicht gibt es Firmen die es wie beschrieben machen. Ich bin in gewisser Hinsicht ja auch bestechlich, wenn ich Kompetenz sehe dann kann ich nicht widerstehen.
 
 
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BelaBee
02-sep-04
Ein Unternehmen funktioniert nach dem Leistungsprinzip. Wer etwas leistet, der sollte auch dafür belohnt werden. Es innerhalb der eigenen Struktur zuzulassen, kostet dich schnell Kopf, Kragen und den entscheidenden Einfluß. Wenn die Japaner meinen, sie würden so gute Leute bekommen – gut. Ich bezweifle es. Ich denke, die warten erst mal ab, wie es sich entwickelt. Wenn dann keine Erfolge erzielt werden, wird halt knallhart zugeschlagen. Ich habe nicht den Eindruck, daß sich Japaner so stark mit der chinesischen Kultur auseinandersetzen und die moralischen Fragen wälzen, die bei uns manchmal Thema sind. Geht wohl eher nach dem Motto: Pack schlägt sich, Pack verträgt sich. Solange das Geld stimmt, ist alles in Ordnung. Gibt da böse Beispiele von japanischen Firmen in der Provinz. Da würde ich lieber in den englischen Bergwerken des 19.Jhd. arbeiten.
Das hat in diesem Fall auch weniger mit chinesisch, deutsch oder japanisch zu tun, sondern schlichtweg mit einem maroden System. Und wenn du das zuläßt, dann steht dein Häusschen auf verfaultem Fundament.
Hier geht es auch wohl kaum darum, so etwas im Rahmen eines interkulturellen Managements hinzunehmen. Habe ein ähnliches Thema in einem anderen Thread angesprochen, der aber vor sich hindümpelt. Interkulturelles Management bedeutet aus meiner Sicht, daß beide Seiten einen Schritt aufeinander zu machen. Für jemanden, der unter den Fittichen seines Arbeitgebers andere Leute ausbeutet, sollte in einem deutschen Unternehmen kein Platz sein. Vielmehr mußt du sehen, wie du an die faulen Eier herankommst. Die Frage wird eigentlich erst interessant, wenn es darum geht, einen Auftrag zu bekommen oder die eine oder andere Genehmigung mit ein bißchen Unterstützung zu beschleunigen.

@ Manager
Stimme ich absolut zu. Ich habe den Eindruck, daß solche Angebote auch nur gemacht werden, wenn die Leute sich entsprechend über den Gegenüber informiert haben und einen Dritten als Vermittler hinzuziehen können.
 
 
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Saiber
02-sep-04
Nun ja, kommt auch darauf an. Und verallgemeinern kann man meine Aussage auch nicht. Nur das es oft so zugeht kann man auch nicht verneinen. Auch schon oft mitbekommen oder von Betroffenen gehoert. Bisher kannte ich es auch nur aus chinsesichen Firmen oder Institutionen (staatlich oder auch nicht). Nur dass es auch bei auslaendische Firmen vorkommt hat mich das schon irritiert. Meine ehemalige Studienkollegin ist im Management taetig. Also ihre Aussage wuerde ich als Tatsache hinnehmen. Das es in deiner Firma nicht so zugeht finde ich als lobenswert und beispielhaft. Muss jetzt aber zum Mittagessen. Wenns ums Essen geht, bin ich auch bestechlich.

Gruss
 
 
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Frieder Demmer
02-sep-04
Meine persoenliche Erfahrung ist, dass die Japaner sich mit am wenigsten anpassen - aber sher gut wissen asiatische Spiele zu spielen.

Schlecht gefuehrte Unternehmen (wieauf dne ersten Blick eben das Genannte) gibt es ueberall. Aber man kennt nicht die ganze Geschichte: Kommt sie von einem Abgelehnten, oder jemand der selbst auf die Personalleitung schielt (in diesem Fall waere die Streuung von Geruechten auch ein Teil des Spiels).

Leistung kann im Uebrigen auf sehr unterschiedlichen Wegen erreicht werden, dass diese in China teilweise anders aussehen, heisst noch lange nicht, dass die entsprechenden Unternehmen nicht leistuungsorientiert waeren.
 
 
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BelaBee
02-sep-04
@frieder
Bestechung ist in dem Sinne jedoch keine Leistung - und um die geht es ja hier. Wenn jemand auf dem chinesischem Wege zum Ziel kommt - dann ist das ja gut. Ich bin aber nicht der Auffassung, das "korrupt" als Synonym für "chinesisch" durchgeht. So etwas kann nicht durch die unterschiedliche Kultur erklärt und schöngeredet werden.
 
 
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Manager
02-sep-04
Korruption ist mit Sicherheit nicht typisch chinesisch. Da gibt's sogar noch schlimmere Laender.
 
 
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Frieder Demmer
02-sep-04
@BelaBee:
"So etwas kann nicht durch die unterschiedliche Kultur erklärt und schöngeredet werden."

Nebenleistungen sind Teil diverser Geschaeftskulturen - und hier Kreuzritterhaft die (vermeintlich cleane) Leistungsorientierung unserer Geschaeftskultur hochzuhalten, hinterlaesst an all diesen Orten in aller Regel nur wenig Eindruck. Aus einem Land kommend, in dem man schon ab Facharbeiter-Level und sowieso auf Beamtenebene in aller Regel ziemlich solide versorgt ist - und echte soziale Abstuerze bislang noch absolute Ausnahmefaelle sind - schimpft sich leicht ueber "Korruption".

Ich will nichts schoenreden, ich denke nur, dass dieses Aufregen nichts hilft:

Du kannst es ja anders machen. Du kannst Deine Leute so zahlen, dass der Erhalt ihrer Stelle ihnen wichtiger ist, als ein kurzfristiges Zubrot. Du kannst Firmen/Behoerden, die korrupt agieren als Partner, Kunden und Zulieferer ignorieren - oder eben nicht und schon partizipierst Du indirekt. Ich mag einfach den mahnenden "das machen die boesen Chinesen"-Finger nicht. In dem Boot sitzt (fast!) jeder der in China Geschaefte macht im Kleinen oder Großen, im Guten wie im Boesen drin.

Voll zustimmen kann ich, dass es erstrebenswert ist, entsprechende Praktiken zu reduzieren - das wuerde aber wohl auch jeder Chinese unterschreiben.
 
 
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Manager
02-sep-04
>Du kannst Deine Leute so zahlen, dass der Erhalt ihrer Stelle ihnen wichtiger ist, als ein kurzfristiges Zubrot.

Das ist Unsinn. Wer korrupt ist ist korrupt. Das hat nichts mit Gehalt zu tun. Die koennen 1 mio im Monat verdienen, wenn sie korrupt sind dann nehmen die trotzdem noch ein Taschengeld dazu.

Das ist ein Irrglaube wenn man meint das eine gute Bezahlung gegen Korruption schuetzt. Ganz im Gegenteil, oft sind die an der Spitze die korruptesten.
 
 
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Saiber
02-sep-04
@ Frieder

Also eine mahnenden Finger habe ich nicht gehoben und von einem alleinigen Phanomaen der Chinesen war eigentlich auch keine Rede. Schon recht nicht, da ich selber einer bin. Wovon ich berichtete, war wahrscheinlich auch nur ein Einzelfall. Nur war ich etwas irritiert, da in diesem Unternehmen, es bekannt ist welche Praktiken dieser Mitarbeiter sich bedient um neue Mitarbeiter einzustellen und man es duldet, weil man meint, dass es zur Integration dazu gehoert. Denn wer Herr in seinem eigenen vier Waenden ist, bestimmt auch die Regeln in diesen vier Waenden. Nicht der Untergebene.
Desweiteren sollte man unterscheiden. Wenn einer fuer einen ausserordenlichen Dienst fuer seinen Arbeitgeber eine Provision, sprich Geld, annimmt, dann gehoert dies zur Kategorie Lohnanpassung. Wenn einer aber wissentlich seine Stellung missbraucht um sich selbst zu bereichern ohne aber seinen Arbeitgeber damit einen guten Dienst zu erweisen, dann faellt das in die Kategorie Korruption oder Bestechung. Also hat mit Leistungssteigerung nichts zu tun.
 
 
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Manager
02-sep-04
Ich hab das uebrigends so geregelt:

Unsere PABX zeichnet alle Telefonate auf. Gelegentlich checken wir das (3rd Party). Der betreffende wird dann ermahnt und fliegt bein naechstenmal 3kantig und sofort. Richtig grosse Fische hatten wir noch nicht, oder die sind schlauer.

Alle haben einen Arbeitsvertrag wo klein drinnsteht das Audio und Videoueberwachung vorkommen kann. Damit koennten wir die Audioaufnahmen vor Gericht verwenden.

Viele moderne PABX erlauben Aufzeichnung. Ich kann das nur empfehlen.
 
 
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monkey
02-sep-04
@manager Videoueberwachung, Abhoeren was sonst noch?
Ich glaube kaum das das die Firma weiterbringt. Es gibt sowas wie REspekt vor den Mitarbeitern und Vertrauen. Wenn ich einen begruendeten VErdacht habe dann sind obrige Mittel eventuell angebracht, aber jeden normalen Employee damit zu belaestigen? Wo bleibt das Vertrauen?
 
 
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Frieder Demmer
03-sep-04
@manager: Korruption ist keine angeborene Eigenschaft. Natuerlich gibt es korrupte Spitzen, die immer noch was zusaetzlich einstecken - anfangen tut das Ganze jedoch schon beim kleinen Einkaeufer und Handelsvertreter, und hat da natuerlichden Hintergrund schneller mehr zu verdienen. Bei meiner Aufzaehlung ging es jedoch sowieso mehr darum, klar zu machen, dass man sich einem solchen System nicht so ganz einfach entziehen kann.

Voellig richtig ist, dass zu dem meiner Meinung nach schon Loyalitaet foerdernden, prinzipiell angemessenen und erfolgsorientierten Gehalt dazu kommen muss, dass wer einsteckt fliegt und zwar wie gesagt unmittelbar und hochkantig.

@Saiber
Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass ein japanisches Management aus Gruenden der "Anpassung" wissentlich einen korrupten und dabei ineffizienten Personalchef "akzeptiert" - da fehlt fuer mich einfach ein Stueck in der Geschichte - koennte es sein, dass der Herr mit der selben Konsequenz auch abwirbt, und zwar erfolgreich?
 
 
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BelaBee
03-sep-04
@frieder
Was soll der oberlehrerhafte Unsinn? Hier hat niemand von Korruption als „angeborener Eigenschaft“ gesprochen, noch seine eigene Weste als besonders „clean“ dargestellt. Ist mir zu diffus, was du da schreibst. Worauf willst du hinaus?

@manager
Ich glaube nicht, daß eine aufwendige Überwachung nachhaltig etwas bewirkt. Wer so etwas umgehen will, findet immer einen Weg. Zudem findet so etwas ja auch durchaus auf Ebenen statt, die du so nicht abchecken kannst (Vorarbeiter testet mal die Arbeitswilligkeit der Arbeiterin am WE usw.) Ich bin überzeugt, daß eine Bindung an Core Values und eine positive Identifikation mit dem Unternehmen mehr bringt. Habt ihr das schon lange genug, um sagen zu können, daß es erfolgreich ist? (Wenn man das überhaupt nachvollziehen kann.)
 
 
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Saiber
04-sep-04
@ Frieder

"Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass ein japanisches Management aus Gruenden der "Anpassung" wissentlich einen korrupten und dabei ineffizienten Personalchef "akzeptiert" - da fehlt fuer mich einfach ein Stueck in der Geschichte - koennte es sein, dass der Herr mit der selben Konsequenz auch abwirbt, und zwar erfolgreich?"

Koennte durchaus moeglich sein. Aber so wie ich die Geschichte verstanden habe, sind die Japanischen Mitarbeiter dem gegenueber gleichgueltig eingestellt, wie, denken das ist chinesisch und deshalb mische ich mich nicht ein. Entweder sie wissen es nicht besser, oder sie wollen es einfach so sehen.
 
 
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BelaBee
04-sep-04
Auch eine Möglichkeit: Die japanische Seite hat nicht die Mehrheit und der Personalchef wird von der chinesischen Seite gedeckt. Bevor man sich dann in einen Nervenkrieg mit der anderen Seite und der Betriebsgewerkschaft einläßt, sammeln sie vielleicht erst mal Informationen, um auch noch andere Sachen durchzudrücken.
 
 
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Frieder Demmer
04-sep-04
@BelaBee
Manager-O-Ton:
"Das ist Unsinn. Wer korrupt ist, ist korrupt."

Zum "clean":
Hatte die Richtung von Saibers Beitrag missverstanden - hat er ja geklaert.

Zu "diffusem oberlehrerhaften Unsinn":
"Ein Unternehmen funktioniert nach dem Leistungsprinzip."
Es lebe die Stimme der Praxis... .

Das letzte Posting von Dir ist davon abgesehen sicher eine gute weitere Variante des Gedankens, dass es im genannten Fall ziemlich sicher nicht einfach um "Anpassung" geht.
 
 
aw: Auslaendische Firmen sollen sich Anpassen?   guter beitrag schlechter beitrag
BelaBee
04-sep-04
@frieder demmer
ich hatte manager nichts so verstanden, daß er von einer angeborenen Eigenschaft spricht, sondern vielmehr davon, daß derjenige, der einmal erfolgreich korrupte Wege gegangen ist, dies auch wieder tun wird. Da gleich die Genkeule zu schwenken, wird dem - etwas überspitzten - Wortlaut nicht gerecht.

>Leistung kann im Uebrigen auf sehr unterschiedlichen Wegen erreicht werden, dass diese in China teilweise anders aussehen, heisst noch lange nicht, dass die entsprechenden Unternehmen nicht leistuungsorientiert waeren.

Da komme ich nach wie vor nicht mit. Korruption unterläuft jegliche Form von Leistungsorientierung. Ob in China, Deutschland oder sonstwo und ist nicht kulturell gebunden. Nenn es meinetwegen Grundkonstante oder wie auch immer. Das schönste Beispiel für das Leistungsprinzip in China ist z.B. das klassische Prüfungssystem.
Unter "Geschäftskultur", daß du daraufhin ins Spiel brachtest, verstehe ich etwas anderes. Das würde sich in diesem Falle lediglich auf eine unterschiedliche Bewertung dessen, was als Korruption angesehen wird, beziehen. Und da sind die Grenzen nicht so weit gesteckt, als daß die Bestechung eines Personalchefs nicht dazu gezählt würde.
Mag aber auch sein, daß ich dich gänzlich falsch verstehe. Also - ich freue mich auf die Stimme Frieders! ;)
 
 
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(thread closed)

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