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Der Aufstieg Chinas   guter beitrag schlechter beitrag
Xenophanes
28-apr-05
Was sagen die "Spezialisten" zu diesem Artikel. Tifft es des Pudels wahrer Kern?

http://www.heise.de/tp/r4/artikel/19/19949/1.html
 
 
aw: Der Aufstieg Chinas   guter beitrag schlechter beitrag
trash
28-apr-05
beim begriff 'spezialisten' fuehle ich mich natuerlich mal wieder persoenlich angesprochen. und die antwort ist so kurz wie eindeutig: nein.

der artikel trifft nicht den kern, sondern muss froh sein, wenn er noch ein schwanzhaar des um die ecke rennenden pudels erwischt.

peinlich.

trash
 
 
aw: Der Aufstieg Chinas   guter beitrag schlechter beitrag
HumphreY
28-apr-05
Ich persönlich finde die Art und Weise immer wieder faszinierend wie der Westen derzeit über mein Land berichtet: teilweise bewundernd mit dem nötigen Respekt sowie Anerkennung und größtenteils gemischt mit Besorgnis um die eigene zukünftige Existenz. Wenn man das Ausmaß dessen betrachtet, müßte man sich eigentlich wundern, dass die aktuelle Auseinandersetzung mit China verhältnismässig wenige Chauvinisten, Nihilisten oder selbstgefällige Neider auf den Plan gerufen hat, als es eigentlich müßte.

Eher dominiert im Westen ein latenter Pessimismus, bei dem man unvermeidlich den Eindruck gewinnt, dass sich die Leute bereits in Ihr Schicksal eingefügt haben, in naher Zukunft von China (in irgendeiner Form) "beherrscht" zu werden.
 
 
aw: Der Aufstieg Chinas   guter beitrag schlechter beitrag
Xenophanes
28-apr-05
Ich hab kuerzlich auf Arte ein Diskussion gesehen, welche die Informationen aus diesem Artikel besteatigen.

@trash Kannst du dieses "Nein" auch fundieren? Die TP ist ja nicht der SPO, wo mir ein "Nein" reichen wuerde.

@HumphreY Deine Antwort "kling" wie ein "Ja", nur solle man im Sturm ausharren. Sehr loeblich :).
 
 
aw: Der Aufstieg Chinas   guter beitrag schlechter beitrag
xiaojo
28-apr-05
bis China den Westen einholt dauert es noch Jahrzehnte... mal ganz ehrlich. Wenn europa 2% waechste dann waechst es absolut noch wesentlich mehr als China. Vom GDP growth per Capita mal ganz abgesehen...

Mit einem hat humphry wirklich recht. Der Pessimismus in Europa insbesondere in Deutschland ist nicht zum Aushalten.
Aber in China ist die Positivstimmung auch von den Medien unterstuetzt (Propaganda?) Man muss sich nur CCTV 9 news an tun... in jedem zweiten Wort wird China gepriesen, Chinese authorities have... China's bilateral trade has grown... bla bla bla... Wundert mich nicht das die Kraft der Medien auch irgendwann sich in den Koepfen der Menschen durchsetzt.

In 10 Jahren wenn China an Japan's absoluten GDP vorbei geklettert ist wird das Wachstum sich allmaehlich auch verlangsamen. Ein gesaettigter Markt waechst eben nicht mehr so schnell und das gilt auch fuer China. Ausserdem geht es mit der disziplinierten Kommandokultur's China auch irgendwann den Bach runter. Die Menschen werden auch merken, dass das Leben auch nur andere Seiten hat als Geld. Die Ziele der Menschen werden sich auch wandeln zu selbstverwirklichung usw.. Ausserdem kommt zu der Marktreife dann auch noch der demographische Faktor dazu, der genauso wie in Deutschland - in China auch greifen wird. Eine abnehmende bzw. stagnierendes Bevoelkerungwachstum verlangsamt das Wirtschaftswachstum.

So und jetzt bitte nicht auf mich schiessen. ich habe keine Zeit mehr wie frueher meine Meinung zu verteidigen.
 
 
aw: Der Aufstieg Chinas   guter beitrag schlechter beitrag
xiaojo
29-apr-05
@Xeno... der Artikel ist eine zusammenkettung von Fakten, die ineinander keinen Sinn machen. Waere der Irakkrieg der erste Krieg zwischen USA und China gewesen haette er z.b. in venezuela stattfinden muessen...

Ich koennte Dir auch so einen Artikel 180Grad gedreht schreiben. Quellen gibt es genuegend.

Das Gewinne in China nicht transferiert werden koennen stimmt z.B. gar nicht. Seit WTO ist das kein Problem mehr.

Und mal ganz ehrlich wer glaubt es denn wirklich das sich Grosskonzerne von Regierungen gaengeln lassen????

Wie schon gesagt: 2% Wachstum in Europa bringt jeder Firma im Schnitt mehr ein als 15% in China.
 
 
aw: Der Aufstieg Chinas   guter beitrag schlechter beitrag
xiaojo
29-apr-05
und zum Artikel: Die Drei Autoren... hust hust: es ist wahrer Trash.

Manche Synologen haben wirklich entweder einen GRanatenmaessigen schuss...., oder aber sie reiten persoenlich auf der Welle von China. Geht es China gut geht geht es den Synologen gut. ... . Damit wuensche ich allen Synologen gute und grosse Worte. Damit sie uns alle beeindrucken koennen...

Der einzige Punkt der kritisch fuer die USA ist ist das mit dem Dollar. Aber... wenn die USA wollen ist China morgen durch Embargos isoliert.
 
 
aw: Der Aufstieg Chinas   guter beitrag schlechter beitrag
HumphreY
29-apr-05
"Der einzige Punkt der kritisch fuer die USA ist ist das mit dem Dollar. Aber... wenn die USA wollen ist China morgen durch Embargos isoliert."

Könnte jetzt was dazu schreiben, aber aus Rücksicht vor Deinen begrenzten zeitlichen Dispositionsreserven, werde ich es unterlassen :)

Aber die beabsichtigte gedankliche Stoßrichtung ist eh angekommen, denke ich :)
 
 
aw: Der Aufstieg Chinas   guter beitrag schlechter beitrag
HumphreY
29-apr-05
"Wie schon gesagt: 2% Wachstum in Europa bringt jeder Firma im Schnitt mehr ein als 15% in China."


http://www.manager-magazin.de/unternehmen/artikel/0,2828,353909,00.html

:)
 
 
aw: Der Aufstieg Chinas   guter beitrag schlechter beitrag
D. Duck
29-apr-05
Es wird immer gepriesen wie hart die Chinesen arbeiten usw. Ich behaupte mit harter Arbeit oder mit Fair Trade hat das alles wenig zu tun.

Denkt immer an folgendes:
China haelt den RMB kuenstlich tief um Chinaprodukte billig zu halten
China haelt den RMB kuenstlich tief um Importe teuer zu halten
Im Import stellt China Barrieren
Sehr viele Industrien werden subventioniert (Staatsbetriebe)

Wuerde China normale Marktgesetze zulassen dann saehe es nicht so rosig aus.
 
 
aw: Der Aufstieg Chinas   guter beitrag schlechter beitrag
xiaojo
29-apr-05
@humphrey

du vergleichst Deutschland mit China. Ich habe den Vgl. EU mit China gezogen, weil da die Groessenordnung aehnlicher ist. Ueber Deutschland habe ich mich in diesem Forum schon oft genug ausgelassen. Du siehst ja was wir fuer Betonkeopfe im Deutschland haben.

Hier der Vgl. EU - China

2% EU Wachstum * 2000 GDP = 240 abs. Wachstum.
10% China Wachstum * 1600 GDP = 160 abs. Wachstum.

Man koennte jetzt unterstellen China's Wachstum geht so weiter in den naechsten 10 Jahren dan wuerden die Artikel in gewissem Sinne zutreffen. Ich bezweifel, aber das der Markt so attraktiv bleibt.
Russland, Pakistan, Indien, Vietnam, Myanmar, Brasilien... warten schon alle mit bald guenstigeren Konditionen fuer Unternehmen. In Shanghai muss man schon jetzt kraeftig fuer qualifizierte Arbeiter bezahlen... Dafuer kann man auch gleich westler einstellen...und warum sollen dann Unternehmen noch nach China gehen/bleiben? Was macht China attraktiv?
Es bleibt dann nur noch die absolute Kaufkraft als schlagkraeftiges Argument.

Desweiteren gebe ich D.Duck mitunter recht. das fixe wechselkursregime macht chinesische Produkte kuenstlich guenstig. Das hilft den Chinesen unter VWL aspekt langfristig nicht. Man schaue sich Argentinien an.
China sammelt keine USD um stark zu werden, sondern muessen USD bunkern um urspruenglich ihre Waehrung stabil zu halten. Mittlerweile kommt natuerlich auch das ueberaus positive Handelsergebnis dazu. Trotzdem kaempft China mit Inflation. China wuerde sich am liebsten von den USD reserven trennen, aber das wuerde zu einer Verstimmung mit den USA fuehren und das positive Handelsergebnis von dem China's stabilitaet mitunter abhaengt wuerde dann sanktioniert.
Die USA haben mit China immernoch ein kleineres Problem als mit ihrer Nafta (Mexico).

Dann zu China's Bankensystem... es blueht ein zweites Japan. faule Kredite.. wir wissen doch alles.

Ich habe das Gefuehl manche haben CCTV9 schon gefressen.
 
 
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xiaojo
29-apr-05
Warum studieren so viele Chinesen im Ausland? Weil es in China mit ein paar Ausnahmen nichts gibt.

Warum bleiben Europaer in Europa? Weil ausser TCM, Literatur, shufa, Chinesisch usw. es sonst alles in Europa gibt.

Die oft gepriesene stark wachsende Universitaetenlandschaft Chinas waechst auf kosten der Qualitaet. Mich erinnerte das mehr an Realschule... alleine schon vom Stil.
 
 
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Xenophanes
29-apr-05
"Warum studieren so viele Chinesen im Ausland? Weil es in China mit ein paar Ausnahmen nichts gibt."

Moeglich. Aber es genuegt schon eine Wissenschaftsgeneration um das gesamte Wissen von Europa nach China zu Transferieren. Mir sagte ein Chinese kuerzlich, dass an jeder Universitaet in Deutschland sehr viele Chinesen studieren. Es sei egal wie bekannt die Universitaet ist. Eigentlich sollten die neu entstehenden Universitaeten schon auf Weltniveau sein.
 
 
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DDT
29-apr-05
Ach komm, die DDR hatte auch gute Unis, hat das Vietnam weitergebracht? Nicht sehr viel.

>Eigentlich sollten die neu entstehenden Universitaeten schon auf Weltniveau sein.

Vielleicht das Gebaeude. Aber die Lernmethoden sind immer noch die alten. Zuhoeren und Fresse halten. Diskussionen gibt es keine. Denken ist unerwuenscht und stoert den Betrieb.
 
 
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Xibeilang
29-apr-05
@ alle

wartet es ab, das wird schneller gehen als Ihr denkt China wird an USA ein Trailblazer vorbeibrausen! "D-A Z-H-O-N-G-H-U-A"

Gruss Xibeilang
 
 
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DDT
29-apr-05
>wartet es ab, das wird schneller gehen als Ihr denkt China wird an USA ein Trailblazer vorbeibrausen!

Wenn man etwas vergleicht dann muss man auch dazusagen was man exakt vergleicht.

China wird USA mit Sicherheit nicht im GDB ueberholen, wohl auch kaum im Energieverbrauch und in der Weltraumvorschung. Aber China hat die USA schon in vielen Punkten eingeholt, z.B. in der Luftverschmutzung, Pestizidbelastung von Lebensmitteln und Verkehrstoten. "D-A Z-H-O-N-G-H-U-A"
 
 
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xiaojo
29-apr-05
xibeilang:
GDP China 1600 durchschnittliches Wachstum China's = 10%
GDP USA 9000 durchschnittliches Wachstum USA = 3%

1600 * 1.10 hoch (n) = 27 Jahre.

Ich habe zweifel das China das Wachstum durchhaelt. Es wird das Gleiche pasieren was mit Taiwan, Japan, Suedkorea passiert ist.


Zu den Unis: ich glaube das die Chinesischen unis frueher wesentlich besser waren als heute.

Ich halte nichts von Artikeln, die China als uebermaechtig darstellen. Das schadet nur den Beziehungen und der Voelkerverstaendigung. Ich finde es ja auch toll was in China abgeht, aber bitte... uebertreiben sollte man es auch nicht. Menschen sollten immer noch denken koennten. China wird eine starke Regionalmacht aehnlich wie Japan werden, aber von einer Weltmacht zu sprechen ist einfach uebertrieben und foerdert nur noch die Arroganz. Die Arroganz war es uebrigens, die China schon einmal zerstoert hat... einfach nicht so uebertreiben.
 
 
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xiaojo
29-apr-05
@Xibeilang zu der Qulitaet von den Unis. Es gibt ein paar pockets of excellence, aber ich spreche von der breiten Masse.

Auf Weltniveau ist die breite Masse nicht.

Es gibt Faecher da steckt China noch in der Steinzeit (Psychologie, Controlling, Finance, ) Staerker sind sie in VWL, Marketing, natural sciences..

und keine Frage China kommt und wird eine tolle Nation, aber wie schon gesagt ein Wirtschaftswachstum von 10% ueber 27 Jahre durchzuhalten... hust hust. hust...
 
 
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DDT
29-apr-05
>Staerker sind sie in VWL, Marketing, natural sciences..

Ich weis nicht. Marketing wohl eher nicht. natural sciences? Im Maschinenbau auch nicht. Sicher gibt es einige faehige Uni-Absolventen, aber beim Grossteil muss man froh sein wenn er ohne Mama den Schuh zumachen kann.

PS: Hab gerade vorgestern eine Chinesin kennengelernt die 2 Jahre in UK 'Business' studiert hat. Also fuer 2 Jahre UK war ihr englisch ultraschlecht. Wie hat die das blos gemacht? Die muss ja wohl Kontakt gemieden haben.

Was meint ihr, was wird im Textilbereich passieren? USA und EU werden ja immer lauter.
 
 
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xiaojo
29-apr-05
"es genuegt schon eine Wissenschaftsgeneration um das gesamte Wissen von Europa nach China zu Transferieren."

Zum Glueck weiss ich das ich nichts weiss...

Das ist ja auch das erklaerte Ziel Deutschlands. Damit die Menschen in China besser ihre Probleme loesen koennen und damit meine ich nicht nur wirtschaftliche Probleme, sondern gesellschaftliche, soziale usw. Ausserdem ist die Deutsche Motivation auch ganz eigennuetzig z.B.kriegt Deutschland fuer jeden Euro Entwicklungshilfe letztlich 3 Euro zurueck und der Chinese der in deutschland studiert hat wird sich bestimmt an deutsche zulieferer, haendler erinnern und hat zumindest ein wenig vertrauen aufgebaut und dann schliesst sich der kreis.

Momentan finde ich aber eher das China immer noch an einem Braindrain leidet. Viele der Chinesen gingen in der Vergangenheit nicht mehr zurueck.
Heute sieht es etwas besser fuer China aus, aber fuer die Auslandsstudenten ist der Firmenalltag und die Gehaltsvorstellungen daheim im Gegensatz zum Westen immer noch sehr ernuechternd.
 
 
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