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Klassische Musik   guter beitrag schlechter beitrag
MOZART FREAK
09-feb-06
Hallo zusammen,

alle Chinesen behaupten doch meistens das Ihre Kultur und Geschichte laenger und entwickelter ist. Nun wie ist das in der Musik, gibt es etwas vergleichbares wie Verdi, Mozart, Brahms, Strauss, usw...

waere DANKBAR fuer eure Beitraege.


Happy Birthday Mozart!

MFG


MOZART FREAK
 
 
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Frieder Demmer
09-feb-06
Verdi: Die Dienstleistungsgewerkschaft gibt es in dieser Form hier nicht.

Mozart: Meinst Du jetzt Hans oder Hiltrud Mozart?

Brahms: Was ist ein "Brahms"? Was waere was Vergleichbares?

Strauss: Soweit mir bekannt gibt es in China keine groesseren Laufvoegel - was haette das mit der Kultur zu tun?

Hilft das?

Nein, natuerlich nicht, sorry - dann vielleicht der Hinweis, dass ein nicht zu unterschaetzender Beweis der immer noch bestehenden Kultiviertheit der Chinesen ist, dass Chinesen diese Frage umgekehrt nicht haetten stellen muessen, da die meisten Chinesen die Genannten Komponisten von sich aus kennen und deren Existenz auch nicht als Infragstellung ihrer eigenen Kultur verstehen wuerden, sondern einfach versuchen, davon etwas zu lernen.
 
 
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Philipp
09-feb-06
@ Frieder

meisten Chinesen die Genannten Komponisten von sich aus kennen

Was sind die meisten? 70%

Oder die meisten der Chinesen, die Du kennst?

Oder die Meisten Singer?

(oh, der war schlecht)
 
 
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Angelika
09-feb-06
Vielleicht die "Butterfly Lover" ?
- scheint ein "Klassiker" zu sein, was die Story und Musik betrifft.
 
 
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MOZART FREAK
09-feb-06
@ Angelika

Herzlichen Dank fuer diesen Hinweis! :-)


MFG


MOZART FREAK
 
 
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HumphreY
10-feb-06
@Philipp

Ich wage hier mal FD ins Wort zu fallen. Ich denke, Frieder meint mit "meisten" die meisten gebildeten Chinesen (studenten, Lehrer, Angestellte usw.)

In Deutschland würden wir auch nicht bei der Aussage "die meisten Deutschen lehnen Schröders Agenda 2000 ab" die Frage stellen: Ja was sind die meisten? Die meisten Deutschen, die Du kennst? Oder die meisten Politiker?

Mit dem Wort "meisten" wird oft nicht quantitativ exakt die referenzierte Menge versucht auszudrücken, sondern es geht eher darum zu widerlegen, dass angeblich nur die "wenigsten" von einer "unbekannten Menge" (die aber in diesem Fall die Bezugsmenge darstellt) damit gemeint sind. Ich hoffe, das war verständlich.

Und was die Namen von Komponisten angeht, würde ich einfach mal sagen, dass das eine selbstverständliche Begleiterscheinung der jahrhundertlang erfolgreichen Vermarktung der Europäischen Kultur auf der ganzen Welt ist. Daneben spielt sicherlich auch die Betonung des musikalischen Individualismus bei den klassischen europäischen Kompositionen eine Rolle. Von vielen berühmten Chinesischen Kompositionen kennt man heutzutage den Komponist schlichtwegs nicht mehr. Sie ist ein wichtiger Bestandteil der chinesischen Kultur, aber die Musikzunft war in der chinesischen Geschichte nie eine, wo man reich und berühmt werden konnte. Das kommt auch u.a. davon, dass Musik als alleinige Unterhaltungsprogramm oftmals für Chinesen nicht aussreicht. Ein Konzert, ohne dazugehöriges visuelles Progamm, ist für die meisten (hier taucht wieder das Wort im obigen Sinne auf) Chinesen immer noch was neumodisches.

Diese Haltung setzt sich auch in der Neuzeit fort. Ein gutes Beispiel ist das zeitgenössisches Stück Liang Zhu (梁 祝) aus dem Jahre 1959. Es gibt sicherlich weitaus mehr Chinesen, die das Stück kennen als die beiden Komponisten, die dafür kreativ waren ( 陈钢 und 何占豪). Übrigens ein sehr prägendes Meisterwerk, dass traditionell chinesische Melodien mit europäischen Einflüssen harmonieren lässt.
 
 
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HumphreY
10-feb-06
Ach ja, jetzt habe ich doch echt die beste Anekdote vergessen, die ich eigentlich erwähnen wollte.

Als ich anno 2003 noch als Praktikant in Shanghai war, habe ich im Fitness Center einen jungen chinesischen Bodybuilder Mitte 20 kennengelernt. Lange Zeit redeten wir nur über Muskelübungen und Atmung beim Laufen. Dann habe ich aber leichtsinniger Weise ein Wort über klassische Musik fallen lassen. Von da an konnte ich ihn gar nicht mehr stoppen.

Er kannte für meinen Geschmack ene schier unendliche Sammlung an berühmte europäische Komponisten und ihre Werke. Er geriet dabei buchstäblich ins schwärmen. Mit dem konnte man stundenlang über Georges Bizet, Frédéric Chopin und Robert Schumann etcpp unterhalten. Und das auf einem Niveau, bei dem er seine Vorlieben für die eine Interpretation und die Abneigung gegen eine andere detailiert begründen konnte. Leider verfügte ich nicht mal ein Bruchteil seines Wissens in dem Bereich.

Also es gibt genug Chinesen, die verrückt nach europäischen Musik sind.
 
 
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Philipp
10-feb-06
@ Humphrey

Die Meisten: Koennen wir uns auf ueber 50% einigen?

In Deutschland würden wir auch nicht bei der Aussage "die meisten Deutschen lehnen Schröders Agenda 2000 ab"

Die Aussage heisst fuer mich, dass mindestens 50% ALLER Deutschen das ablehnen.


Ich wollte Frieder nur ein wenig aergern, weil er pauschale Aussagen so gerne ablehnt. Nix fuer ungut.
 
 
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P1000
10-feb-06
hehe... ich habe mal Hump`s Theorie über den Bekanntheitsgrad chinesischer Klassiker und der relativen Unbekanntheit der entsprechenden Komponisten an den chinesichen Mitgliedern meiner Familie getestet und kann ihm nur Recht geben *ggg*. Ist n lusitges Spielchen.
 
 
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MOZART FREAK
11-feb-06
@ HumphreY

Herzlichen dank fuer deinen ausfuerlichen beitrag! ;-)

Mozart Freak
 
 
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XJ
11-feb-06
Klassische Musik in China?

Früher gabs die nicht, ist ja auch ein westliches "produkt". Aber wie die Japaner verinnerlichen die Chinesen dieses "Produkt" und machen ihre eigenen Lieder draus,... man denke nur an "Wo Ai ni Zhongguo" oder sonstiges Gesülze was so in den letzten Jahren "erfunden" wurde.
But there is hope: Tausende junge Chinesen lernen Klavier und andere Instrumente da wird sicherlich noch was draus.

Als erstes sollten sich die Chinesen mal ne neue Nationalhymne zu legen. Die klingt so schief... und aggressiv auja. Wie ein Fahnenappell... oder ne Guggenmusik an Fasnacht.

Ne, also man muss die chinesische Musik in bisschen anders bewerten. Oder zumindeste muesste man fragen, ob Europaeer überhaupt Erhu, guzhen, usw. spielen koennen und was für Lieder die Westler auf denen komponiert haben. Jedem das seine.
 
 
aw: Klassische Musik   guter beitrag schlechter beitrag
HumphreY
11-feb-06
@XJ

wenn ich nicht besser wüßte, würde ich sagen, Du hast das Thema verfehlt.

Der Threadstarter nannte Namen wie Mozart, Brahms und Strauss, also Komponisten, die das 20. Jahrhundert nicht mehr erleben durften. Die Werke dieser Künstler willst Du doch nicht tatsächlich auf die 50 Jahre musikalische "Errungenschaften" des chinesischen Kommunismus anwenden? Da können wir genauso gut einen inhaltlichen Vergleich zwischen Mona Lisa und Mao-Portrait auf Tianamen starten.

Um ein Instrument zu beherrschen zu können, muss man die Geschichte, kulturelle Hintergründe und Traditionen, in denen solch ein Instrument engebettet ist, verinnerlicht haben, sonst kann man nicht musizieren, zumindest wird man nicht die Noten mit Leben und Seele füllen können, von Komponieren ganz zu schweigen.

Das ist der Gurnd, warum es mittlerweile soviele asiatischen Spitzenmusiker/Dirigenten und Kompinisten für solch ein "westliches Produkt" gibt und auch in der Lage sind, diese mit asiatischen Elementen zu kombinieren. Das ist auch der Grund, warum in umgekehrter Richtung die musikalischen Nuancen von ErHu und GuZhen Ausländern noch für lange Zeit verschlossen bleiben werden, weil der Zugang zu den damit verbundenen kulturellen Konstrukten mangelhaft bis nicht vorhanden ist.

Es ist in der Musik wie in vielen Aspekten des internationalen Austauschs. Der Austausch findet meist nur in eine Richtung statt. Anfänglich wird kopiert, später modifiziert und am Ende revolutioniert.
 
 
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xu
28-feb-06
"alle Chinesen behaupten doch meistens das Ihre Kultur und Geschichte laenger und entwickelter ist."

- die chinesische Kultur ist länger, das ist klar, entwickelter, das behaupten nicht die meisten Chinesen, obwohl es in gewissen Bereichen sicherlich wahr ist.

Dann nur nebenbei, Mozart Mozart. Mozart ist fast doch schon zu langweilig :-) Verdi, Brahms, Strauss, was man tagtäglich auf Plakaten an den U-Bahnstationen sieht, und auch nur sieht. Das ist doch noch bei weitem nicht alles, leider in der Tat das Gegenteil. Wer weiss wer hört wer führt auf denn wieder Delius, Walliams, Poulenc, Schulhoff, Severac, Poulenc, Milhaud, Walton, Enescu ... in Deutschland, gerade in Deutschland. Dagegen debütiert der komische Lang Lang in Berlin, in München ...

Die westliche Musik ist viel entwickelter als die chinesische, in Hinsicht auf die Historie ja, auf die neuere Akzeptanz nicht.

Gestern habe ich eine Tuschzeichnung von einem Landsman gesehen, das von ihm mit 70 nach der Kulturrevolution gemalt wurde. Erstaunlich! Schenke ich euch, damit wünscht euch der gute Chinese alles Gute.

http://www.boyie.com/2006/01/10/wyd_ss395238.jpg
 
 
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Yappa
02-mär-06
Ich betreibe ein Internetradio. Dort findet jeden Sonntagnachmittag eine Klassiksendung statt, die eine seht großen Anklang in D findet. Es könnte doch unserem Portal nuetzlich sein, solch eine sendung den Chinesen zur Verfügung zu stellen.

(Info bei www.yapparadio.de)
 
 
(thread closed)

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