BEIJING
sarita50
harry5350
shanghai1145
pitz7644
NurDerFCB43
JOMDA8842
AKPudong42
OCH42
kicker42
Miguel42
1. Bundesliga
Tippspiel Top-10
 
JOMDA8869
 
Miguel65
 
Mr-URSTOFF58
Bayerinshangha56
MaikeM55
 
sarita52
GermanButcher52
opauli200451
 
Hangzhou250
NKM50
2. Bundesliga
Tippspiel Top-10
premium praktika


  |  
   
 neue antwort neue antwort | zurück übersicht
Wirtschaftsmacht China   guter beitrag schlechter beitrag
Jaaan
14-aug-03
Interessanter Artikel über die Angst der Amerikaner vor der chines. Wirtschaftsmacht. Beachtet auch die Links auf der Chinaflagge am Ende des Artikels.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,260508,00.html

Grüße,

Jaaan
 
 
aw: Wirtschaftsmacht China   guter beitrag schlechter beitrag
xiaojo
14-aug-03
Sehr interessanter Artikel, seit wann ist der im Spiegel? Ich schaue mir jeden Tag den Spiegel an und habe den noch nie gesehen.

Gruss

xiaojo
 
 
aw: Wirtschaftsmacht China   guter beitrag schlechter beitrag
chris
15-aug-03
der ist erst gestern erschienen, finde den auch super interessant...
 
 
aw: Wirtschaftsmacht China   guter beitrag schlechter beitrag
Diplomand
15-aug-03
Nicht nur die Amerikaner sollten Angst haben, sondern auch wir Europäer. Es wird nicht mehr lange dauern, dann werden die Chinesen auch unsere Kernindustrien ereichen. Prominentes Beispiel: die Automobilindustrie (jeder vierte Arbeitsplatz in D hängt direkt oder indirekt von dieser Industrie ab):

Warum ?

1.) Lohnkosten hier sind unschlagbar.
2.) Regierung forciert Entwicklung eigener Entwicklungskompetenz.
3.) vollständige Zulieferkette siedelt sich auf Grund der zu erwartenden Grösse des Marktes hier an.

Diese Entwicklung befindet sich allerdings erst in der Anfangsphase. In zwei Jahren werden lokale Zulieferbetriebe im Stande sein, gleichwertige Produkte - nur zu chinesischen Kosten - an unsere Heimatmärkte zu liefern. Deutsche Zulieferkonzerne werden - aufgrund des Preisdrucks in der Autoindustrie - hier produzieren und Werke in D schliessen. Folge - sehr hohe Arbeitslosigkeit, soziale Problem, Rezession (wie derzeit in Japan) und Deflation.

Wir werden die selben Probleme in einem Jahr haben, wie die USA heute.

Wird sich diese Entwicklung fortsetzen? JA - Warum?

Weil
1.) Kosten werden weiter günstig bleiben, da 1.3 Milliarden Menschen
2.) China hohe Entwicklungskompetenz erreichen wird
3.) Protektion der chinesischen Industrie durch Regierung durch Hintertüre (z.B. Drei Häfen und eigene Vertriebskanäle für importierte Autos)

China wird globalen Exportbasis für Atomobile, mit starken Heimatarkt. (75% Wachstum im ersten Halbjahr - 5 Millionen jährlicher Jahreabsatz an Automobilen 2005; Wesentlich mehr als in D)

Frage: Welche Perspektive hat die Europäische Wirtschaft? Wie soll Sie auf diese Entwicklung reagieren?

Antwort ....... keine Ahnung!

Vielleicht fällt euch was ein

LG
 
 
aw: Wirtschaftsmacht China   guter beitrag schlechter beitrag
xiaojo
15-aug-03
ein bisschen Hoffnung habe ich schon.
Die meisten erfolgreichen Firmen sind größtenteils Ausländisch (mal von China Telekom abgesehen) Wenn die Chin. Regierung den Ausländ. Firmen Knüpel zwischen die Beine wirft wird sie da landen wo sie schon mal war. Die Welt wird es nicht zulassen das China anderen Ländern Wirtschaft kapputt macht. Es wird Handelszölle (Import) geben usw. Das liegt bestimmt nicht im chin. Interesse. Die meisten guten Firmen sind in ausländischer Hand. Die Gewinne würde ich aber nicht alle in China anlegen, weil politisch zu riskant. ein großteil der gemachten Gewinne wird wieder zurück nach Europa, Japan und USA fliessen.

Die Textilindustrie von Deutschland ging ja schon vor langer Zeit kapputt. Adidas, Trigema, Gonso, Puma.. haben trotzdem überlebt. Das Problem waren die sChliessungen von Produktionsstandorten in Deutschland. Ausser Trigema macht niemand mehr richtig was hier.
In den USA hat ein es ein bisschen länger gedauert, aber deren TExtilindustrie geht jetzt auch unter.
Wenn man freie Wirtschaft will kann man nicht mit dem Motto fahren.
"Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass."
Meiner Meinung nach ist der Yuan übrigens eher überbewertet.

China's interesse ist es auch die Interessen der westlichen Firmen und Länder zu berücksichtigen. Die wollen sich auch nicht den eigenen Ast abschneiden.
 
 
aw: Wirtschaftsmacht China   guter beitrag schlechter beitrag
Bernhard
15-aug-03
@xiaojo - der RMB wird bewußt überbewertet, sonst kracht das ganze Bankengebilde in China zusammen (siehe auch Spiegel-Artikel), ansonsten stimme ich Dir vollkommen zu.
@Diplomand - die Aussichten stimmen schon, aber ich denke, daß die Zeiträume weiter zu stecken sind. Ich habe jeden Tag mit chinesischen Lieferanten zu tun und wir produzieren selbst auch hier, die erreichten Qualitätsstandards sind noch viel zu weit zurück. Sicher werden die chinesischen Betriebe höhere Standards erreichen und es ist ein deutlicher Aufwärtstrend zu beobachten aber der Prozess hat noch zu sehr mit kulturellen, traditionellen und gesellschaftspolitischen Problemen zu kämpfen. Der momentane Run auf China kann auch sehr gefährlich sein, das ganze Gebilde kann auch sehr schnell einstürzen, wenn es übertrieben wird.
Gefahr für die europäische Wirtschaft schon, aber im Moment eher noch eine Triebfeder.
Grüße
Bernhard
 
 
aw: Wirtschaftsmacht China   guter beitrag schlechter beitrag
xiaojo
15-aug-03
Katastrophen bedeuten auch immer Möglichkeiten ich sehe nicht schwarz.

Mit dem Yuan finde ich trotz dem Spiegelartikel, dass der Yuan eher überbewertet ist. Ich widerspreche der Spiegelschlussfolgerung, dass der Yuan bei Marktkursen stärker sein würde. Ich versuch mal ein paar Gegenargumente zu finden. dauert aber noch ;-)
 
 
aw: Wirtschaftsmacht China   guter beitrag schlechter beitrag
gauss
15-aug-03
@bernhard
"der Rmb ist bewusst ueberbewertert (siehe auch Spiegel Artikel)"?

Sagt der Spiegelartikel nicht :"Die Chinesische Waehrung ist unterbewertet"?
Entweder bin ich nur ein dummer Inscheniör und nicht ein weiser Kaufmann oder du liegst hier irgendwo falsch.
 
 
aw: Wirtschaftsmacht China   guter beitrag schlechter beitrag
massenwahn
18-aug-03
... wenn die Geschichte mit dem Lohnniveau und der im Aufbau befindlichen Entwicklungskompetenz stimmen würde, wären Mexico und Brasilien längst reiche Länder, das kann's also nicht sein. Die Löhne fangen viel weiter unten an als in Europa, die Qualifikation aber auch. Am Ende machen 8 Leute, die ein Zehntel "kosten", die Arbeit eines teureren und produzieren dabei jede Menge Ausschuß...
... immer wieder wird auch die Bevölkerung der PRC als Hauptargument angeführt, OK, Köpfe hat's unschlagbar viele, aber wieviele davon sind Konsumenten, d.h. haben die Qualifikation, die ihnen ein einkommen beschert, von dem sie sich die ganzen tollen Autos etc. kaufen können.

Flexibel sind sie, alle miteinander, jeder in eine andere Richtung. Flexibilität geht aber zu Lasten von Standards, sei es Qualität, Leben, oder Sicherheit; diese Standards wiederum kosten. Die eigentliche Frage für die "hochentwickelten" Länder wäre daher: Was davon, was uns so unflexibel und teuer macht, brauchen wir in Zukunft noch, und welches sind die traditionellen Filzzöpfe, ohne die es auch geht (s. China, z.B.). Dies ist aber genau die Diskussion, in der man sich in Europa derzeit befindet, das ist gut so, nun müssen wir nur mal abwarten, was dabei rauskommt. Angst braucht man dabei eigentlich nicht vor China oder anderen Ländern zu haben, sondern eher vor der nicht zu überschätzenden Tatkraft unserer politischen Elite.

P.S.
Bitte aber jetzt keine Anrufe, keine Leserbriefe, "in Europa müsen Filzzöpfe weg" ist was ganz anderes als "in China gibt es auch genügend davon", bitte bei Bedarf anderen Thread bemühen
 
 
aw: Wirtschaftsmacht China   guter beitrag schlechter beitrag
Johann
18-aug-03
@massenwahn
Das klingt ziemlich Logisch was du da sagst,nur das man Südamerika
nicht mit China so leicht in einen Topf werfen kann.
1. Als ich vor zwei Jahren bei einer Einladung im German Center einen
Referat vom dessen Geschäftsführer hörte.Sagte diese "China hat ca.1,3
Milliarden Menschen,aber nur ca. 200 Millionen können Aufgrund einer
durchgeführten Studie unsere Produkte auch wirklich Leisten".Das schon
zum gegenwärtigen Zeitpunkt.
2. Das Ausbildungsniveau,der Fleiss und Ergeiz ist um ein vieles höher als in Südamerika.Es gibt bereits Reglementierung auf Universitäten in der USA für Asiaten,weil sie Aufgrund ihres hohen Lernerfolges die Hei-
mischen Schüler aus der Schule drängen.
3.Unter den Chinesen besteht eine wenn auch meist Stillschweigende
Solidarität.Damit ist gemeint das Ausland Chinesen mit einen hohen Bildungsstand die noch nie in China waren,zurück kommen(natürlich
auch aus eigenen Interessen)und hier ein Unternehmen Aufbauen.Einige
lassen sich auch hier für immer nieder,weil Kulturell und Sprachlich keine
Neuanpassung nötig ist.Die Chinesische Regierung Begrüsst dies,und macht diesen Menschen zum Teil grosszügige Geschenke,inform von Sonderrechten zur Firmengründung.
Von den Chinesen die nur im Ausland waren um zu Studieren,kommen
eh die meisten wieder zurück.Generell schafft dies alles auf dauer einen
hohen Bildungsstand,und somit auch eine ausreichende Kapazität von
Qualifizierten Leuten.Davon kann Mexiko und Brasilien nur Träumen.
Das einzige Entwicklungsland das ähnliche erfahrungen gerade macht ist Indien.
Zukünftig wird der Wind mehr aus den Osten wehen als aus den Westen.
Das ist aber auch schon alles.Die Chinesen brauchen auch unseren Markt
um zu Wachsen,und ihre Produkte zu Verkaufen.
 
 
aw: Wirtschaftsmacht China   guter beitrag schlechter beitrag
Yelloperilopremium member
06-sep-03
@ xiaojo

"ein bisschen Hoffnung habe ich schon.
Die meisten erfolgreichen Firmen sind größtenteils Ausländisch (mal von China Telekom abgesehen) Wenn die Chin. Regierung den Ausländ. Firmen Knüpel zwischen die Beine wirft wird sie da landen wo sie schon mal war. Die Welt wird es nicht zulassen das China anderen Ländern Wirtschaft kapputt macht. Es wird Handelszölle (Import) geben usw. Das liegt bestimmt nicht im chin. Interesse. Die meisten guten Firmen sind in ausländischer Hand...."

70% der FDIs kommen von Überseechinesen, der Rest teilt sich auf in EU, USA, Japan, Korea, etc.. Also nicht sonderlich viel und das wird auch so bleiben.

"...Meiner Meinung nach ist der Yuan übrigens eher überbewertet."

Das stimmt nur teilweise. Der Yuan ist meiner Meinung nach im Inland überbewertet und im Außenhandeln unterbewertet.

@ Johann

"...3.Unter den Chinesen besteht eine wenn auch meist Stillschweigende Solidarität.Damit ist gemeint das Ausland Chinesen mit einen hohen Bildungsstand die noch nie in China waren,zurück kommen(natürlich auch aus eigenen Interessen) und hier ein Unternehmen Aufbauen. Einige lassen sich auch hier für immer nieder,weil Kulturell und Sprachlich keine
Neuanpassung nötig ist..."

Da hast Du völlig recht. Ich kenne viele wohlhabene Chinesen, die ein Großteil ihres Vermögens in China investieren. Sie schicken ihre Kinder nach der Oberstufe/ Abi nach China, um ihre Kultur und Sprache besser zu kennen mit der Hoffnung, daß sie eines Tages auch beim Aufbau des Ahnenlandes einen Beitrag leisten.

Gruß

YP
 
 
aw: Wirtschaftsmacht China   guter beitrag schlechter beitrag
xiaojo
06-sep-03
Hi YP,

Naja, das mit den Laendern ist so eine Definitionssache.
Deine Zahl mit 70 Prozent mag ja stimmen jedoch ist die Frage, ob wir von Menschen Chinesischer Abstammung ausgehen oder von deren Nationalitaet. Ich bin der Ueberzeugung, dass ein von China abstammender Mensch mit Deutschem Pass ein Deutscher ist.

Eine Zweite Frage ist ob Taiwan Ausland ist oder eine abtruennige Provinz.

Das Menschen chinesischer Abstammung, die in anderen Laendern leben in China vermehrt investieren ist logisch, weil sie Land und Leute kennen. Ein gebuertiger Deutscher koennte sich da nicht so schnell reinfinden.

Gruss

Xiaojo
 
 
aw: Wirtschaftsmacht China   guter beitrag schlechter beitrag
Yelloperilopremium member
06-sep-03
Xiaojo,

Du unterschätzt die kulturelle Verbundenheit der Chiesen zu ihren Wurzeln. Viele Überseechinesen leben seit vielen Generationen im Ausland und halten die alte chinesische Kultur (die vorkulturrevolutionäre Kultur) am Leben. Sie sind zwar loyal zu ihrem Adoptivland, aber wenn es darauf ankommt schlägt das Herz doch für China. Siehe z.B. die anti-chin. Progrome in SO Asien. China ist der einzige Ort, der sie ohne Ausnahme als ihresgleichen annimmt.
Ich lebe schon sehr lange in Dt., spreche die Sprache relativ gut und akzentfrei, aber wie nimmt ein "Deutscher", der mich nicht kennt, auf der Strasse wahr? Das gleiche gilt auch in den Staaten, dort heißen chin. Einwanderer der x-ten Generation immer noch Chinese-American, der US Amerikaner an sich ist weiß, obwohl ein Großteil von ihnen vor wenigen Generationen noch Europäer waren.

Über Taiwan möchte ich hier mich nicht viel äußern - ich sage nur "size and time does matter - and China has the size and all the time".

Guckt Dir mal die Wirtschaft in SO Asien an, wer hat das Sagen dort, und wie nehmen sie sich selber wahr?

Ich will Dir hier keine Angst vor der "Gelben Gefahr" machen, denn die "Gelbe Gefahr" ist auch nur eine boshafte Propaganda der imperialistischen Revanchisten. Ein reiches und starkes China hat in der Vergangenheit der Welt mehr gutgetan als das Gegenteil. Warum soll sie das nicht wieder werden?

Gruß

YP
 
 
aw: Wirtschaftsmacht China   guter beitrag schlechter beitrag
xiaojo
06-sep-03
Hi Yp,

Ich glaube, dass es durchaus grosse Differenzen zwischen Mutterland-Chinesen und Chinesen ausserhalb von P.R.China gibt.
Kennst du das chinesische Schimpfwort Banane (aussen gelb und innen weiss?) fuer Chinesen, die im Ausland leben? Ich will das nicht kommentieren, weil es ein Innerchinesisches Ding ist. Ich frage immer ob es ein auch ein Wort fuer aussen weiss und innen gelb gibt.

Vielleicht hast du recht, dass es eine Verbundenheit gibt. Die gibt es auch von US-Amis, die Deutsche Vorfahren haben.
Ich erinnere mich erst vor kurzem an die Demo in Hongkong wo viele Chinesen (mit britischem Pass) demonstriert haben gegen die Sicherheitsgesetzte. Es gibt sehr viele Differenzen zwischen den einzelnen Chinesen. Es gibt schon riesige differenzen von Stadt zu Stadt von Dorf zu Dorf in P.R.China selbst.
Die Taiwanesen lassen die Chinesen von P.R.China manchmal wie Unterchinesen behandeln. Ich habe das selbst schon bei meiner Freundin erlebt. Da ging mir dann auch mal der Hut auf.
Wenn es aber gegen einen Aussenstehenden geht, stehen die Chinesen eher zusammen, das haengt aber stark von den innerpolitischen interssen ab.

Eine gelbe Gefahr gibt es nicht und du hast vollkommen REcht es handelt sich dabei um einen Begriff der alt und damals als Propaganda benutzt worden ist.- heute teilweise leider immernoch- Es gibt zwar gewisse Gefahren fuer Westliche Laender, die sind aber verschwindent klein in bezug zu den Moeglichkeiten, die China bietet.
 
 
aw: Wirtschaftsmacht China   guter beitrag schlechter beitrag
Yelloperilopremium member
06-sep-03
Xiaojo,

Differenzen gibt es immer und überall. Aber nur über die Differenzen zu sprechen, darauf kann man nichts aufbauen, weder ein Geschäft, eine Beziehung schon gar keine Nation oder Kultur. Vielmehr sind die kulturellen Gemeinsamkeiten das ausschlaggebende, die China über die Millenien immer noch zusammenhält, trotz allen Katastrophen - mesnchliche und natürliche.
Bananas werde diejenigen genannt, die sich als was besonderes wähnen, sprechen kaum ein Wort Chinesisch, sind nicht unbedingt die bestausgebildeten (oft von westl. Propaganda gehirngewaschenen) und kommen oft aus dem englischsprachigen Raum. Davon kenne ich einige, aber sie sind eine Minderheit, also nicht erwänenswert, eher zu bemitleidigen. Sie sind dort nichts und hier auch nichts.

Die Demos in HK ist ein gutes Beispiel der Manipulation westl. Medien. Es wird in einem Atemzug von 500.000 anti-chin. Demonstranten gesprochen, dabei haben 1/3 der Demonstranten für die Wiederverweinigun demonstriert plus ca. 30.000 Falun-gone-Anhänger, die ein anderes Agendum verfolgen. Mein Onkel hat auch an der Demo teilgenommen - für die Wiedervereinigung, aber hier im Westen wird das als anti-chin. Kundgebung verkauft.
Ich kann einerseits verstehen, daß die HK-Bürger um ihre Freiheit bangen, aber das ist ein Fehler der HK-Regierung, weil sie nicht genug Aufklärungsarbeit geleistet haben und wahrscheinlich sich nicht genug über die Gefühle de Bürger konsultiert haben. Letztendlich steht es im Basic Law, daß HK ein Antisubversionsgesetz verabschieden muß wie das in der gemeinsamen Vereinbarung zwischen China und GB steht. Im Vergleich zu den drakonischen Kolonialgesetze oder das Patriotic Act der USA ist Artikel 23 eher harmlos.

All die Teufeln, die die westl. Medien vor 1997 an die Wand gemalt haben, sind letztendlich nicht eingetroffen, da freut man sich doch um jede Gelegenheit.

Gruß

YP
 
 
aw: Wirtschaftsmacht China   guter beitrag schlechter beitrag
Yelloperilopremium member
06-sep-03
Hier ist ein interessanter Artikel, den ich allen Forumites wärmstens empfehle:

http://www.wacc.org.uk/publications/md/md1996-3/terrell.html

Nachdem ich diesen Artikel gelesen habe, ist mir auch vieles noch klarer geworden - nicht über über die Art und Weise wie westl. Journalisten über China berichten, sondern auch wie manche Expats hier im Forum über China schreiben.

Gruß

YP
 
 
aw: Wirtschaftsmacht China   guter beitrag schlechter beitrag
Yelloperilopremium member
06-sep-03
@ Xiaojo

"...Die Gewinne würde ich aber nicht alle in China anlegen, weil politisch zu riskant. ein großteil der gemachten Gewinne wird wieder zurück nach Europa, Japan und USA fliessen."

Wenn China so politisch riskant wäre, dann würde man doch nicht mal einen Yuan in China investieren, geschweige die Milliarden. Ist Deine Aussage nicht ein Widerspruch zu den Investitionen?

Gruß

YP
 
 
aw: Wirtschaftsmacht China   guter beitrag schlechter beitrag
xiaojo
07-sep-03
Investieren hat immer etwas mit risiko zu tun. Man muss abwaegen. Wenn du sagst, dass du keinen Yuan investieren wuerdest dann ist das deine persoenliche Meinung. Ich wuerde eventuell meine investitionen etwas streuen.

Zu den Medien und der Propaganda. Ich denke das Bild, dass wir Europaeer von China haben entspricht dem vor der Kulturrevolution. Von Propaganda gegen China von westlichen Medien zu sprechen halte ich fuer eher absurd da die Medien alle privat sind. Im Gegensatz zu China haben die meisten westlichen Staaten funktionierende Demokratien. Ich will den Chinesen nicht absprechen, dass die Macht auch beim Volk ist.
Ich habe das erst vor 2 Tagen in Yangshou miterlebt als es darum ging Landkonflikte zu loesen. Da haben sich die Bauern zusammengetan und sich gewehrt.
Nun ja das laeuft alles aber sehr indirekt ab. Die Chinesischen MEdien sind nachwievor unter staatlicher Kontrolle im gegensatz zu den Deutschen Medien. In Deutschland funktionieren unsere Medien sowieso anders als in China. Jeder Journalist, Zeitung Medium hat seine eigene Meinung. Es gibt viele verschiedene Meinungen in Deutschen Medien. Sie werden auch so vertreten. Natuerlich gibt es Journalisten, die China als das sehen was du so fuerchtest. Die sind aber eine minderheit zu den Journalisten, die ueber den aufschwung berichten. In den Deutschen Medien wird sehr oft China mit Deutschland verglichen und dann kommt raus wie behaebig wir sind und das wir schon bei einem Wirtschaftswachstum von 1prozent so gluecklich waeren. usw.
Ich finde man muesste einen anderen Massstab anwenden. Deutsche Medien sind sehr kritisch im positiven wie im negativen sinne.
 
 
aw: Wirtschaftsmacht China   guter beitrag schlechter beitrag
xiaojo
07-sep-03
zu HK, die USA haben wir ja schon desoefteren kritisiert und auch ich bin nicht mit einverstanden was da passiert.

Die Zahl von 500000 habe ich damals nicht vernommen bei mir warens 200000. Es ging damals eindeutig gegen die Sicherheitsgesetze.

Innere Differenzen gibt es ueberall und die Chinesen sie von Dorf zu Dorf sehr unterschiedlich. Was sie eint ist die Schrift, die Partei und vielleicht die wirtschafltichen Interessen.
allein die Sprachen sind wie in Europa: In Shanghai spricht man Shanghaihua, 90km entfernt in Suzhou Suzhouhua, In Tongli 30km von Suzhou wieder einen total anderen Dialekt. In Zhouzhuang und Luzhi dasselbe. Meine freundin, die wegen ihres guten Mandarins in einer Radiostation arbeitete wird in Longji,Yangshou, Guilin nicht besser verstanden als ich wo ich die Toene noch nicht einmal richtig treffe.
Entweder wollen die Menschen dort sie nicht verstehen oder sie koennen sie nicht verstehen wo bei mir dann wieder die Frage auftaucht warum sie mich dann verstehen.

in China kann man noch immer kein Land erwerben. Deshalb kuemmert sich keiner um das Aussehen der Privathaeuser ein entscheidener Punkt fuer die entstehung von Kultureller Identitaet. Sie muss unterdrueckt werden, weil sonst China auseinander brechen koennte.
 
 
aw: Wirtschaftsmacht China   guter beitrag schlechter beitrag
xiaojo
07-sep-03
Zu dem Artikel. Es ist wie ich oben beschrieben habe eine Meinung. Es gibt viele Meinungen und jede hat irgendwo ihre Berechtigung. Die deine wie die der anderen. Ich koennte jetzt mich durch googlen und genau was gegensetzliches finden. Genau das macht Deutschland's Medien Landschaft spannend. ich glaube nicht das unsere MEdien propagandistisch arbeiten vielmehr glaube ich das die Deutschen selbst ihr chinabild relativieren muessen. Es klingt jedoch unglaubwuerdig, wenn man ihnen so eine Meinung wie du sie gerade hast praesentiert.
Ich finden deinen Artikel eher Propaganda von chinesischer Seite als Aufklaerung. Wenn du dich als Deutscher umfassend ueber China informieren willst bekommst du auch sehr gute und verlaessliche Infos in Deutschland. Ich denke die westlichen Medien zu stigmatisieren ist falsch. Viel mehr wenn ueberhaupt muesste man die Chinesischen hinterfragen, die aber zugegebneremassen immer kritischer werden.

Leider hoere ich noch immer in Chinesischen Medien Saetze wie:
China increased its GDP with..
China puts more and more emphasis..
China's Devolpment is so fast..
China's students are the best of the world..
China is...
deng deng

Diese Lobhymnen klingen fuer mich wie 60 Jahre vorher in Deutschland. Das kann vielleicht auf unterschiedlichen Kulturen begruendet sein. Aber das ist die Sichtweise eines Deutschen der in China CCTV9 sieht.
 
 
Seite 1 2 3 4 5 6 7 8 9

(thread closed)

zurück übersicht