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China und Gewinne   guter beitrag schlechter beitrag
Business Partner
06-sep-06
Hallo liebes Forum,

ich habe eine Frage an langjährige Businessexperten unter Euch. Nach durchsicht einiger führenden Wirtschaftsmagazinen wie Managermagazin oder Forbes, suche ich Unternehemn, die aus ihrer China - Investition, Gewinne zu verbuchen haben. Viele reden von guten Geschäften und Auftragslage, aber wo finde ich Beispiele, wo Unternehmen die ihre Gewinnbilianz veröffentlichen ? Manch Großunternehmen planen gar den Rückzug aus China.
 
 
aw: China und Gewinne   guter beitrag schlechter beitrag
unglaublich
06-sep-06
und du denkst wirklich das hier irgendjemand dazu was sagt, wirklich süß
 
 
aw: China und Gewinne   guter beitrag schlechter beitrag
XJ
06-sep-06
Gibt wenig Firmen, die wirklich Gewinne machen. Es ist eher so, dass man darauf spekuliert irgendwann mal Gewinne machen zu koennen, weil China ein grosser Markt ist.
Generell kann man sagen das Firmen in China momentan einfach günstiger produzieren als daheim und dadurch ihre Margen und ihre Marktanteile im Westen "retten" koennen. Prinzipiell so meine ich ist der Vorteil eines China engagements eher in der Kostenguenstigkeit und in folgedessen in der erhoehten Wettbewerbsfaehigkeit zu suchen. Allerdings sind auch schon viele Firmen an einer single sourcing strategie und anderen Dingen gescheitert. Es haengt also immer von der Firma selbst und zahllosen anderen Faktoren ab, ob so ein China engagement sich letztlich lohnt oder nicht.

Zudem denken viele Firmen, wenn sie jetzt schon investieren dann haben sie schon den Fuss fest mitdrin, wenn es dann wirklich los geht und China erwachsen ist. Ich halte persoenlich nichts von so einem Pioniereffekt in Bezug auf China, weil man sehr viel Energie und Resourcen verschwendet und der Nachkommende Konkurrent dann schon eine geebnete Bahn vorfindet und sich wesentlich leichter tut. Mercedes verfolgt z.B. eine Strategie erst mit der zweiten Welle ins Land zu gehen nachdem sie in Yangzhou erst uebers Ohr gehauen wurden und mit Beijing Jeep dann Fuss gefasst haben. Jetzt wird auch ein Werk gebaut, aber erst alles zweite Welle wo der Markt schon einigermasen erwachsen ist.

In letzter Zeit habe ich mir Gedanken ueber das neue Chinesische Arbeitsrecht gemacht. Sollte es in dieser Form umgesetzt werden sehe ich fuer viele westliche Firmen langfristig keine Gewinnchancen mehr.

Gute Margen findest du meiner Meinung nach momentan meistens nur im Export/Import, ist aber auch oft ein wenig verzerrt in der Darstellung und nicht immer "at arms length" auf beiden Seiten.
 
 
aw: China und Gewinne   guter beitrag schlechter beitrag
Bayer
06-sep-06
hab gerade einen sehr Interessanten Artikel gelesen, da wird von dem Neue Projekt von Bayer in Shanghai berichtet, Investition von 1,4 Milliarden Euro !!. Der bayer Chef sieht in den nächsten Jahren keine Renditechance !!. Ich frage mich dann aber warum macht man das danmn ? Wieso geht man diese hohe Unternehmerische Risiko mit dem Geld der Anleger ( Aktionäre ) ein?
Sollten irgendwann doch mal tatsächlich gewinne eingefahren werden, wie bekommt man das Geld denn aus China heraus ? Die Aktionäre erwarten doch dann eine Dividente. Läßt China so einfach das Geld ziehen ?
 
 
aw: China und Gewinne   guter beitrag schlechter beitrag
XJ
06-sep-06
@Bayer
"Sollten irgendwann doch mal tatsächlich gewinne eingefahren werden, wie bekommt man das Geld denn aus China heraus ? Die Aktionäre erwarten doch dann eine Dividente. Läßt China so einfach das Geld ziehen ?"

Mit dem Beitritt Chinas zur WTO ist das mit dem Gewinne transferieren kein Problem mehr. Es gab zwar in der jüngsten Vergangenheit noch kleine Schwierigkeiten, aber im grossen und ganzen ist es nun moeglich.

"hab gerade einen sehr Interessanten Artikel gelesen, da wird von dem Neue Projekt von Bayer in Shanghai berichtet, Investition von 1,4 Milliarden Euro !!. Der bayer Chef sieht in den nächsten Jahren keine Renditechance !!. Ich frage mich dann aber warum macht man das danmn ? "

Solche Investitionen in Milliardenhoehe sind natuerlich langfristig geplant. Das ist ähnlich wie der Brotbaum der Jahrzehnte benoetigt um irgendwann mal Früchte zu tragen. Solche Investitionen sind trotzdem wichtig für jede Firma. Letztlich wird sich das für Bayer vielleicht doch noch rentieren.

"Wieso geht man diese hohe Unternehmerische Risiko mit dem Geld der Anleger ( Aktionäre ) ein? "

Wer keine Risiken eingeht der wird auch nicht gewinnen. Es ist also immer eine Abwaegungsentscheidung. Ich würde die Frage deshalb eher anders Formulieren: Warum lassen es die Aktionaere zu? Nunja, Aktionäre sind prinzipiell auch nur Menschen, die an verschiedene Dinge glauben und nicht immer absolute Transparenz besitzen. Letztlich gehen die Aktionaere eine Wette ein. Wirds was mit Chinageschaeft oder wirds nichts. Wird letztlich alles gut haben die Aktionaere ihre Wette gewonnen und der Aktienkurs steigt. Wird es nichts, sinkt er und die Aktionaere haben verloren. Und manchmal ist dabei sein schon alles... Es gibt verschiedene Lead märkte, die je nach Produkt geographisch oder sonst wie verschiedenen sind. Auf solchen Märkten (z.B. Deutschland Automobilmarkt) muss man dann dabei sein um den Lerneffekt mitzunehmen. Schafft man es dort ist man gestaehlt...
 
 
aw: China und Gewinne   guter beitrag schlechter beitrag
Bayer
06-sep-06
@XJ,
ich verstehe dein Argumention sehr gut, aber ich bin echt nicht sicher, in wie weit man den Vertragspartnern in China trauen kann. Der beitritt in die WTO hat ja auch zur Folge, das das jeweilige Land die Produktpraterie eindämmt, was ich aber nicht so sehe. Ausserdem sind die Sozialen Einflüße nicht außer Acht zulassen. Der Bauer und Arbeiter wird irgendwann was ab haben wollen von dem Großen Kuchen.
Ich denke einmal das z.B Thyssen Krupp und Siemens sich ein Loch in den Hintern beißen würden, wenn sie ihr Prestigeprojekt, den Transrapid ein paar Jahre später verkauft hätten, ich denke hier ist der Imageverlust sicherlich größer als jeder noch erhoffte Kostendeckungsbeitrag, der auch niemals gekommen sein zu scheint.
Aber sehr Interessant deine Aussage
 
 
aw: China und Gewinne   guter beitrag schlechter beitrag
XJ
06-sep-06
@Bayer ich sehe das ganze etwas positiver.

Die Produktpiraterie ist ungleich schwerer in den Griff zu bekommen als die Moeglichkeit Gewinne zu transferieren. In der Piraterie trifft man auf Korruption in jedem Winkel Chinas bis hin zum Chinesischen Militaer, das solche Plagiate teils noch foerdert. Ich würde dringend versuchen Gewinntransfers und Piraterie getrennt zu behandeln, weil sie in der Umsetzung einfach nicht vergleichbar sind. Generell gilt auch das die Führung in Peking kaum grossen Einfluss auf die Provinzfürsten nehmen kann ausser es passiert mal wieder etwas groesseres was eine Kampagne rechtfertigen koennte.

Die staendige Diskussion mit dem Transrapidfake ist eigentlich falsch. Die chin. Teststrecke ist z.B. so eng bemessen das Geschwindigkeiten von ueber 170 km/h schon wahnsinn sind. Bei 180 km/h fliegt der Zug von der Schiene, weil der Radius zu eng ist.
Wer sich ein wenig mit der Thematik beschaeftigt hat weiss genau, das die Kerntechnologie nicht transferiert worden ist. Genrell gilt auch, dass es technisch keinem Wunder bedarf eine MAgnetschwebebahn zu bauen die bis 200 km/h schnell ist. Entscheidend ist das was über 200 km/h hinaus geht. Dafuer benoetigt man gewisse Erfahrungswerte und eine ausgeklügelte Führungstechnik.
Das bisherige Fake des Transrapids habe ich selbst gesehen. Es war ein Teil wie auf einem Freizeitpark... in ca. 10 Jahren werden die Chinesen einen Transrapid bauen koennen der ca. 200 km/h erreichen kann.
Der wahre Konkurrent vom Transrapid sitzt sowieso in Japan und nicht in China.

Das Stabilitaet in China das A & O ist stimmt. Sollte es zu sozialen Verwerfungen kommen wird sich das in alle Lebens und Wirtschaftsbereiche niederschlagen. Solange China waechst geht das noch gut sobald das Wachstum verlangsamt wird es zu instabilitaet kommen.
 
 
aw: China und Gewinne   guter beitrag schlechter beitrag
Corporate Professional
09-sep-06
@ Bayer

Das puselige Polycarbonat Projekt kuendigt Bayer schon seit 7 (sieben) Jahren an, und es ist mittlerweile unglaubwuerdig. Ein gewisser Ron Commander, vormals Head of R&D bei Bayer, musste bei der Eroeffnung des Pudong Research Center vor versammelter Mannschaft uebrigens zugeben, dass Schluesselprodukte nur in Leverkusen entwickelt werden, weil hier in Pudong saemtliche Neuentwicklungen garantiert zur Hintertuer hinauswandern.

Die gesamte Show ist reiner Lipservice fuer die jungen Anal-ysten bei den Banken, die vor 7 Jahren vermultich noch nicht einmal ihr Abitur in der Tasche hatten.

Ansonsten, Gewinne in China? Heikel, heikel, die Aktiengesellschaften - wie oben erklaert - sind hier, weil wie damals im dot-com Boom alle, die keine China (=Internet) Strategie haben von den jungen Anal-ysten bei den Banken in Grund und Boden gelabert werden, in vollkommener Unkenntnis der Sachlage, grenzend an geistiger Umnachtung. Viele Anal-ysten sind dann auch noch Amerikaner, vollkommen unbelastet von dem geringsten Bischen von Erfahrung mit dem real existierenden Sozialismus. Diese sind in Fachkreisen uebrigens bekannt als Young Harvard Idiots.

Aber, was tut man nicht alles fuer den Aktienkurs?

Die Mittelstaendler aus NRW haben Mentalitaetsprobleme, die schon oestlich der Elbe anfangen, nicht erst in China. Sie haben aber oft keine Wahl, weil die AGs ihre Zulieferanten einfach zwingen nach China zu kommen, so unsinnig es auch sein mag.

1.3 Milliarden Leute muessen nicht Fernseher, Computer oder Kueflschraenke kaufen, aber Essen und Trinken, das brauchen sie taeglich.

Wenn ich nach auslaendischen Unternehmen nach Gewinnen suchen muesste, dann wuerde ich mal bei den Getraenke- und Foodmultis suchen.
 
 
aw: China und Gewinne   guter beitrag schlechter beitrag
No Name
10-sep-06
also ganz ehrlich, als mittelst. untern. hier ohne JV machen wir sehr gute geschaefte, allerdings sind die garantie/service kosten sehr hoch und sind nicht der automobil branche ;)
 
 
aw: China und Gewinne   guter beitrag schlechter beitrag
Yuan
10-sep-06
"Manche Großunternehmen planen gar den Rückzug aus China."

Davon ist mir eigentlich nix bekannt. Ich glaube eher nicht, dass hier viele Großunternehmen einen Rückzug a la OBI antreten wollen und die hohen Investitionen hier begraben werden. Aber es ist sicherlich richtig, dass einige Unternehmen nicht mehr bereit sind, soviel in den Markt zu investieren. Nur: weniger investieren heißt ja nicht automatisch Rückzug. Es wird nur weniger investiert, da das Potenzial des chin. Marktes mittlerweile realistischer betrachtet wird - und das ist auch gut so. Denn ich hatte in den letzten Jahren oft den Eindruck, dass die kontinuierliche Steigerung der Investitionen das oberste Unternehmsziel vieler Firmen in China war. Nur das mit dem Gewinn machen wurde irgendwie vernachlässigt...
 
 
aw: China und Gewinne   guter beitrag schlechter beitrag
Yuan
10-sep-06
"In letzter Zeit habe ich mir Gedanken ueber das neue Chinesische Arbeitsrecht gemacht. Sollte es in dieser Form umgesetzt werden sehe ich fuer viele westliche Firmen langfristig keine Gewinnchancen mehr."

@XJ: das würde mich interessieren. kannst du mir darüber mehr infos geben?
 
 
aw: China und Gewinne   guter beitrag schlechter beitrag
Corporate Professional
10-sep-06
Fuer Multis kommt aus den von mir genannten Gruenden ein Rueckzug aus China nicht in Frage, das waere ruinoes fuer den Aktienkurs.

Mittlerweile werden allerdings JV mit chinesischen Parnter nicht mehr als die Loesung, sondern als Teil des Problems erkannt, und chinesische Partner werden proaktiv zum Verkauf ihrer JV Anteile angehalten. Der Trend deutscher Unternehmen quer durch alle Branchen ist, den Weg in den chinesischen Markt alleine zu gehen.

Diesen Trend hat Peking erkannt, und es steht zu erwarten, dass Uebernahmen oder WFOE Gruendungen in Zukunft noch schwieriger gestaltet werden, natuerlich mit Raffinesse hintenrum, nicht plump durch die Vordertuer.

"Non-tariff trade barrier", nicht-tariffaeres Handelshinderniss wird in Zukunft 'das' Schlagwort im Zusammenhang mit dem Chinahandel werden.
 
 
aw: China und Gewinne   guter beitrag schlechter beitrag
Finanzer
14-sep-06
@XJ
Gibt wenig Firmen, die wirklich Gewinne machen.

Das allerdings halte ich fuer ein Geruecht, das schon seit Jahren so verbreitet wird. Gerade bei internationalen Frimen kann man ziemlich genau bestimmen "wo" im Konzern ein Gewinn gemacht wird. Das das nicht gerade im JV sein wird, duerfte eigentlich jedem klar sein. Und Moeglichkeiten Nicht-Dividenden Gewinne aus China heraus zu transferieren gibt es zu genuege.
Daneben hat das andauernde Gejammere ueber das China Geschaeft noch angenehme Beruhgungeffekte in den deutschen Belegschaften....
 
 
(thread closed)

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