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aw: rot-braun   guter beitrag schlechter beitrag
Jaaan
06-aug-03
@ Lu und all:
erstmal was zum Thema. Die Nationalzeitung hat auch eine Online-Ausgabe (http://www.dsz-verlag.de/). Wer Lust hat kann mal draufgehen, sei aber vorgewarnt. Es ist eine widerliche Ansammlung von braunem Gedankengut, dass es schon peinlich ist, dass so etwas noch in Deutschland verlegt werden darf.

@YP:

Es ist bei Gott nicht meine Absicht ein verzerrtes Chinabild im Raum stehen zu lassen. Auch ich lebe hier gerne und will so lang als möglich bleiben. Auch ich werde dann oft mit den typischen China-Voruteilen aus Europa konfrontiert. Aber es ist nun mal auch eine Tatsache, dass China andere Völker unterworfen hat (Tibeter, Uiguren, Mongolen...). Sonst wäre China auch kein Vielvölkerstaat geworden. Das ist nun mal Geschichte, auch Deutschland und die meisten anderen Ländern hatten diese Phasen, aber man braucht sie ja nicht zu leugnen. Ich halte dich für einen der intelligentesten Leute in diesem Forum mit einem enormen Hintergrundwissen über asiatische und auch westliche Kulturen, daher finde ich es ziemlich schade, dass es bei dir den Anschein hat, dass du die dunklen Kapitel der chinesischen Geschichte (die ja jedes Land hat, als Deutscher kann man da sich ja nicht verstecken) am liebsten verleugnen möchtest...
Wenn irgendjemand pauschal Chinesen beleidigt, dann finde ich das genauso unverschämt wie wahrscheinlich die meisten anderen hier!


Cheers :-)

Jan
 
 
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denker
06-aug-03
@yelloperilo: Das chinesische Volk wird durch diesen Botschafter beleidigt, der einer faschistischen Zeitung ein Interview gibt!
Lang lebe die Demokratie!
 
 
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internationalist
06-aug-03
@yelloperillo: Warum regt ihr Chinesen euch so fuerchterlich auf, wenn jemand etwas Schlechtes ueber euer Land sagt.? Wie oft muessen sich die Angehoerigen anderer Nationen Kritik gefallen lassen, vor allem Amerikaner und Israelis. Ich bin 1984- damals war ich Gymnasiast- mit meiner Schulklasse nach Israel gefahren, wo wir bei Gastfamilien untergebracht waren. Zuerst dachte ich, dass das fuer uns als Deutsche keine einfache Zeit werden wuerde. Aber dann war ich ueberrascht , wie freundlich die Leute zu uns waren, obwohl einige Angehoerige im Holocaust verloren hatten. Wir deutschen Schueler waren damals so um die 18,19 Jahre alt und mehrheitlich politisch links eingestellt. Viele von uns-mich eingeschlossen- aeusserten sehr kritische Meinungen in bezug auf die Politik Isreals den Arabern gegenueber. Wir sind aber nie von irgendeinem Isreali bloed angemacht worden. Im Gegenteil: die Leute haben es genossen. mit uns zu diskutieren.
Ihr Chinesen solltet mal lernen, cooler zu werden.
Ich halte nicht fuer einen Zufall, dass der chinesische Botschafter den Faschos ein Interview gegeben hat. Ist doch klar, warum: Die Rechten in Deutschland bewundern China: Es gibt nur 1 Partei, die die gesamte Gesellschaft kontrolliert; Es ist eine kollektive Wir-Gesellschaft, in der das Individuum sich der Gruppe unterordnen muss; Und last but not least dieser schmierige und verlogene Nationalismus, den auch die Faschos in Deutschland predigen.
Eines haette der Botschafter bedenken sollen: Jede Woche werden in Deutschland Auslaender(auch Chinesen) von irgendwelchen Plattenbaufaschos zusammengeschlagen. Aber wahrscheinlich war die Eitelkeit des Botschafters zu gross, um das zu bedenken.
 
 
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Irish
06-aug-03
Yello
Nichts gegen Dich persoenlich und auch als Zensor, solange Du unparteilich bleibst. Aber bitte hoer auf die Chinesen als friedliebendes Volk zu verherrlichen, die niemals etwas Boeses getan haben. Die ganze chin. Geschichte wimmelt von Erroberungen, Rebellionen, Morden usw.
das beginnt schon beim ersten Kaiser Qin Shihuang (der mit den Terrakotta Figuren). Er eroberte die Nachbarstaaten Han, Zhao, Wei, Chu und Yen. Meinst Du das das unblutig abging und alle 'Hurra' gebruellt haben. Weiterhin drei Ueberfaelle (ohne Erfolg) auf Korea in der Sui-Dynastie. Die Besetzung Siams (Thailand). Hinrichtung von 10.000 Gebildeten plus Familien in der Ming Dynastie. Taiwan wurde erobert usw, usw. Wie gesagt, nichts persoenliches, aber hoer auf mit der Maer der Friedliebenden. Chinesen waren und sind auch nur Menschen wie alle anderen, nicht besser und nicht schlechter.
 
 
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Jaaan
06-aug-03
@ Irish:
Du sprichst mir aus der Seele :-)

So long,

Jan
 
 
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Yelloperilopremium member
06-aug-03
@ Jaaan.

"... Aber es ist nun mal auch eine Tatsache, dass China andere Völker unterworfen hat (Tibeter, Uiguren, Mongolen...)...."

Tut mir leid, ich ich Dir hier auch widersprechen muß. die Mongolen haben uns überfallen und die Yuan Dynastie gegründet. 1000 Jahre vorher haben wir schon die Mauer gebaut, damit sie nicht hier rein können. Die Yuan Dynastie und später die Qing Dynastien, beide nicht-chinesische Dynastien in China habe auch die größten Eroberungszügen gemacht. Sie haben Tibet und Xinjiang unterworfen. Die VRChina als Erbe des Kaiserreiches und der Republik China betrachtet diese Gebiete als ihr Hoheitsgebiet. Übrigens betrachtet hat (Die Republik China auf) Taiwan auch diese Auffassung.

Ich glaube, du brauchst ein paar Stunden Geschichtsunterricht.

@ denker

Bitte ein paar Posts weiter oben lesen. Ich habe in keinem Wort seine Handlung begrüßt.

@ internationalist

Dein Vergleich China mit Israel ist wohl an den Haaren herbeigezogen. Israel besteht komplett aus besetztem Gebiet. Sie üben ein Apartheid-Politik und Staatsterror aus. Israel ist ein Gebilde europäischer Imperialismus, Zionismus und Rassismus. Ich bitte Dich nicht alles in einem Topf schneißen. Das ist nicht glaubwürdig.

@ Irish

Zensor ist ein "sehr gut" gewähltes Wort.
Ich habe in keinem Beitrag geschrieben, daß China im Laufe seiner Geschichte frei ist von Kriegen, Morde und Intrigen. Natürlich haben wir im Laufe der Zeit oft Grenzkriege mit Nachbarstaaten geführt, sowie die Bayern mit den Preussen, die Habsburger gegen die Bourbonen, Englend gegen Frankreich, etc. Aber China hat nie im Namen Gottes oder des Menschenrechtes Drogen verkauft, Völker versklavt, dezimiert, ausgebeutet und rassistisch diskriminiert und das nicht mit Grenzstaaten, wo Streitigkeiten oft unvermeidlich sind, sondern weit weg von zu Hause.

...
 
 
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Yelloperilopremium member
06-aug-03
@ all

Der Ausgangspunkt dieser Debatte war "China hat Welteroberungspläne...". mein anliegen ist, die Person, die diese Behauptung in den Raum gestellt hat, zu befragen, welche Beweise er aufführen kann, um seine aussage zu stützen.

Bisher habe ich nur weitere Behauptungen und Angriffe auf meine Gegenargumente bekomen.

Ausserdem - hat einer von Euch überhaupt einen einzigen Artikel von C.K. Liu gelesen, bevor er sich weider gegen mich gerichtet hat? Sei fair, ich habe die deutsche und europäische Geschichte als nicht Historiker relatitiv gut durchgearbeitet.

Gruss

YP
 
 
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lukullus
06-aug-03
also der erste Artikel war ziemlich schwer verdaulich (elaborierter Satzstil). was Liu im kern meint ist, das der westen seinen mass-stab fuer gut und boese, moralisch-unmoralisch, unreflektiert auf andere kulturkreise uebertraegt? dass schlimmer noch als der traditionelle kolonialismus heutzutage kulturimperialismus betrieben wird?
ich habe ehrlich gesagt seine konzepte von "modernitaet" und "barbarei" genausowenig verstanden wie die lange ausfuehrung ueber den militaerischen einsatz der armbrust.
YP vielleicht kannst du uns ja ein wenig aufklaeren?

Cheers
Luk
 
 
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Irish
06-aug-03
@Yello
Wir kommen uns ja langsam naeher. Natuerlich ist das was die Englaender, Portugiesen, Spanier, Hollaender und andere zu ihren Glanzzeiten weltweit getrieben haben zu verdammen, aber letztendlich auch nur Vergangenheit und sollte nicht immer wieder und wieder durchgekaut werden und als Argumente, fuer die Schlechtigkeit der Europaer und fuer die Friedlichkeit der Chinesen, benutzt werden. Auf der anderen Seite sind nicht vermeidbare Grenzkriege wie Du sie nennst m.E genau so schlimm wie z.B in der juengsten Vergangenheit Deutschland/Polen, Deutschland/Frankreich usw und hatten letztendlich auch nur ein Ziel, naehmlich andere Voelker zu unterjochen und auszubeuten und das war in China nicht anders. Kurz gesagt, alle Kriege, ob gegen den Nachbarn oder sonstwo sind zu verdammen.
 
 
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Johann Mutz
06-aug-03
@yelloperillo
Ich frag mich was dir im Leben passiert ist das du dich so Unglaublich
Angegriffen fühlst,nur bei der geringsten Kritik über China.
Du blässt dich auf als großen Chinaexperten.Eine Aufgabe die fast Unmöglich ist,schon allein weil das Land so rießen groß ist mit einer Unzahl an Kulturen und Menschen.Und genauso Facettenreich ist ihre Handlungs und Denkweise.Du versuchst uns ein freidlebendes Toleran-
tes Chinesisches Volk zu vermitteln,ist es auch,aber genauso Grausam-
keiten und Brutalität gehört bis heute zum Chinesischen alltag.
Und die Ausage die du einmal weiter oben zu @Geschichte gemacht hast:
"Und-bevor ich nur einen Stein nach Europa geworfen habe,bin ich schon mit ein paar Kanonenkugeln zermalt worden."
Das trifft genau auf dich zu.Geschickt kaschierst du die eigene Geschichte
mit ihren Brutalitäten,dagegen wird unsere Europäische Vergangenheit
als das schlimmere,ja gar als das schlimmste dargestellt.Als ob es einen
unterschied ausmacht ein Volk um des Glaubenswillen Anzugreifen,oder
mir mehr Land Erobere um mein Reich zu Vergrößern.Der einzelne Leid-
tragende ist es völlig egal aus welchen Gründen er und seine Familie Umgebracht wurde,Mord ist Schlussendlich Mord.Auf der höheren Geisti-
gen Ebene gibt es dafür keine Berrechtigung.
Zum anderen bringst nur in Englisch geführte Artikel als Begründung für deine These,warum keine Deutsche !
Auch sind es nur Artikel,die noch dazu von zweifelhaften Personen Verfasst wurden.Das hat nichtmal den Ansatz einer Wissenschaftlichen
Studie.
Noch zum Schluss.Deutschland ist ein Verhältnissmässig kleines Land mit
nur ca. 80 millionen Einwohner,man sollte fast meinen ein überschau-
bares Land.Trotzdem gibt es so viele interessen die auseinander liegen,
das es mich immer wieder Verblüfft wie Handeln und Denken voneinander entfernt sind.Das solltest du dich auch zu Herzen nehmen,
und deiner Schreibweise etwas anpassen.
 
 
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Lili-neu
06-aug-03
@ all
ich finde es nicht schön, bei sachlichen Dingen zu persönlich zu werden. Man hat neben dem Beruf nicht die aller Zeit der Welt, jeden Artikel genauste zu lesen und stets mit geeigneten Worten auszudrücken. Aber durch Lesen der Aktikeln verschafft mir doch den Eindruck, daß manche Forumteilnehmer dazu neigen, persönliche Angriffe zu starten. YP hat in den meisten seiner Beiträge nur versucht, ein klares Bild über die Vergangenheit Chinas darzustellen. Es ist sicherlich nicht aus dem Grund, sich angegriffen zu fühlen bei gringsten Kritiken über China. Die meisten Chinesen sind bewußt, daß es auch in China viele Ereignisse gibt, die man nicht immer willkommen heißen kann.

Was YP über China geschrieben hast, sind im Grunde genommen auch der Wahrheit entsprechend. Es gab in China natürlich mit Blut und Krieg geschriebenen Geschichte, aber wir haben tatsächlich nicht versucht, andere Völker zu versklaven.
Was Tibet betrifft, hat einer/eine Tibetaner mehr Vorzüge als einer/eine Han-Chinese, ein ganz einfaches Beispiel: ein Han-Chinese muß streng der Regelung "ein Kind pro Familie Politik" folgen, während die Mindernationaliäten, natürlich auch Tibetaner 2 bis 3 Kinder pro Familie bekommen kann. Gesellschaftlich gesehen, war ein Tibetaner nach dem neuen China nie gegenüber Chinesen unterwürfig gewesen.
Was Kulturrevolution in China betrifft, bedauern wir heutezutage alle. Aber auch damals war es kein Krieg gegen andere Nationen, sondern unten den Chinesen.
Die meisten Chinesen sind nachwievor für Frieden der Welt und es ist überhaupt nicht nachvorziehbar, daß China in der Zukunft, wenn sie wieder mal so stark und mächtig wird wie sie früher mal war, die Welt erobern wird. Im Gegenteil, ein starker China ist nur gut für den Frieden der Welt. Ausgleichtheorie, da kann die Supermacht Amerika nicht immer willkürlich gegen den Willen der meisten Weltbevölerung einen Krieg starten.
 
 
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Lili-neu
06-aug-03
Was YP als Co-admin betrifft, kann ich der Aussage von "Geschichte" leider nicht folgen. Auch als Co-admin darf er seine eigenen Meinungen zu einem Thema äußern.
Die Aufgaben eines Co-admins ist schließlich doch, die Beiträge, den Richtlinien des Forums nicht entprechend, zu löschen. Oder hat jemand etwas zu belegen, daß YP seine Funtion als Co-admin mißbraucht hat und einen Artikel willkürlich gelöscht hat, nur weil darin eine andere Meinung ist als seine? Wenn so etwas passieren würde, dann bin ich auch der Meinung, daß er nicht geeigenet ist als Co-admins zu fungieren.
Bis dahin möchte ich ihm noch viel Erfolg in dieser Funktion wünschen.
 
 
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Yelloperilopremium member
06-aug-03
@ Lukullus

"...das der westen seinen mass-stab fuer gut und boese, moralisch-unmoralisch, unreflektiert auf andere kulturkreise uebertraegt? dass schlimmer noch als der traditionelle kolonialismus heutzutage kulturimperialismus betrieben wird?..."

Das ist sozusagen ein Teil des Kernsatzes im ersten Artikel.

Lukullus: "ich habe ehrlich gesagt seine konzepte von "modernitaet" und "barbarei" genausowenig verstanden wie die lange ausfuehrung ueber den militaerischen einsatz der armbrust."


[Zitat]
"...The fault in both these views is the assumption that modernity is an exclusive characteristic of the West. On the surface, such views appear self-evident, since science and technology have been the enabling factors behind Western ascendance and dominance. But the "modern world" can be viewed as a brief aberration on the long path of human destiny, a brief period of a few centuries when narcissistic Western thinkers mistake technological development as moral progress in human civilization. Many barbaric notions, racism being the most obvious, appear under the label of modernity, rationalized by a barbaric doctrine of pseudo-science. The West takes advantage of the overwhelming power it has derived from its barbaric values to set itself up as a superior civilization. The West views its technical prowess as a predatory license for intolerance of the values and traditions of other advanced cultures..."

"...Confucian ethics notwithstanding, morality and honor failed to save China from Western imperialism, because morality and honor require observation from both opponents. It was not a clash of civilizations, but a clash between civilization and barbarism. Militarism is a race toward barbarism camouflaged by technology as modernity..."

Die Ausführung über den Einsatz der Armbrust versucht zu illustrieren, warum China trotz der Erfindung des Schießpulvers nicht geschafft hat, eine moderne Feuerwaffentechnik zu entwickeln.
 
 
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Yelloperilopremium member
06-aug-03
@ Irish
Grenzkonflikte wie sie damals in vor-imperialistischen und nationalstaatlichen Europa stattfanden haben oft wenig mit Ausbeutung und Unterjochung fremder Völker zu tun. Oft sind es Familienfehden der aristokratischen Familie, die auf Kosten der Bevölkerung ausgefochten wurden. Dem Volk war es eigentlich egal, ob der Landesfürst ein Deutscher, Engländer oder Franzosen ist, da das Konzept der Nation und somit der Selbstdefinition als Deutscher oder Engländer gar nicht existent. Somit kann man auch erklären, warum eine "deutsche" (eigentlich Hannoveraner) Familie den englischen und ein Bourbonen den spanischen Thron beerben konnte. Die Idee der Nation ist erst im 18. Jhd. entstanden, und eine Nation kann sich auch nur behaupten, wenn sie sich kulturell, historisch und sprachlich durch Legendenbildungen und Rückgriffe auf vergangenen Mythen sich von vermeintlich fremden Völker abgrenzt. Eben durch diese Abgrenzung ist auch die Idee des modernen Rassismus entstanden.

In China hat man bis vor 150 Jahren das Wort für Nation gar nicht gekannt - bis die Europäer kamen. Das Wort "Guojia", was soviel wie Reich-Familie heißt, ist ein Neologisme des 19. Jhd. China hat sich immer als Vielvölkerstaat im Einheitsstaat verstanden. Dieses Konzept läßt offen andere Völker als gleichwertig zu behandeln, wenn sie die chin. Kultur akzeptieren, was in fast allen Fällen kein Problem war, da die chin. Zivilisation allen Nachbarstaaten hochüberlegen war.

Der europäischer Nationalstaat läßt dies nicht zu; denn dann würde die Einzigartigkeit des eigenen Volkes mit ihren Mythen und Legenden obsolet sein. Man kann nur durch seine Geburt und Rassenzugehörigkeit (i.d.F. die weiße Rasse) als Gleichberechtigter gelten.
 
 
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Yelloperilopremium member
06-aug-03
@ Irish

Ich schweife aus ;-) Nun, man kann keine aktuelle Handlung beurteilen, wenn man die Vergangenheit außer Acht läßt; denn alles hat seine Wurzeln, nichts entsteht aus dem Vakuum. Es gibt Wendepunkte in der Geschichte und Handlung einer Nation, aber sie basieren immer auf das, was vorher passiert ist ? auch wenn es schon 1000 Jahre zurück liegt.

@ Johann Mutz

"Ich frag mich was dir im Leben passiert ist das du dich so Unglaublich
Angegriffen fühlst,nur bei der geringsten Kritik über China. Du blässt dich auf als großen Chinaexperten..."

Ich akzeptiere jede Kritik, wenn sie begründet sind. Wo ist die Begründung für die oben gestellte Behauptung "China...Welteroberung" bisher geblieben? Und ich kann behaupten, daß ich mehr China-Experte bin als fast jeden Forumsteilnehmer hier ;-)

"...Eine Aufgabe die fast Unmöglich ist,schon allein weil das Land so rießen groß ist mit einer Unzahl an Kulturen und Menschen..."

Du sagst es! Dann frage ich mich wie ein paar Europäer, die kaum Chinesisch beherrschen und erst seit ein paar Jahren in China leben über China urteilen können.

"...Geschickt kaschierst du die eigene Geschichte mit ihren Brutalitäten, dagegen wird unsere Europäische Vergangenheit als das schlimmere,ja gar als das schlimmste dargestellt..."

Wenn Du meine frühere Posts gelesen hättest, würdest Du sehen, daß ich mich nie für die Grausamkeiten in der chin. Geschichte entschuldigt habe, geschweige sie zu kaschieren. Und Grausamkeiten sind Grausamkeiten, egal ob europäisch oder chinesisch. Nur, wir zeigen nicht überall mit dem Finger hin, wie schlecht, grausam, unmenschlicht und primitiv die andern sind, nachdem man selbst die ganze Welt versklavt, unterjocht, diskriminiert und ausgebeutet hat und darauf seinen Wohlstand aufgebaut hat.
 
 
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Yelloperilopremium member
06-aug-03
cont.

"...Zum anderen bringst nur in Englisch geführte Artikel als Begründung für deine These,warum keine Deutsche !
Auch sind es nur Artikel,die noch dazu von zweifelhaften Personen Verfasst wurden.Das hat nichtmal den Ansatz einer Wissenschaftlichen Studie...."

Tut mir leid, es gibt wahrscheinlich noch zu wenig Chinesen, die der deutschen Sprache so mächtig sind. Abgesehen davon, ist eine deutsche Begründung etwa glaubwürdiger als eine englische? Und was ist so zweifelhaft an dieser Person? Kannst Du das begründen? Zumindest ist er Professor an der Harvard, UCLA und Columbia Universität. Die Artikeln haben auch nicht den Anspruch einer wissenschaftlichen Arbeit. Sie sind lediglich sehr gut geschriebene Zeitungsartikeln.

Gruss

YP

(ich kann hiernach erst morgen wieder posten - Limit!)
 
 
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Jaaan
07-aug-03
@ YP:

Soso, die Yuan und die Qing-Dynastie haben die meisten Eroberungen gemacht, aber du sprichst ihnen ja ab, dass es CHINESISCHE Regenten waren. Und ihre Armeen? Da war sicher kein einziger Chinese dabei, oder? Das waren alles Mandschukos oder Mongolen und mit den paar Leutchen haben sie dann Tibet, das Tarimbecken.... erobert. Es ist historisch erwiesen, das die Armeen zum Großteil aus Han-Chinesen bestanden. Also wurden doch durch chinesische Truppen andere Länder erobert und versklavt. q.e.d

Cheers, Jan

PS: Ich muß mich korrigieren, es macht doch Spaß mit dir zu diskutieren:-)
 
 
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lukullus
07-aug-03
meine Frau wurde einmal zu einem Amnesty-abend in D eingeladen. sie wagte es, das china-bild der anwesenden (die alle noch nie hier gewesen sind) zu erschuettern indem sie behauptete das nicht jeder chinese sich unterdrueckt und geknechtet fuehlt. als sie schliesslich auch noch in frage stellte ob unser verstaendnis von demokratie in china ueberhaupt anwendbar sei, waere sie beinahe - ganz un-amnestylike - rausgeschmissen worden.
das gleiche passiert hier. die meisten der "china-experten" hier fuehlen sich hier auf den schlips getreten weil unser YP ziemlich genau weiss, wovon er spricht und es wagt, an ihrem wertebild zu ruetteln.

zugegebenermassen ich hatte schon mehr spass beim lesen, aber Liu macht einen punkt. wer von uns hat sich gefragt ob unsere christlich-aufgeklaerten wertemassstaebe wirklich so universal sind?

@Johann
YP hat eine quelle gebracht. warum bringst du nicht einfach eine bessere und "deutsche" (wenn das wirklich eine bedeutung hat)?
 
 
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Yelloperilopremium member
07-aug-03
@ Jaaan

Jetzt wird es recht amüsant mit Dir. Als die Mongolen China (zur gleichen Zeit auch Xinjiang und Tibet) und der Rest der eurasischen Platte eroberten, da war in der Eroberungsarmee herzlich wenig Chinesen anwesend gewesen. Auch danach spielten Chinesen kaum eine Rolle in der Armee, da Chinesen nicht erlaubt waren, höhere Ämter zu bekleiden. Chinesen waren per Gesetz sogar nur Bürger 3. und 4. Klasse, was unwesentlich besser war als einen Leibeigener. Ihre Abneigung, Diskriminierung und ihr Mißtrauen der chinesischen Kultur gegenüber wurde auch ihr größter Fehler - die Dynastie hat nur 97 Jahre bestanden - eine recht kurze Zeit. Die nachfolgende Ming Dynastie hat als Erbe die einverleibten Territorien behalten. Die Mongolen zogen sich zurück.

Nach der Ming Dynastie kamen die Mandschuren. Die Qing Dynastie hat kurz nach der Eroberung Chinas das chinesische Territorium am weitesten ausgedehnt. Auch in der Qing-Armee spielten die Chinesen am Anfang nur eine nicht nennenswerte Rolle, also zu der Zeit als die Erobrungszüge gemacht wurden. Die Bevölkerung wurde auch in zwei Klassen unterteilt; nämlich in Qiren (Banner-Mensch) und Hanren (Han-Chinese). Der Grund warum die Mandschus sich so lange an der Macht halten konnten war ihre Bereitschaft die chinesische Kultur aufzunehemen. Die Sinisierung ging sogar soweit, daß am Ende die madschurische Kultur ganz verlosren ging.

Was Du als Mandschukuo bezeichnest war ein Marionettenstaat der Japaner mit dem Ex-Kaiser Puyi (der letzte Kaiser) an der Spitze. Dieser Staat wurde außer von Japan (inkl. Achsenmächte) und Polen von keinem anderen Staat anerkannt und hat auch nur wenige Jahre bestanden.

Wenn Du jetzt meinst, die Eroberungsarmeen würde zum großen Teil aus Chinesen bestanden haben, dann muß ich Dich wieder enttäuschen. Schließlich stand wohl kaum ein Chinese vor den Toren Wiens, als die Mongolen Europa überfielen.

Does anybody else need some history courses? ;-)

Gruss

YP
 
 
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Geschichte
07-aug-03
@yelloperillo
Genau,und Hitler war ein Österreicher und somit ist das Land alleine Schuld für die Zerstörung Europas Anfang des 19ten Jahrhunderts !
Und das Tibet wärend der Kulturrevolution Erobert wurde,waren ja wahrscheinlich auch keine Chinesen,mit samt ihren Greultaten an den
Mönchen und Familien.
Ach ja,da war noch das Massager am Tian'amen Platz an den Studenten,
auch keine Chínesen.Derjenige der den Schießbefehl für die Soldaten gab war ja sicher auch kein Chinese.
Umerziehungslager oder Straflager,oder wie auch immer du es nennen
möchtest,leiten auch keine Chinesen.
Mir kommt es fast so vor das die Armen Chinesen die "Juden" des Ostens sind,Geschunden und Geschlagen,und von der ganzen Welt miss-
verstanden.
Tatsache ist das,solange es Umerziehungslager,Erschiessungen,und so-
was wie das am Tian'amen Platz gibt,die Freiheit nur bis zu ein gewisses
Maß Vorhanden ist.Friedliche Glaubensgruppen wie Falung Gong Verfolgt
wird,von den alltäglichen Verfolgungen von sogenannten Dissidenten die
mehr Menschenrechte möchten,ganz zu Schweigen.Von anderen Behörd-
licher Willkür von den nur die wenigsten erfahren.
Solange es solche Zustände in China gibt,kann ich nur schwer Glauben
das dieses Land auf lange Sicht nur Friedliche Absichten hat.Da kannst du noch soviel Geschichtliche Ausführungen machen.Abgesehen davon
ist es nachwie vor eine Diktatur.
Ich mag und ich Lebe in China,meine Partnerin ist Chinesin,viele meiner
Freunde sind Chinesen,und Stell dir vor,die meisten dieser äusserungen
kommen von meinen Chinesischen Freunden.
@lukullus
Ich gebe dir Recht wenn du meinst das vieles von unseren Westlichen
Wertmasstäben in China nicht anwendbar sind.Daran Rüttelt ja auch keiner,aber Glaubst du nicht auch das es ohne Folter, Erschiessungen und Verfolgung von Menschen die mehr Freiheit wollen auch geht ?
 
 
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