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China = Zukunft ?   guter beitrag schlechter beitrag
Fikret
12-sep-04
Ich habe mich mal ein bisschen hinein gelesen in dieses Forum. Scheinen viele Leute zu sein, die in China leben und arbeiten. Erstaunlich.

Man hört ja vieles und eigentlich doch nichts Richtiges über China hier im Westen (bin aus der Schweiz). China ist Masse, in China ist alles billig, Chinas BIP wächst mit 10 % jährlich ... usw. - die Stereotypen halt.

Aber was gibt es in China wirklich? Ich meine, ihr seid dort, ihr seht, wie sich das Land entwickelt. Ich studiere momentan Wirtschaftsinformatik und weiss nicht, wo mich mein Studium in 10 oder 20 Jahren hinführen wird. Wenn die asiatische Konkurrenz wächst, dann kann ich einpacken. Oder sehe ich das falsch?

Was sind die Chancen? Was sind die Risiken? Was würdet ihr einem jungen Mann wie mir (23 Jahre) empfehlen hinsichtlich dem Faktum, das Asien zum Höhenflug ansetzt?

Bin gespannt auf eure Sicht der Dinge.
 
 
aw: China = Zukunft ?   guter beitrag schlechter beitrag
Marcus
12-sep-04
Was in 10 oder 20 Jahren ist weiß keiner von uns.
Also locker bleiben.
China holt momentan das nach was die europäischen Staaten nach dem 2. Weltkrieg gemacht haben (Wiederaufbau). Nur das hier alles in wenigen Jahren durchgeführt wird und nicht in Jahrzehnten.
Allerdings muss man begreifen (zumindest meine Ansicht) das dieser Aufschwung auf Pump finanziert ist und viele Firmen diese Kredite nie zurückzahlen können. Die Frage ist dann -kann das immer so weiter gehen?
Probier es doch einfach mal aus mit einem mehrmonatigen Praktikum in China. Dann verstehst Du dieses Land auch besser.
Ich selber bin nun seid 3 Jahren hier (ohne Studium) und verdiene trotzdem das gleiche Geld wie ein Dipl.Ing. Momentan bietet dieses Land wirklich Chancen wie vor 4 Jahren die New Economy (und was mit der passiert ist wissen wir ja alle)
Also wie schon gesagt LOCKER bleiben.

Marcus
 
 
aw: China = Zukunft ?   guter beitrag schlechter beitrag
Fikret
12-sep-04
Das heisst also, mal abwarten und schauen, wie sich die Dinge entwickeln.

Marcus' Idee mit dem Praktikum hört sich gut an. Wie ist das denn bei einem Praktikum, gibt es denn Firmen, die daran interessiert sind, Leute aus dem Westen bei sich anzustellen? Sind die Qualifikationsanforderungen gleich denen hier? Ich meine, immerhin kommt noch die Sprache hinzu. Und dann stelle ich mir die Frage: Wieviel Chinesisch wird überhaupt benötigt, damit man in China arbeiten kann? Und vor allem: Wie schnell hat man sich die Sprache angeeignet? Würde man besser vor Ort oder schon Zuhause lernen?
 
 
aw: China = Zukunft ?   guter beitrag schlechter beitrag
HumphreY
12-sep-04
"Wie ist das denn bei einem Praktikum, gibt es denn Firmen, die daran interessiert sind, Leute aus dem Westen bei sich anzustellen?"

Die meisten Chinesische Firmen stellen normalerweise keine Westler an, weil die einfach zu teuer sind. Unverbindliche Praktikanten anzustellen ist bei chinesischen Firmen ist auch nicht so üblich. Normalerweise eher Trainees, von denen dann auch erwartet werden, dass sie dann bei der Firma bleiben. Und wieso sollen die einen deutschen Studenten ausbilden (bzw. Kaffeekochen lassen), wenn sie die gleiche Arbeit von einem chinesischen Studenten machen lassen können (der wesentlich weniger anspruchsvoller ist). Selbst wenn es um Geschäftskontakte nach D. geht. Es gibt einen riesen Pool an deutschsprechenden chinesischen Studenten oder heimkehrende Absolventen, da mangelt es an qualifizierte zweisprachige Leute sicher nicht.

Daher, Chancen auf ein Praktikumsplatz wirst Du eher bei einer ausländischen Firma finden.


"Sind die Qualifikationsanforderungen gleich denen hier?"

Chinesische Absolventen sind jünger wenn sie mit der Uni fertig sind. Das heisst aber nicht, dass die nicht über das entsprechende Knowhow verfügen. Besonders in Bereichen Softwareentwicklung sind die meisten fitter als deutsche Praktikanten. Das einzige was denen fehlt ist so die Praxiserfahrung bzw. Berufserfahrung. Und abstrakt, selbständig und in Teamarbeit zu denken hat man denen in der Uni auch nicht so beigebracht. Aber das sind normalerweise Fähigkeiten, die in einer chinesischen Firma eh nicht gefragt sind. Also kann man als westlich ausgebildete da auch nicht punkten. Ein Akademischer Titel wie Dipl. Ing. oder Dr. der blabla aus Deutschland macht zwar auch in China Eindruck. Aber man kriegt beiweitem nicht die gleiche anspruchsvolle Arbeit in einer chinesischen Firma wie man etwa in Deutschland kriegen würde. Und ganz wichtig, man wird wesentlich schlechter bezahlt!
 
 
aw: China = Zukunft ?   guter beitrag schlechter beitrag
HumphreY
12-sep-04
"Wieviel Chinesisch wird überhaupt benötigt, damit man in China arbeiten kann?"

Kommt immer auf die Arbeit an. Wenn Du in einer ausländischen Firma arbeitest, sagen wir mal in der Entwicklung oder sonstige interne Bereiche. Dann brauchst Du vielleicht gar kein Wort Chinesisch zu können. Andererseits wenn Du in Vertrieb oder Marketing tätig wirst, mit viel Kundenkontakt zu chinesischen Partnern, dann wirst Du schnell mal aufgefordert, ein 30-seitiges Vertragswerk kurz auf Chinesisch zu lesen.

"Wie schnell hat man sich die Sprache angeeignet?"

Ein Durchschnittschinese benutzt im Alltag ca. 3000-5000 Zeichen. Als Chinesisch-Anfänger lernt man pro Woche, wenn es mal hochkommt, vielleicht gerade mal 10-20 Zeichen. (Was schon viel ist). Soll heissen, nichts was man in paar Monaten beherrschen kann.

Würde man besser vor Ort oder schon Zuhause lernen?

Paar grundlegende Sachen sollte man sich schon vorher aneignen. Aber die Sprache lernst Du erst richtig in China. Ich sage hier bewußt nicht Shanghai oder HongKong. Zum einen sprechen die Leute in der Region meist nicht hochchinesisch und zum anderen lernst Du nicht chinesisch, wenn Du den ganzen Tag nur mit deutschen Praktikanten/Studenten/Expats rumhängst.

2-3 Jahre nur unter Chinesen in einer chinesischen Provinzstadt irgendwo im Landesinneren und man wird vielleicht so gut in Chinesisch, dass man von Chinesen ernstgenommen wird.
 
 
aw: China = Zukunft ?   guter beitrag schlechter beitrag
Fikret
14-sep-04
Wie es sich anhört, spricht ja nicht viel dafür, dass man als junger Westler in China mit der Konkurrenz mithalten kann, zumal die jungen Leute fitter sind und günstiger arbeiten.

Andere Frage: Wie erpicht sind die jungen Chinesen, Englisch zu lernen? Haben sie mehr mühe mit Chinesisch als mit Englisch (z.Bsp. was die Schrift anbelangt)?

Und noch eine andere Frage: Wie sieht ihr den politichen Wandel in China? Und zwar interessieren mich v.a. die jungen Leute: Ist es so wie in Japan, dass der Individualismus und "der amerikanische Traum" auch bei den Chinesen langsam Einzug hält? Würde mich über eine Einschätzung eurerseits freuen.
 
 
aw: China = Zukunft ?   guter beitrag schlechter beitrag
rontom
15-sep-04
@fikret:
chinesische jugendliche haben keine probleme mit chinesich (wieso sollten sie auch) und durchaus probleme mit englisch (weils ziemlich anders ist). aber sie sind auch da sehr fleissig.

ja, es ist so wie in japan und amerika, ist doch klar. und überleg mal, wenn 1,4 milliarden menschen, alle demnächst einen bleistift von dir einkaufen wollen, was für ein großer markt das ist... ;-)

viele grüße

rontom
 
 
aw: China = Zukunft ?   guter beitrag schlechter beitrag
HumphreY
15-sep-04
Mal was zu chinesischer Jugend.

http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/0,1518,315791,00.html
 
 
aw: China = Zukunft ?   guter beitrag schlechter beitrag
zuspät
17-sep-04
Meiner Meinung nach ist der Zug mit Namen China schon längst abgefahren. Die Zeiten sind vorbei, wo man als deutscher Expat noch richtiges Geld für westliche Firmen verdienen konnte. Zumindest tendenziell verläuft sich diese Sache. Der Trend heutzutage geht, bei westlichen Firmen wohlgemerkt, zu lokalen Mitarbeitern. Natürlich mit lokalen, also chin. Arbeitsverträgen. Und mittlerweile sind auch alle Berufe davon betroffen...Ing..Geschäftsführer...Ich studiere gerade ne Menge Stellenanzeigen mit dem Stichwort China. Fließend Chinesisch ist da schon das Minimum, und halt die Erklärung, das man dort zu lokalen Bedingungen arbeitet...und was das bedeutet, brauch ich nicht zu erklären.
Für Deutsche vollkommen inakzeptabel. Da geht der Weg hin...und momentan studieren in D über 20.000 Chinesen...da rechnet IHR euch doch mal bitte EURE Zukunftschancen aus! Macht euch ein schönes Leben und überlasst China den Chinesen...denn da gehören se hin!
 
 
(thread closed)

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