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Möglich oder chancenlos?   guter beitrag schlechter beitrag
AHK-Import
10-okt-11
Hallo Forum!

Es gibt hier zwar schon ähnliche Anfragen, aber die verschiedenen Fällen sind ja schon sehr individuell, deshalb hier kurz meine Details:

Ich bin Kaufmann f. Außenhandel (IHK), Ende Zwanzig, lerne seit mehreren Monaten an einem Konfuzius-Institut in Deutschland Chinesisch und arbeite auch in der Importbranche mit Schwerpunkt China. Aus beruflichem und persönlichem Interesse möchte ich gerne (mehrjährige) Berufserfahrung vor Ort sammeln. Ich bin natürlich dazu bereit ganz unten anzufangen, aber beim Durchsuchen der gängigen Job-Webseiten bekomme ich den Eindruck, dass ich aufgrund der Anforderungen mit einem IHK-Abschluss völlig unterqualifiziert bin, selbst für Assistentenstellen.
Würde ich nun den Zweiten Bildungsweg einschlagen gehen mir dadurch mindestens 5-6 Jahre verloren und mit Mitte Dreißig bin ich dann vielleicht auch nicht mehr so attraktiv für zukünftige Arbeitgeber.

Hier nun mein recht umfangreicher Fragenkatalog, für die Beantwortung und Hilfe schon mal vielen, vielen Dank vorab!

Macht es Sinn Initiativbewerbungen an chin. Firmen und/oder deutsche Handelsvertretungen zu schicken?

Kann man bei Annahme einer befristeten Praktikantenstelle:
1. mit den gebotenen Mitteln überleben oder sollte man sich vorher ein finanzielles Polster zulegen?
2. bei angemessener Leistung mit einer Übernahme rechnen oder ist die Geschäftsmentalität eher darauf ausgerichtet, die Leute mit hoher Frequenz wieder zu ersetzen?

Bietet ein mehrwöchiger Urlaub u.U. bessere Möglichkeit für die Erkundung des lokalen Arbeitsmarktes?

Ich freue mich auf euer Feedback!

Viele Grüße,
Jens
 
 
aw: Möglich oder chancenlos?   guter beitrag schlechter beitrag
kleiner Prinz (Gast)
10-okt-11
@Jens

... ich persoenlich hielte Dich nicht fuer unterqualifiziert, Chinesisch- und China-Kenntnisse sind schonmal skills, die hier sogar "echte expats" nicht immer mitbringen.

Hinzu kaeme die Erfahrung am anderen Ende der supply-chain, womit man hier (Dich entsprechend eingesetzt) wertvolles Anschauungsmaterial haette die Probleme (und damit Verbesserungen) zu erreichen (oder schlichter: Falschlaufende Prozesse fruehzeitiger zu entdecken).

Zu Deinen Fragen:
" Macht es Sinn Initiativbewerbungen an chin. Firmen und/oder deutsche Handelsvertretungen zu schicken?"

Ja, klar. Wuerde aber genau ueberlegen, WAS DU einbringen kannst, was ein engl./dts. sprechender Chinese normalerweise NICHT leistet. Daran orientier sich dann ueblicherweise dann auch das erzielbare Gehalt.

... in einer chinesischen Firma... ein Thema fuer sich: http://www.schanghai.com/index.php?p=forum&fl=&fl=cn&sfl=&dmsgid=45955&forum_sr=true&subpage_offset=0&forum_offset=0&dv=1&forum_searchterm=chinesische+firma&forum_searchfield=&forum_sm=AND#45958


"Kann man bei Annahme einer befristeten Praktikantenstelle:"

... schonmal SEHR sympathisch: eine bescheidene Einordnung der eigenen Person... ;--)


"...1. mit den gebotenen Mitteln überleben oder sollte man sich vorher ein finanzielles Polster zulegen?"

... beides. Zu "Lebenshaltungskosten" hat's geschaetze 999 threads im Forum: Suchmaschine benutzen.


"2. bei angemessener Leistung mit einer Übernahme rechnen oder ist die Geschäftsmentalität eher darauf ausgerichtet, die Leute mit hoher Frequenz wieder zu ersetzen?"

... ich sag' 'mal: Unersetzlichkeit als selbst gestecktes Ziel (und halbwegs erreicht) vermindert die Chance kalt gekickt zu werden. Aber auch nit immer ... Und erhoeht die Chancen durchaus.


"Bietet ein mehrwöchiger Urlaub u.U. bessere Möglichkeit für die Erkundung des lokalen Arbeitsmarktes?"

... jo ! Ausserdem: Je duemmer die Fragen, desto geringer die Bereitschaft Tipps zu geben (das ist Gesetz hier im Forum) ... ;--)
 
 
aw: Möglich oder chancenlos?   guter beitrag schlechter beitrag
tao_tao
12-okt-11
zu 1) Haengt ganz von der Verguetung (habe auch schon Praktikanten gekannt, die nur Flug und Unterkunft haben wollten) und Deinem Lebensstil ab. Grundlegend ist ein kleines Polster immer gut.
zu 2) Alle Praktikanten die ich bisher hier kennengelernt habe, gingen nachher wieder zurueck nach D. Wobei der Grossteil noch im Studium steckte. Anders sah es bei Diplomanden aus, wobei die dann oft auf eine China bezogene Stelle in D uebernommen wurden.

Zu Deiner Urlaubs-Arbeitsmarktfrage: Ich persoenlich glaube das eher nicht. Du wirst ja nicht von Firma zu Firma tingeln. Evtl. kann ein eingeplanter Aufenthalt fuer Vorstellungsgespraeche interessant sein.

Den wesentliche Punkt hat KP schon gesagt, mache Dir bewusst, was Du leisten kannst, was ein in D studierter Chinese nicht kann. Ausserdem ueberlege Dir wie Du Deinen Abschluss am besten "verkaufst", die IHK und das Deutsche Ausbildungssystem kennen nur wenige hier und viele HR Entscheider sind nicht aus Deutschland.
 
 
(thread closed)

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