BEIJING
Treffen

  |  
 
 neue antwort neue antwort | zurück übersicht
Krankenkassenbeitrag in China   guter beitrag schlechter beitrag
Binbin (Gast)
29-jan-09
Voraussichtlich gehen wir nach China im September, 2009. Mein Mann wird dort als Angestellter arbeiten, Ich bin gerade dabei, mir nach einem Job drüben zu schauen. In Deutschland bin ich als Selbständige tätig. Je nach dem Jahreseinkommen zahle ich entweder selber Krankenkassenbeitrag, oder ich kann als Familienversicherte kostenlos mitversichert werden.

Wenn ich in China einen Job finde, zahle ich selbstverständlich dort Steuern. Die Krankenversicherung meines Mannes läuft weiter durch den Arbeitgeber in Deutschland. Wie sieht mein Beitrag aus? In Deutschland bin ich beitragsfrei, wenn ich weniger als 4260 Euro Gewinn im Jahr erziele. Gilt es weiterhin diese Regelung? Oder ist es der Kasse egal, ob ich dazu verdiene oder nicht?

Wer weiss Bescheid?

Danke im Voraus.
 
 
aw: Krankenkassenbeitrag in China   guter beitrag schlechter beitrag
pearlrose
29-jan-09
Hallo Binbin,

also ich denke Deine Frage wird Dir Deine gesetzliche Kasse in Deutschland beantworten.

Was mir aber in diesem Zusammenhang auch aufgefallen ist: Ist denn die Krankenkassenfrage generell geklaert? Sind alle (!!) Kosten fuer Dich, natuerlich Deinen Mann und evtl. Kinder im In- und Ausland abgesichert.

Das Thema Krankenversicherung ist recht komplex und m. M. unheimlich wichtig. Da wuerde ich mich genau informieren.
 
 
aw: Krankenkassenbeitrag in China   guter beitrag schlechter beitrag
tanghulu
01-feb-09
Generell würde ich sagen: wenn Du in D. Deinen Wohnsitz abgemeldet hast, einen lokalen Vertrag in Ch. hast, Deine Steuern in Ch. zahlst, wie soll die dt. GKV/PKV herausfinden, daß Du in China etwas verdienst?

Sehe das wie pearlrose: bedeutet "die Krankenversicherung meines Mannes läuft weiter durch den Arbeitgeber", daß er in der dt. GKV bleiben muß?

Dann bist Du zwar (bei Entsendevertrag) auch für China abgesichert (Rechnungen bei Arbeitgeber einreichen, der muß Euch den Betrag voll auszahlen, Arbeitgeber reicht Rechnungen dann bei Eurer GKV ein) aaaaber Schwangerschaft und Geburt sind NICHT mit drin! (Falls das ein Thema für Euch ist)
 
 
aw: Krankenkassenbeitrag in China   guter beitrag schlechter beitrag
petermedia
01-feb-09
Das mit der GKV ist eigendlich nur eine Übergangslösung. Einige GKV´s können das überhaupt nicht händeln. Wir haben z.B das mit der techniker nur über die haptzentrale geregelt bekommen.
2 Dinge sind zu beachten,
1. Der zeitraum ist auf max 2 jahre begrenzt.
2. Die GKV erstattet nur die Kosten nach ihrem eigenen Katalog, das kann in Sh teilweise nicht reichen. Meines Wissens sind Schwangerschaft und geburt sehr wohl versichert. Zumindest haben wir den Betrag anstandlos übernimmen bekommen.
Bezüglich der Familienversicherung. Letzendlich gelten da die gleichen bedingungen wie in deutschland. Du musst einen Antrag wahrheitsgemäss ausfüllen, und wie in Deutschland mit Schwarzarbeit kannst du natürlich hier in China und da wahrscheinkich viel leichter) die KV bescheissen.
So oder so es ist dann halt betrug.
Im Ergebnis würde ich sagen, sollte man sich bei längerem Aufenthalt als 12 Monate dann eher privat versichern.
Ganz allegemein. Dinge wie KV und vor allem die evtl nicht gedeckten Kosten gehören in den Entsendungsverag
 
 
aw: Krankenkassenbeitrag in China   guter beitrag schlechter beitrag
tanghulu
01-feb-09
petermedia, das kann inzwischen nicht mehr auf 2 Jahre begrenzt sein. Seit der Gesundheitsreform letzten Jahres darfst Du die GKV - auch bei Entsendevertrag - erst verlassen, wenn Du 3 Jahre in Folge mehr als diese 3700 Euro (ab nächstem Jahr wohl 4000 Euro) verdienst!

Privatversichern geht dann also nur, wenn Du 3 Jahre über die Beitragsbemessungsgrenze kommst, oder eine zusätzliche Auslandskv.

Die GKV erstattet dem Arbeitgeber nur die Kosten, die bei gleicher Behandlung in Deutschland entstanden wären. Sprich, Arbeitgeber bleibt auf den Restkosten sitzen.
Bei Schwangerschaft und Geburt braucht Dir der Arbeitgeber keine Kosten zu erstatten, sprich der Arbeitnehmer bleibt auf dem Restbetrag sitzen.
 
 
aw: Krankenkassenbeitrag in China   guter beitrag schlechter beitrag
tanghulu
01-feb-09
3700 Euro brutto im Monat :-)


(Diese Mindestzeichenregelung ist ja echt Klasse ....)
 
 
Keine Illusion   guter beitrag schlechter beitrag
Binbin (Gast)
02-feb-09
tanghulu:

Schon klar, dass nur die Kassenleistung erstattet werden könnte, was bedeutet, dass wir weiterhin für den großen Teil der zahnärztlichen Kosten selber aufkommen müssen. Hoffentlich sind das Honorar sowie Laborkosten für Zahnarzt da drüber nicht so ganz teuer wie in Deutschland.
 
 
aw: Keine Illusion   guter beitrag schlechter beitrag
tanghulu
02-feb-09
binbin, du hast mich glaub falsch verstanden: Du bekommst vom Arbeitgeber den VOLLEN Betrag zurück und nicht nur die Kassenleistung ;-) Auf den Restkosten bleibt der Arbeitgeber sitzen und nicht du (aus diesem Grund schließen die meisten Arbeitgeber für euch eine Restkostenversicherung ab)
 
 
Realität, nicht Illusion ;-)   guter beitrag schlechter beitrag
tanghulu
02-feb-09
Hier die Antwort von der GKV meines Mannes:

Sehr geehrter xy
dass der Arbeitgeber Ihnen die entstandenen Kosten erstatten muss ist im § 17 Abs. 1 Sozialgesetzbuch - Fünftes Buch - (SGB V) geregelt. Hier heißt es dass die Mitglieder die im Ausland erkranken, die zustehenden Leistungen vom Arbeitgeber zur Verfügung bekommen. Es gibt keine Einschränkung auf die Leistungshöhe. Somit sind vom Arbeitgeber die tatsächlich entstandenen Kosten an den Arbeitnehmer zu erstatten.

Im § 17 Abs. 2 SGB V ist geregelt dass der Arbeitgeber von der Krankenkasse des Mitgliedes die Kosten erstattet bekommt die im Inland entstanden wären.

Da die Behandlung im Ausland als Privatpatient erfolgt und die Behandlungskosten im Regelfall deutlich über den deutschen Vertragssätzen liegen schließen die meisten Arbeitgeber eine private Zusatzkrankenversicherung für Entsendungen ab. Die Privatkrankenkassen erstatten dann dem Arbeitgeber die Differenzkosten.

Falls Sie arbeitsunfähig werden erhalten Sie von der xy ab dem xy. Tag Krankengeld. Bitte beachten Sie, dass Sie ab Beginn einer Arbeitsunfähigkeit eine ärztliche Bestätigung über die Arbeitsunfähigkeit (ggf. mit Übersetzung) benötigen und diese sofort an die xy senden. Alles weitere wird dann von uns veranlasst.
 
 
aw: Realität, nicht Illusion ;-)   guter beitrag schlechter beitrag
tanghulu
02-feb-09
Den genauen Gesetzestext und das dazugehörige Rundschreiben der Spitzenverbände habe ich zu Ihrer Information beigefügt.


§ 17 Leistungen bei Beschäftigung im Ausland
Überschrift neugefasst durch G vom 20. 12. 1991 (BGBl I S. 2325).
(1) 1 Mitglieder, die im Ausland beschäftigt sind und während dieser Beschäftigung erkranken, erhalten die ihnen nach diesem Kapitel und nach den Vorschriften des 2. Abschnitts des 2. Buches der RVO zustehenden Leistungen von ihrem Arbeitgeber. 2 Satz 1 gilt entsprechend für die nach § 10 versicherten Familienangehörigen, soweit sie das Mitglied für die Zeit dieser Beschäftigung begleiten oder besuchen.

Satz 1 geändert durch G vom 20. 12. 1991 (BGBl I S. 2325) und 21. 3. 2005 (BGBl I S. 818).
(2) Die Krankenkasse hat dem Arbeitgeber die ihm nach Absatz 1 entstandenen Kosten bis zu der Höhe zu erstatten, in der sie ihr im Inland entstanden wären.

Zu § 17 SGB V Rundschreiben
(1) Mitgliedern, die während einer Beschäftigung [jetzt] im Ausland erkranken, sind die ihnen zustehenden Leistungen vom Arbeitgeber zur Verfügung zu stellen. Die dem Arbeitgeber entstehenden Kosten sind ihm von der Krankenkasse bis zu der Höhe, wie sie im Inland entstanden wären, zu erstatten. Die Krankenkasse hat keine Möglichkeit, auf den Arbeitgeber z. B. hinsichtlich der Art der im Einzelfall durchzuführenden Behandlungsmaßnahmen einzuwirken.

(2) Die Vorschrift bezieht ausdrücklich auch die nach § 10 SGB V versicherten Familienangehörigen in die Sonderregelung ein, soweit sie mit dem Arbeitnehmer für einen Teil oder für die gesamte Dauer seiner Auslandsbeschäftigung mit ins Ausland gegangen sind oder sich dort zu Besuch aufhalten.

(3) Erstattungsfähig sind lediglich die im Ausland entstandenen Behandlungskosten. Ist z. B. wegen der Schwere der Erkrankung ein Rücktransport aus dem Ausland notwendig, so können die dadurch entstehenden Kosten nicht von der Krankenkasse getragen bzw. dem Arbeitgeber erstattet werden. In einem solchen Fall ist nämlich nicht die Erkrankung im Ausland, sondern die vom Arbeitgeber veranlasste Entfernung aus dem Bundesgebiet die wesentliche Ursache des Rücktransports.
 
 
Jenseits der Realität   guter beitrag schlechter beitrag
Binbin (Gast)
08-feb-09
Tanghulu
>Dann bist Du zwar (bei Entsendevertrag) auch für China abgesichert (Rechnungen bei Arbeitgeber einreichen, der muß Euch den Betrag voll auszahlen, Arbeitgeber reicht Rechnungen dann bei Eurer GKV ein) aaaaber Schwangerschaft und Geburt sind NICHT mit drin! (Falls das ein Thema für Euch ist)<

Wenn meine Tochter mitmacht, werde ich in ein paar Jahren Oma.
 
 
(thread closed)

zurück übersicht