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Third Culture Kids (1)
Von Ann Wöste
Übersicht

All das klingt reizvoll und ist es auch! Kinder, die so aufwachsen dürfen, haben engen Kontakt zu zwei oder sogar mehreren unterschiedlichen Kulturen. Sie lernen, dass es zu bestimmten Fragen nicht nur die eine richtige Sichtweise gibt, sondern sie können schon früh ihre Perspektive verändern. Es ist ein reiches und vielseitiges Leben, das gerade in internationalen Schulen Kontakt zu sehr unterschiedlichen Menschen und Lebensweisen ermöglicht. Wer möchte so viel Lebenserfahrung bereits in jungen Jahren nicht für seine Kinder?

Mein Sohn ist beispielsweise immer der, den seine Lehrerin neben neue Schüler setzt, seien es nun Zirkuskinder, die nur zwei Wochen am Schulunterricht teilnehmen oder junge Flüchtlinge, die in die Klassengemeinschaft integriert werden sollen. Sie weiß, dass er fremden Kulturen und Sprachen gegenüber offen ist und die Erfahrung, irgendwo neu zu sein, nur zu gut kennt. Er findet immer einen Weg der Kommunikation und sprach schon in der zweiten Klasse sehr gut Englisch.

Unsere Welt wird immer globaler, die beruflichen Anforderungen gehen immer weiter Richtung Mobilität und Flexibilität. Ist es da nicht gut und wichtig, die nachfolgende Generation entsprechend vorzubereiten, fragt sich vielleicht der ein oder andere Elternteil. Diese Frage soll hier nicht beantwortet werden. Klar ist nur, dass nicht alles Gold ist was glänzt, und ich möchte dazu beitragen auch ein Bewusstsein zu schaffen, für die Schattenseiten, die ein Leben zwischen den Kulturen haben kann.

In weiteren Beiträgen zu diesem Thema wird es um die Stolpersteine gehen, die dieser Lebensstil mit sich bringen kann. Je besser Sie als Eltern über diese sensiblen Phasen Bescheid wissen, desto besser können Sie mit Planung, Bewusstsein und einem offenen Ohr für ihre TCKs den Weg ebnen, damit die vielen Vorteile am Ende überwiegen.

Durch meine persönliche Erfahrung als Mutter von zwei Kindern, die den größten Teil ihres bisherigen Lebens außerhalb von Deutschland verbracht haben, liegt mir dieses Thema auch persönlich sehr am Herzen. Für mich war es vor vielen Jahren sehr erhellend, Probleme, die in unserer Familie auftauchten, im Zusammenhang mit unserem Lebensstil zu betrachten. Das nimmt uns Eltern bei unseren Entscheidungen zwar noch stärker in die Verantwortung, gibt uns aber auch die Möglichkeit den Auslandsaufenthalt so zu gestalten, dass er für alle gesund und bereichernd ist.

Ann Wöste (42), IHK-zertifizierte Trainerin und Mutter zweier Expat-Kinder, schreibt in dieser Gastbeitragsserie auf peking.pro über ihr Spezialgebiet. Als Coach hilft sie Familien mit Third Culture Kids persönlich und via Skype, sich rund um den Globus wohl zu fühlen. Mehr zu Ann Wöste in ihrem peking.pro Communityprofil.


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