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Unruhen und das unbeugsame System   guter beitrag schlechter beitrag
greaser-girl
07-jul-09
bitte lesen
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,634583,00.html

es ist ja alles so einfach,
immer kommt der Feind von Aussen.
Innenstaedte und kulturebe abreissen bitte schoen,
wen sollte das stoeren.?
 
 
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flopstar
07-jul-09
Ehrlich gesagt, staune ich, wielang es gedauert hat, bis es in Xinjiang geknallt hat. Ich habe schon im letzten Jahr mit massiven Unruhen gerechnet. Wenn ich sehe und höre wie groß der Hass der Uiguren und die Verachtung der Chinesen dort ist, wunderte es mich wielang es dort "ruhig" war. Ich freue mich schon auf die nächste Spiegel Ausgabe, die alles schon immer gewußt hat. Im Gegensatz zum Schaufenster Tibet geht es in Xinjiang schon anders vor allem aber ungeachtet der westl. Medien zur Sache, das liegt mit Sicherheit daran dass dort beide Seiten nicht zimperlich miteinander umgehen.
 
 
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Xiaojo
07-jul-09
So ruhig wars da eigentlich nie, wenn man sich die Hunderten von Anschlaegen betrachtet, die von einer kleinen Gruppen in den letzten Jahren ausgefuehrt wurden.
Die Emotionen schwingen zwar auf beiden Seiten hoch, aber ich glaube nicht, dass es einen Aufstand gibt dafuer ist das Polizeiaufgebot viel zu hoch.

Gefahr droht eher durch kleine terroristische Gruppen, die es schaffen koennten die Macht der Provinzregierung zu unterminieren. Ansonsten kann man nur wuenschen den Xinjiangren vielleicht ein bisschen mehr autonomie zu lassen.

Die Altstadt abzureissen ist jedenfalls keine gute Idee...
 
 
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LaBruja
07-jul-09
Bei dem Vorwurf, aus den USA die Unruhen zu organisieren musste ich ein wenig schmunzeln.
Wie denn?
Telefon, Internet und Post werden scharf kontrolliert und zensiert.
Subversive Elemente sind bekannt und werden speziell überwacht und abgehört.

Wer weiß, welchem Druck und welchen Schikanen die Minoritäten ausgesetzt sind, den wundert es, daß es nicht in größerem Ausmaß zu Demonstrationen und Ausschreitungen kommt.
 
 
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mime001
07-jul-09
....wo ist Eberhard....der hat doch immer den Puls der Zeit !!! :-))))

Wenn es gegen den Westen geht, steht der E. doch immer mit in der 1. Reihe !!
Wenn es nach E. geht, sind die Uriguren doch verkleidete Amerikaner und Europaeer.

Gruss
Mime
 
 
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thintel
07-jul-09
Ich glaube nicht , das die chinesische Regierung Xinjiang eine Autonomie überlässt. Man soll ja nicht vergessen, dass Xinjiang die meisten Erdoel in China besitzt.
Mich wundert auch, dass erst heute die Unruhe passiert und nicht vor Jahren, denn da wird es wahrscheinlich viel friedlicher stattfinden.
Woher entsteht der Völkerhass?
Wer ist überhaupt verantwortlich für den Missbrauch von Völkerhass und nimmt das Leben von unschuldigen Menschen als Mittel zum Zweck?
 
 
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mitleser
08-jul-09
>Woher entsteht der Völkerhass?

Ich denke mal die KP versucht durch die Siedler den Han Lebensraum zu vergroessern und die Uiguren zur Minderheit im eigenen Land zu machen. 1950 gab es dort 10% Han, jetzt 50%. Ist schon krass das die ganze Lokalregierung nur Chinesen sind und keine Lokals. Wundert mich nicht das da Hass ensteht wenn die Chinesen die Lokals so behandeln wie der Bauer sein Vieh.

Hab allerdings auch kein Verstaendnis dafuer wenn nun wahllos Chinesen verpruegelt werden. Das hilft der Sache kein Stueck.

Die Uiguren sollten mal von Gandhi lernen, der hat Indien auch ganz ohne Gewalt befreit.

http://de.wikipedia.org/wiki/Salzmarsch
 
 
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Superjet (Gast)
08-jul-09
Schöne Bilder. Wirklich sehr schöne Bilder..................
 
 
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hadie
09-jul-09
Die Bilder finde ich eher schlimm. Und da muss man der KP vorwerfen, dass sie politische Willensbildung verhindert und alles mit nationalistischer Propaganda zukleistert. Das ist in EU-Europa glücklicherweise anders: ein neues Problem - eine neue Partei. Beispiel Piratenpartei, ursprünglich eine schwedische Erfindung, nun auch im hintersten Sachsen-Anhalt aktiv, mit guten Chancen bei der Bundestagswahl.

Was spräche denn dagegen, wenn sich die chinesischen Blockparteien emanzipieren könnten? Dazu noch eine Uiguren-CSU, Grüne für die großstädtischen Müslis usw. Partei kommt vom lateinischen part, dem Teil...
 
 
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petermedia
09-jul-09
Hddie,
meinst du nicht das es ein bischen naiv ist, deutsche Localpoitik als Musterbeispiel für ein politisches System in China vorzuschlagen.
Ganz klar was dort geschieht ist fürchterlich.
Aber haben wir im Westen solten bei aller Empathie einfach unsere eigene geschichte zu rate ziehen, bevor wir ohne wirklich die genauen Hintergründe kennen hier vorschnell in Schwarz weiss Muster verfallen.
Mich erinnern die Vorkomnisse massiv an den jahre schwelenden Nordirlandkonflikt.
Wer z.B das hier liesst wird bei aller verschiedenheit auch sehr viele paralelen sehen.
Z.B Eine Wirtschaftlich überlegende gruppe gegenüber einer wirtschaftlich unterlegenen gruppe, von der nur eine Seite den Support der Engländer hatte. Unglaiche Verteilung von Reichtum.
Schaut mal hier
http://de.wikipedia.org/wiki/Nordirlandkonflikt

Man könnte auch den Konflikt im Werst Jordan land als Teilprallele anführen.
Bei all diesen Konflikten haben wir als Westen lange versagt oder tun es immer noch.
Es ärgert mich aber wenn mitllerweile ungeprüfte handytelefonate von z.B Krankenschwestern im Spiegel als die Wahrheit verkauft werden.
Eine der kardinalfehler der überall immer wieder gemacht wird, ist die Ansiedlung und Besserstellung von regierungstreuen Befölkerungsschichten.
Diesen Fehler den zuvor die Engländer in Nordirland und Isarael im Westjordanland gemacht hat werder sich die Chinesen auch selbst vorwerfen müssen.
Welches Potential nicht aufgearbeitete Rassenkonflikte haben können sehen wir nicht nur in China sondern auch in den USA, wo ein einzelnes video eines Angriffs der Polizei auf einen Schwarzen vor einigen Jahren zu einer Unmenge von Toten geführt hat.
Ich würde mir wünschen, dass beide Platte Ausflüchte das sowohl die Unruhen in Tibet als auch diese vorwiegend von aussen gesteurt werden, halte ich dagegen für Augenwischerei. Zum Thema Tibet gab es sogar einen chinesischen Untersuchungsbericht, der zeigte,das dem vorwiegend nicht so war.
 
 
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Saiber
09-jul-09
Ich blaettere seit Tagen die Blaetter von Reuter und Co. durch und kaum wird das genannt was als der "Trigger" gilt.

Vor einigen Wochen wurden in einer Fabrik in Guangdong 30-40 Uiguren von einer Meute von 100 verpruegelt. 2 Uiguren starben.
Angeblich sollen einige Uiguren in der Fabrik zwei Frauen vergewaltigt haben was dann diese Meute verursachte.
In Uigurenkreisen wurde verlangt, dass diese Sache aufgeklaert werden soll und die Leute die die zwei Uiguren Arbeiter totgeschlagen haben zur Rechenschaft gezogen. Die Sache ziehte sich aber hin.

In Xinjiangs Hauptstadt gab es dann diesbezueglich einen Protest, weil die Protestierenden meinen die Schuldigen werden geschuetzt da sie Han Abstammung sind...usw. usw. usw.

Nun, wieder zu den Medien...
Wieder sehe ich einige Szenen, die im Ausland gedreht wurden, aber so gezeigt werden als waeren sie aus Urumqi. Aber was ist da neu....

Dann ein koreanisches Fernsehen hat den ersten Protest gefilmt. Ich sehe da wie Han aufgeschlitzt wurden. Han Chinesen liegen tot auf der Strasse.

120 Tote soll es offiziel gegeben haben. Die Chinesische Regierung schweigt um wieviele Tote Han bzw. um wieviele tote Uiguren es sich handeln. Wuerden sie Zahlen nennen, der Aufstand und die Riots breiten sich ueber das ganze Land aus. Nein, nicht die Uiguren wuerden Han jagen, die Han wuerden jeden Uiguren packen. In Beijing, in Shanghai etc.

Bilder auf DW, auf CNN auf BBC, Al Jazeera etc. Fast nur Soldaten, Wujing und bewaffnete Han Bevoelkerung.

Das Hong Kong Fernsehen interviewte einen Han bevor sie dann von den Wujing vertrieben wurde. Der meinte: "die Polizei, das Militaer, die koennen uns nicht beschuetzen. Wir werden abgeschlachtet und wir werden uns verteitigen. Als sie dann eine Uigurin interviewten, die sagte das selbe. Aber sagte auch, dass ihr Mann einfach so verhaftet wurde.
Es wurden aber nicht nur Uiguren verhaftet. Aber davon kommt gar nichts.

Also lieber wieder keinen "Pseudo Journalismus" dahin lassen, denn die wissen ja alles besser und das ist. Die Han sind Schuld.

P.S. Ein Uigurischer Laden-Haendler berichtete auch, dass sein Laden gepluendert wurde. Von den Han?.

"Ich denke mal die KP versucht durch die Siedler den Han Lebensraum zu vergroessern "

Ja, ja. So muss es ja sein in deiner kleinen Welt. Das viele Han dort Geschaefte machen und die Region aufbauen, dass kann ja nicht sein.
Geschaeftstuechtige werden nach Xingjiang gelockt und auch gefoerdert wenn sie dort etwas aufbauen.
Die Steuern in den Ostregionen und Sueden sind hoeher als im Westen. Fabriken werden gefoerdert wenn sie z.B. in Sichuan produzieren anstatt in Guangdong wo sie hohe Steuern zahlen muessen. Muessen da die Sichuan Chinesen Angst haben?

Also warum der Hass?
Die Uigurische Bevoelkerung ist arm und ein hoher teil arbeitslos. Es ist richtig das Han-Chinesen kaum Uiguren einstellen.
Ich kenne einen Bekannten, der hatte in Urumqi ein Restaurant betrieben. Er sagte, er wird nie wieder einen
 
 
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Saiber
09-jul-09
Uiguren einstellen. Er hat nur Probleme mit denen gehabt. Sie verlangen gesondert angefasst zu werden. Wenn sie kritisiert werden, fuehren sie das auf den Rassismus zurueck. Ihre Arbeitseinstellung ist nicht das was man erwartet und fuehlen sich immer unterdrueckt. Alles schieben sie auf die Unterdrueckung zurueck, denn das bekommen sie von Kindesbeinen an erzogen. Macht das Sinn? DAS ist ein Paradoxon.

Es gibt sogar welche Arbeitgeber, die das alles hinnehmen. Uiguren Sonderrechte genehmigen (genauso wie es die Regierung macht bei den Studienplaetze). Die aber ziehen den Zorn der Han Arbeiter auf sich, denn die fuehlen sich "zweitklassig" behandelt. Paradoxon? Macht das Sinn?

Es wird nie einen Konsens geben wenn beide nicht zueinander finden. Und wenn staendig von draussen gerufen wird, dann wird das auch nichts. (und es wird staendig gerufen. "Wir sind die Unterdrueckten und die die Unterdruecker".)
 
 
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nutcracker (Gast)
09-jul-09
Ich bin zugegebenermaßen derzeit noch im Ausland, habe aber ale erstes folgende Nachricht bekommen - nur zum Thema Trigger:

Lynchmob löst Unruhen aus
Xinhua zufolge war der Anlass für die Proteste am frühen Sonntagabend der Tod von mindestens zwei uigurischen Fabrikarbeitern in der südchinesischen Stadt Shaoguan Ende Juni. Bei dem Zwischenfall waren auch zahlreiche Menschen verletzt worden. Die Uiguren verlangen, dass die Regierung Maßnahmen ergreift, damit so etwas sich nicht wiederholt.

Am 25. Juni waren Uiguren in einer großen Spielzeugfabrik in Shaoguan in Südchina angegriffen worden. Ausgelöst wurden die Übergriffe durch Gerüchte, dass Angehörige der muslimischen Minderheit zwei Chinesinnen vergewaltigt haben sollen.

AFP/dpa
 
 
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Xiaojo
09-jul-09
@Saiber ich kann Dir in deiner Darstellung im grossen und ganzen nur recht geben.

Als Zusatz moechte ich aber auch die westlichen Medien kritisieren, nicht um das was sie berichten, denn das kann ich zurzeit noch nicht beurteilen, aber um die Qualitaet....

Z.B. im Schweizer TV... stand doch gestern abend eine Journalist live aus Peking zugeschaltet und berichtete sie haette mit Augenzeugen gesprochen... sie behauptete weiterhin, dass sie ja schon so oft durch die Provinz TSCHINGTSCHANG gereist sei und URUMUTSCHIIII gut kenne.

Dabei blieb mir einfach die Spucke weg... erstens augenscheinlich spricht die Frau bei der Betonung keinen Pfurz Chinesisch und zweitens ist es interessant zu wissen welche Augenzeugen, denn da nach Peking gekommen waren... (wahrscheinlich andere Journalisten, die auch nichts checken...) Wie will die Frau wissen was in China geschieht? Und schon gar in einer speziellen Region?

eine solche persoenliche Aufspielerei von Journalisten erlebe ich in dem Fall wirklich haeufig... auch vermeindliche Experten, die von einer komplizierten Gemengelage sprechen und noch nicht einmal die Stadt oder Laendernamen richtig aussprechen nehmen ihr wissen aus verstaubten Buechern....
 
 
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nutcracker (Gast)
09-jul-09
ganz ehrlich: die Volksverdummung ist hier in Deutschland genauso schlimm wie in China ...
 
 
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Xiaojo
09-jul-09
Im Anschluss haette ich die Frau am liebsten gefragt, ob sie Koni, Meyers oder Neckermannreisen besser findet... (Aber die schweizer MEdien sind sowieso beschissen und die Billag (GEZ) zieht dir jedes Jahr 500 SFR aus der Tasche... echte Schweinerei.)

Es ist fuer mich keine Frage, das die Ueberfremdung der Xinjiangren durch Han Chinesen probleme verursacht. Aber diese Ueberfremdung wird von der Zentralregierung nicht gefoerdet. Die Gesamtregion wird jedoch eindeutig wirtschaftlich gefoerdet mit teilweise dummen Ideen wie die Altstadt von Kashgar abzureisen usw... , aber im grossen und ganzen bringt das den Xinjiangren wohlstand.

Was sehr oft unterschlagen wird, ist das Minderheiten mehr Kinder zeugen duerfen und das auch tun als die Han chinesen, die unter der ein kind politik leiden. Das fuehrt dann dazu, dass 2050 mehr Minderheiten in China leben als Han Chinesen. Von einer Ueberfremdung und assimilation kann man deshalb nicht wirklich sprechen. Es ist aber wahr, dass die Xinjiangren tatsaechlich durch den Zuzug von Han chinesen, die das Land mitentwickeln indirekt unterdrueckt werden.

Es stimmt mich traurig zu sehen, dass die Polizei und das Militaer keine Xinjiangren aehnlichen Charakteristiken aufweisst und komplett aus Han Chinesen zu bestehen scheint.

Viele unterschlagen immer, dass Xinjiang ja frueher auch nicht friedlich war... Es gibt und gab staendig Terrorakte und die jetztige Eskalation ist nicht durch die Firmengeschichte begruendet, sondern durch die 'Gemengenlage' :-) Wir werden sicherlich noch den ein oder anderen Akt erleben...

Xinjiangren werden in gesamtchina eigentlich gehasst. Das verdanken wir auch den Bettlerbanden, die den Ruf der Xinjiangren nachhaltig zerstoeren.

Ansonsten kann ich nur hoffen, dass die Zentralregierung es schafft die Regierung mit vernuenftigen Mitteln zu stabilisieren. Ein Ostturkistan in der Region waere nicht wuenschenswert...

Ein wenig interessiert mich aber die Meinung der Tuerken und Turkmenen, die alle ein scharfes Auge darauf haben wie es ihren Bruedern in China so geht... darauf bin ich mal gespannt.
 
 
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Xiaojo
09-jul-09
Das wird naemlich noch lustig wenn Turkmenistan und die Tuerkei dann loslegen...

Leider kann ich kein Tuerkisch und bin etwas aussen vor was die tuerkisch sprachigen evt. etwas nationalistischer gefassten Medien so mitteilen. DEshalb nur auf Englisch und auch das schon recht deftig...

http://www.hurriyet.com.tr/english/domestic/12030754.asp?gid=244

http://www.hurriyet.com.tr/english/domestic/12024470.asp
 
 
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Saiber
09-jul-09
Ich bin gerade noch im Ausland und sehe was fuer Affenscheisse berichtet wird. Und da will hier noch einer Xinhua und andere spezielle Staatssender in China kritisieren.

""Es stimmt mich traurig zu sehen, dass die Polizei und das Militaer keine Xinjiangren aehnlichen Charakteristiken aufweisst und komplett aus Han Chinesen zu bestehen scheint."

Kein Wunder, denn diese werden absichtlich im Ausland ausgeblendet. Denn warum sollte ein Uigure seine "Landsleute" unterdruecken wenn er als Uigure unterdrueckt wird.

Das Video von einem Koreanischen News Channel:
Wenn man genau hinsieht, sieht man auch bei den Wujings und Militaer Uiguren und andere Volksgruppen als Han.

http://www.youtube.com/watch?v=9wIQRZyNbAg
 
 
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ino
09-jul-09
Die Berichterstattung zeigt schon Wirkung:

Anschlag auf chinesisches Konsulat in München:
http://www.netzeitung.de/politik/deutschland/1397999.html

Uiguren gehen in München auf Chinesen los:
http://www.pnp.de/nachrichten/artikel.php?cid=29-24580315&Ressort=pol&BNR=0
(auf dem Foto ist ein Uigure zu sehen, der eine chinesische Fahne zerreißt, zuvor hat einer die Fahne mit einem Klappmesser bearbeitet)

usw.
http://www.abendzeitung.de/muenchen/117846
 
 
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thintel
09-jul-09
Von einer Ueberfremdung und assimilation kann man deshalb nicht wirklich sprechen.

Ich errinnere mich an einen alten Schulkollegen Xinjiangren, mit dem ich 6 Jahre in in der Schule war und bisher noch gute Kontakte habe.
Wenn ich allein diese 6 Jahre Schullaufbahn sehe, hatte er viel mehr Verguenstigungen in der Schule als wir Han Chinesen. Mit einer sehr geringeren Noten bei der Hochschulaufnahmepruefung war er dann in die Uni gegangen und musste damals viele Gebuehren in der Uni nicht aufkommen. Er lebt seit 20 Jahren mit seiner Familie schon bei uns unter den Han Chinesen und arbeitet nun im Rathaus von Shanghai. So sehe ich einen Xinjiangren als einen ganz normalen Mensch wie wir.

Zu den inländischen Konflikten. Ich fürchte schon seit Jahren, dass in China in der Zukunft die Konflikte von Reichen und Armen verschärfen können. Da sehe ich einen grossen Handlungsbedarf seitens der Regierung.

Um eine so grosse Unruhe zu finanzieren und zu organisieren, muesste eine Organisaiton dahinten stehen. Egar aus welchem Grund, Armut oder Fremdhass. Einen Angriff auf unschuldige Bevölkerung sogar Kinder auf der Strasse kann man auf jeden Fall nicht dulden.

Die europäische Medien finde ich schon immer übertrieben und muss man auch nicht glauben, was die berichten. Ich hoffe nur, dass der nächste Nobel-Friedenspreis nicht an Rebiya Kadeer geht.

LG
 
 
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