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Expats abziehen   guter beitrag schlechter beitrag
Ex - expat
19-jul-05
Hallo
nehmen wir mal folgenden Fall an: Sommer 2005 - durch Vogelgrippe etc. muessten ploetzlich alle Expats kurzfristig abgezogen werden. China und alle chinesischen Firmen stehen ploetzlich allein da, muessen selbst entscheiden, selbst denken, selbst erforschen, selbst planen und wirtschaften. Was glaubt ihr, wie lange koennen sie das durchhalten, ohne das gleich alles zusammen bricht. Wird man den Weggang der Expats ueberhaupt merken? Sind die Froh wenn die Expat weg sind? Was kommt am Ende dabei raus?
bis sehr gespannt auf eure Aussagen.
 
 
aw: Expats abziehen   guter beitrag schlechter beitrag
Uncle Biz.
19-jul-05
>Sommer 2005 - durch Vogelgrippe

Oh Schreck, der erste Fall ist schon ueber mir!
 
 
aw: Expats abziehen   guter beitrag schlechter beitrag
kleiner Prinz
19-jul-05
Sie werden den Verlust veschmerzen koennen…lach, sich durchwursteln und von einem Tag auf den anderen gucken was geht und dicke Probleme aussitzen bis sie sich selber loesen/aufloesen… Unentbehrlich sind wir sicher nicht.

Den Weggang wird man merken, vor allem bemerken/sich merken. Wer zur Zeit von SARS hier die Biege gemacht hat, hat sicher ordentlich Gesicht verloren. Wenn’s eng wird die Biege machen, das wird wohl in allen Kulturen so und nicht anders verstanden…
Im Fall von SARS waren aber dann eben auch ganze Abteilungen in bestimmten Staedten/Regionen ploetzlich verwaist, d.h. auch Chinesen selber suchen (was ganz natuerlich ist) ihr Heil im Rueckzug in die Heimatprovinzen z.B..

Jo, und vielleicht merkt dann eine chin. Firma, die sich einen teuren Expat gehalten hat, das das Betriebsklima viel besser geworden ist. Oder ein Stoerfaktor entfallen ist der immer Zeit gekostet hat, weil er nix verstanden hat und immer nur utopisches gefordert hat, was man selber schon wusste. Jemand der meinte das alles zu wissen wie’s richtig gut laeuft, aber dessen Vorstellungen/Forderungen in China unter den gegebenen Umstaenden halt SO und in einer zu kurzen Zeit schlicht nicht zu realisieren waren waren… ;--). Und dann besinnt man sich auf die eigenen Staerken und kann dann aber vielleicht auch Fehler nicht mehr auf den alles umkrempelnden Auslaender schieben…

Was am Ende dabei ‘rauskommt ? Das auch die hochqualifizierten Jobs mehr und mehr von Chinesen ausgefuehrt werden. Wir werden hier schlicht ueberfluessig, weil wir NIE die Kultur, Sprache und Sitten ganz verstehen werden (Stoerfaktor) und uns mit unserer (Forderungs-) Haltung selber diskretitieren. Diese Unfaehigkeit sich unterzuordnen, sondern immer das Ego dick vor sich herzutragen (oder es bricht sich immer ‘mal wieder Bahn) ist nicht aus unserer Mentalitaet wegzubekommen.

Dabei sind wir nur hochpriviligierte Gastarbeiter auf Zeit.
 
 
aw: Expats abziehen   guter beitrag schlechter beitrag
Uncle Biz.
19-jul-05
>weil wir NIE die Kultur, Sprache und Sitten ganz verstehen werden (Stoerfaktor)

Das ist falsch. Gerade wenn man aus einer anderen Kultur kommt entsteht Dynamik.

Beispiel: Einem Chinesen in DE waeren viele Vorgaenge bestimmt zu langsam weil er es aus China gewohnt ist Anfragen sehr schnell beantwortet zu bekommen.

Fuer China waere es aber kein alzu grosser Verlust. Die werden schon ueber die Runden kommen.
 
 
aw: Expats abziehen   guter beitrag schlechter beitrag
kleiner Prinz
19-jul-05
@Uncle Biz.
…o.k. in der Absolutheit sicher zu plakativ und dadurch falsch formuliert.

Ich hatte dabei den Veraenderungswillen und den Kampf um Effiziens aus dem Nachbarthread “Wo wäre Shanghai/China heute?” vor Augen. Wer veraendern will muss wissen von wo er startet und was wie in welchem Zeitraum mit welchem Einsatz moeglich ist. Diese Fragestellung hatte ich mir bsw. hinsichtlich unserer Produktion vorgelegt. Daher habe ich diesen moeglichen Arbeitsbereich dann auch aus dem Arbeitsvertrag streichen lassen… ;--)

Theoretisch ist sicher eine genuegend grosse Reibflaeche richtig, um zu Neuem zu kommen. Geht es aber z.B. fuer eine Firma darum zu kaempfen den status quo zu halten, kippt das leicht und ein Auslaender wird zum Stoerfaktor, der noch zusaetzlich Arbeit macht und auch noch Neues draufpacken will…
 
 
aw: Expats abziehen   guter beitrag schlechter beitrag
Uncle Biz.
19-jul-05
kleiner Prinz
Es kommt drauf an wie der Auslaender an die Sache rangeht. Du kennst doch das alte Sprichwort:

"Reasonable people adapt themselves to the world. Unreasonable people attempt to adapt the world to themselves. All progress, therefore, depends on unreasonable people."
George Bernard Shaw

Wer nicht so denkt wird in China nicht weit kommen und ein standiges 'geht nicht', 'machen wir aber immer so' bekommen und damit leben.
 
 
aw: Expats abziehen   guter beitrag schlechter beitrag
kleiner Prinz
19-jul-05
…naja, ist mir noch ‘ne Spur zu Schwarz-Weiss und “mit-dem-Kopp-durche-Wand”. So absolut und als Programm ist das kaum machbar, schliesslich will ich nicht mit 45 und ‘nem Herzkasper enden !

Pointiert und ironisch koennte man sagen: Der Wille zur Verbesserung und Fortschritt ist hier allenthalben greifbar, da braucht es keine Attituede des grossen Innovators und Weltenwenders.

Wenn ich ‘was aendern will (muss das ueberhaupt so wie ICH will ? … meine es wollen zu muessen…???), muss ich doch erstmal die Leute abholen. Und dabei ist schon ganz gut zu wissen wo…

Meine Arbeit fuehrt zu einer Veraenderung ihrer taegliche Arbeitswelt, aber wozu sollten sie mir folgen ? Das muss ich erklaeren, sonst hab’ ich es z.B. mit versteckter Sabotage zu tun. Meinen Kraftaufwand kann ich doch viel besser minimieren wenn ich weiss wo man steht und wohin es sich entwickeln wird wenn man nix macht, als wenn ich einfach anordne und Forderungen mit Sanktionen verbinde. Das heisst eben den Nachteil des Nixtuns dem Vorteil des Ergebnisses der Veraenderung gegenueberstellen. Und die Vorteile der Veraenderung muessen sich bemerkbar machen (am besten in der Geldboerse des Arbeiters…).
Fiele der Druck weg (Expat go home, oder Exportmarkt bricht zusammen), stellen sich viel schneller die alteingeschliffenen Verhaltensweisen ein. …ist meine Erfahrung.

Aber ich glaube auch, das in China als Binnenmarkt schon genau solche grundlegend veraendernd wirkenden Mechanismen funktionieren, die hin zu einer modernen Industriegesellschaft fuehren…

Diese angesprochenen Raster sind mir zu simpel und zu grob, in der konkreten Situation so eben auch nicht praktikabel. Will bloss weg hier im thread von diesen schablonenhaften Generalaussagen “So-und-nicht-anders-isses” !
 
 
aw: Expats abziehen   guter beitrag schlechter beitrag
Uncle Biz.
19-jul-05
Es wurde doch schon viel erreicht. Z.B. gibt es keinen 2 Stunden Schlaf mehr nach dem Mittag. Und ja, es muss so gemacht werden wie ICH es will (ich lass aber mit mir reden und bin voll dabei wenn ein Chinese einen besseren Weg hat und mich diesen Wissen laesst.

Dann kommt oft das Spruch "aber ob wir es 'so' oder 'so' machen ist doch egal". Und ich antworte dann "na wenn's egal ist dann mach es doch wie ICH es gerne haben will".

Wenn ich aus meiner Factory weggehen dann werden die genauso weiterarbeiten wie jetzt auch. Es werden aber mehr Fehler passieren im Bereich 'Koordination". Falsche Verpackung, Request vom Kunden falsch umgesetzt usw. Nichts grundlegendes, aber was wo der Kunde sagt "Naja, ist eben China".
 
 
aw: Expats abziehen   guter beitrag schlechter beitrag
kleiner Prinz
19-jul-05
…lach ! O.k. , ich verstehe, ist DEIN Laden.

…2 h Mittagsschlaf. Schoenes Beispiel. Ist altverwurzelt und hier bei uns in chin. Firma (wenn die Hauptproduktionszeit vorbei ist zeitweilig in Kraft). Wuerde mich ‘mal interessieren, ob da nicht doch eine handfeste Korrelation zwischen Mitarbeiterzufriedenheit/Krankenquote und der Mittagsruhe besteht…

Waere fuer mich als (auslaendischer) Chef echt ‘mal ‘ne Ueberlegung wert. Erwarten wuerde DAS keiner, aber wenn ich’s zuliesse, es sich zum Vorteil zeigt und dann noch als Respekt vor chin. Lebens- und Arbeitskultur verstanden wuerde ?

Finde, das ‘ne Firma kein isolierter Raum ist. Ist doch mit (chin. Umfeld) verwoben. D.h. in der Praxis kann z.B. ein Mitarbeiter ‘ne andere Person in ‘nem anderen chin. Unternehmen nicht erreichen, weil der noch in der Mittagspause ist… Jo, Zeiten aendern sich, aber MUESSEN sich die Zeiten aendern ? Steuern wir die Globalisierung und hecheln wir nur immer kurzatmiger durch die Weltgeschichte ?

Finde es einfach komisch, wenn hier von Chinesen eine unglaublich Anpassungsleistung erwartet wird (nee, nich nur der Wegfall des Mittagsschlafes…. ;--)) und von europ. Kunden praktisch nix. Die koennen weiterhin fordern und die Massstaebe aufstellen. Ich meine nicht den Kern des Unternehmertums damit, sondern eine gewisse Haltung und Verabsolutierung eigener Wert- und Verfahrensvorstellungen.

Und noch was: Ja, es erfuellt mich auch mit Trauer zu sehen wie auch hier die brutalen Mechanismen des “Kapitalismus”, diese stupid-simple Denke von Kosten und Nutzen immer mehr Raum greift, sich in die Beziehungen schleicht, unsere Seele verhungern laesst und uns langsam auffrisst. Tja, vielleicht hab’ ich echt den Beruf verfehlt ? ;--)
 
 
aw: Expats abziehen   guter beitrag schlechter beitrag
Uncle Biz.
19-jul-05
>Finde es einfach komisch, wenn hier von Chinesen eine unglaublich Anpassungsleistung erwartet wird und von europ. Kunden praktisch nix.

Das ist nun aber sehr falsch. Der Kunde weiss das die Ware aus China kommt und weiss das z.B. daher die Lieferzeit oft laenger ist. Er weis das der Transportweg laenger ist und teurer ist. Er passt sich also auch an.

Als Manager muss ich mich in China auch anpassen. Ich hab eben keine 40 Stunden Woche und muss einen Mittelweg finden meine Ideen umzusetzen. Das Arbeiten hier ist schon GAAAANZ anders als in DE.

>Massstaebe aufstellen

Klar. Sollte man nicht die Latte hoch haengen? Wenn mir die Chinesen kommen mit 'der braucht aber keine so gute Qualitaet' dann sag ich immer: Schau dir z.B. Sony an. Die machen eine Qualitaet fuer alle. Die sagen nicht, der TV geht nach China und darf daher schlechter sein.

Man muss auch die Dynamik erkennen das in China viele geht was in China nicht geht. Mir sagte mal ein deutscher Kunde nach einer irren Aktion die wir in China fuer den gemacht hatte: "man, als wir das hoerten haben wir uns fast totgelacht - (dan wurde er nachdenklich) aber eigentlich zeigt es das man in China alles machen kann - bei uns ginge das nicht.
 
 
aw: Expats abziehen   guter beitrag schlechter beitrag
kleiner Prinz
19-jul-05
…uih ! Der europ. Kunde muss einen Monat frueher disponieren ! Das riecht aber nach ernormen re-organisatorischen Verwerfungen ! ;--)
Die Frachtkosten fallen doch kaum in’s Gewicht und die Einstandskosten sind dann immer noch schlicht niedriger als beim sourcing im mailand oder europ. Ausland, sonst wuerde das Geschaeft ueberhaupt nicht zustande gekommen sein.

Egal auch. Hab’ grad ‘nen moralischen Tag, sieh’s mir nach. Innerhalb der BWLer-Logik komme ich Dir nicht bei, ist aber auch nicht Ziel. ;--)

Nur kurz nochmal mein Bild: Ich finde die Anpassungsleistung enorm und wenn ich z.B. mit ein paar Dingen (von mir aus symbolischen Zugestaendnissen – die 2 h kann man ja hinten ‘dranhaengen…) mich hier als Partner in einer sicher veraendernden Weltwirtschaft zeigen kann (hoffentlich auch begreife), kann das nur gut sein.

Haengt sicherlich auch davon ab, ob man hier seinen Lebensmittelpunkt gewaehlt hat (Schwerpunkt Mensch), oder zeitweilig einem Entsendungsauftrag eines auslaend. Unternehmens (Schwerpunkt Beruf) folgt. Ich glaube einfach, das man sich – wenn man sich als Werkzeug der Veraenderung versteht und (gerade als Auslaender) die Inlaender dann auch wie Sub-Werkzeuge behandelt - nicht wundern sollte, das man das Land verlassen muss, wenn man selber als Werkzeug keinen Nutzen mehr bringt…

Kennste noch die Diskussion in D.: “Wir riefen nach Arbeitskraeften und es kamen Menschen”… Andere Vorzeichen, sicher. …lach, welche Praemie ich wohl dann ‘mal angeboten bekomme, damit ich China verlasse und zurueck in meine Huette nach D. ziehe und dann von dem Erarbeiteten in China zehre und mir dann vielleicht ‘mal ein Import-Auto (aus China…) leisten kann ?
 
 
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Jion
19-jul-05
also wenn ich unsere Company so betrachte, dann wage ich zu sagen das schon binnen weniger Tage die Arbeit der letzten 4 Jahre zu nichte waere. Ein Rueckfall um mehre Jahre ,wenn nicht Jahrzehnte waere die Folge. Ausserdem wuerde die Suche nach " Schuldige" zu Reiberreien fuehren. Ich behaupte die Expats muessen sich noch auf mehrere Jahre China Aufenthalt einstellen.
 
 
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kleiner Prinz
19-jul-05
…finde, das man sehr genau hingucken muss und auch beschreiben muss in welcher Art von Firma man arbeitet, wenn man hier Statements abgibt. Wuerde ich z.B. Jion nicht kennen, haette ich jetzt schon wieder das Messer inner Hand… ;--)

Expat in einer 100% auslaend. Firma mit reinem Export
Expat in einem joint venture (reiner Export oder Binnenmarkt plus Export)
Expat in einer rein chin. Firma (reiner Export oder Binnenmarkt plus Export)
Expat in chin. Firma nur fuer Binnenmarkt (soll’s auch schon geben)

Die Funktion des Expats und seine Anforderungen bezueglich Kommunikationsverhalten und Kulturvertraeglichkeit sind jeweils voellig andere, bzw. mit anderen Schwerpunkten.

Wenn man erst garnicht den Bezugsrahmen kennt, ist’s ein leichtes hier aneinander vorbeizureden und den thread jeweils ziemlich schnell verflachen zu lassen.
 
 
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heino
19-jul-05
@von kleiner Prinz


Expat in einer 100% auslaend. Firma nur fuer Binnenmarkt , so ist es bei uns.
 
 
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HumphreY
19-jul-05
Ich sehe es eher anders rum. Die ganzen Expats und die JVs haben China's Weg in die Moderne vielleicht kurzfristig beschleunigt, aber langfristig doch mehr geschadet als genutzt. Viele chinesische Firmen und ihre Mitarbeiter sind wie verwöhnte kleine Kinder, die nie wirklich erfahren haben, was eine richtige wirtschaftli. Rezession aussieht, was Wettbewerb und was Loyalität, Service und Innovation für wichtige Faktoren für den unternehmerischen Erfolg darstellen.

Japan und Korea haben diesen Fehler nicht gemacht und ausländische Firmen sogar weitgehend den Zugang zum heimischen Markt verwehrt. Dadurch waren die lokalen Unternehmen darauf angewiesen mit ihren eigenen Produkten auf dem Weltmarkt zu bestehen (natürlich spielt hier der kleinere Binnenmarkt in Vergleich zu China auch eine motivierende Rolle). Das hat am Anfang vielleicht länger gedauert und viele Unternehmen sind auf dem harten Weg auf die Schnauze gefallen. Aber langfristig wurden die richtigen Fundamente für ein kontinuierliches und gesundes Wachstum gelegt.

Daher wäre ich bei einem Abzug der Expat gar nicht mal so traurig. Probleme können allerdings auftreten, wenn das zuabrupt geschieht. Aber ein allmählicher Abzug MUSS in den nächsten Jahren geschiehen, sonst wird die chinesische Wirtschaft nie "erwachsen".
 
 
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Betroffenner
19-jul-05
ich denke einmal das die Expats es übethaupt ermöglicht haben, das China diesen Explosionsartigen Aufschwung erlebt. Was in meinen Augen zu Kurz kommt ist, die Eigenentwicklung, die Forschung und die Suche nach neuen und eigenen Produkten. China muss weg von dem Kopier Image. Alles in allem glaube ich, das China noch ca ( etwas übertrieben) mindestens 100 Jahre braucht, um dem letzten Reissbauern,Teepflücker und Hinterländer beigebracht hat, was Moderne Industrie und modernes Managment bedeutet.
Due Frage ist nur, was würde echt geschehen, wenn aus welchen Gründen auch immer, alle Expats von heute auf morgen nach Hause fahren. Die Weltwirtschaft würde in wenigen Tagen zusammen brechen.
Fazit: Wissen lässt sich nicht so ohne weiters kopieren, man muss auch selbst an sich arbeiten, sich selbst weiter entwickeln, selbst daran interessiert sein, das man vieleicht ja mal in einem anderen Land, möglicherweise in Africa , als Chinesicher Expat gefragt ist. Aber das kann ich mir beim besten Willen im Moment nicht vorstellen.
 
 
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belabee
19-jul-05
@kleiner prinz

super beitrag!
entspricht exakt unseren forschungsergebnissen. viele "expats" (mancher ist ja nur vertragstechnisch entsandter) in chin. betrieben und 100% ausl. firmen, die für den binnenmarkt produzieren, gehen vollkommen anders mit ihren mitarbeitern aber auch qualitätsansprüchen um. chefrolle wird anders defniniert . die leute scheinen eher bereit, sich an chinesische standards anzupassen. vollkommen anders sieht es in JVs (da besonders) und WFOEs aus, die exportieren. höhere fluktuation und unzufriedenheit der mitarbeiter ist z.b. höher.
 
 
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Alfi
21-jul-05
Ja ,ja das Wunschdenken vieler ch.Mitarbeiter.Die taegliche traurige Realitaet zeigt uns aber immer wieder ,das es dringend notwendig ist,fuer uns , das ganze Geschaeft hier noch ein paar Jahre im Auge zu behalten.
 
 
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Garant
21-jul-05
wir die Expats sind Garant fuer ein Wirtschaftswachstum von 8 bis 10% in China. Sollten die Expats alle auf einmal nach Hause fahren muessen, kehrt das Wachstum in Rezession um.
Chinesen koennen nicht in 5 Jahren das ablegen, was sie 5000 Jahre einghaemmert bekommen haben. Sie muessen noch 100 Jahre von den Expat, woher sie auch immer kommen, lernen.

So ist es !
 
 
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HumphreY
21-jul-05
Ich bin nach wie vor der Meinung, dass die ganze Expatsituation eine ähnlich Wirkung auf die Chinesische Wirtschaft hat, wie die ganze Entwicklungshilfe für Afrika. Kurzfristig gut aber kaum richtungsweisend genug um Sustainability zu erreichen. Viele (sicherlich nicht alle) der ausländischen Investoren denken in China in kurzfristigem Rahmen. Es geht um das schnelles Geld. Ob China in 20-30 Jahren noch eine tragbare Wirtschaft ist, interessiert die wenigsten. Da ist es sehr selbstgefällig von manchen zu behaupten, ohne ihnen geht China zugrunde.
 
 
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